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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Sachsen |
| Regierungsbezirk: |
Leipzig |
| Landkreis: |
Muldentalkreis |
| Koordinaten: |
51° 7′ N, 12° 49′ O |
| Höhe: |
156 m ü. NN |
| Fläche: |
33,50 km² |
| Einwohner: |
5188 |
| Bevölkerungsdichte: |
155 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
04680 |
| Vorwahl: |
034381 |
| Kfz-Kennzeichen: |
MTL |
| Gemeindeschlüssel: |
14 3 83 070 |
| Stadtgliederung: |
Kernstadt; 3 Ortsteile |
Adresse der
Stadtverwaltung: |
Markt 1
04680 Colditz |
| Webpräsenz: |
www.colditz.de
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| Bürgermeister: |
Manfred Heinz (FDP) |
Colditz ist eine Stadt im Muldentalkreis in Sachsen, direkt an der Mulde gelegen.
Geografie
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Großbothen, Zschadraß, Zettlitz und Königsfeld im Landkreis Mittweida sowie die Stadt Bad Lausick.
Ortsteile
Geschichte
Die Region Colditz wurde 1046 als Burgwardbezirk Cholidistcha erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert entstand eine Kaufmannssiedlung und die spätere St. Nikolaikirche. Die erstmalige Erwähnung der Stadt Colditz selbst erfolgte im Jahre 1265 als „civitas”. 1404 wurde die Herrschaft Herrschaft Colditz von den Wettinern erworben, womit die Eingliederung in die Markgrafschaft Meißen erfolgte.
1504 wurde Colditz von einem großen Stadtbrand heimgesucht; zeitgleich wurde mit dem Umbau der Burg Colditz zum Schloss Colditz begonnen. Im 16. Jahrhundert blühte das Tuchmacher- und Leineweberhandwerk auf.
- 1578/91 Renaissancebau des Schlosses Jagdaufenthaltsort des kursächsischen Hofes
- 1602/22 Witwensitz der Kurfürstin Sophie von Sachsen in Colditz und Rochlitz
- ab 18. Jahrhundert Verwendung Colditzer Tone auf kurfürstliche Anweisung in der 1710 gegründeten Meißener Porzellan-Manufaktur
- 1800/03 Das Schloss wird zum Armenhaus, dann als Landarbeiterhaus eingerichtet
- 1804 Erste Tonverarbeitung in der Colditzer Steingutfabrik Thomsberger & Hermann
- 1829 Das Schloss wird Landesversorgungsanstalt für Geisteskranke
- 1933/34 Konzentrationslager der SA für 600 Antifaschisten im Schloss
- 1936/37 Reichsarbeitsdienst-Lager im Schloss
- 1940/45 Gefangenenlager für Offiziere (Oflag IVc) im Schloss
- 1958 Beginn der Porzellanherstellung
- 1990 725 Jahre Stadt Colditz
- 1996 Schlossfest 950 Jahre Schloss Colditz
- 2002 Jahrhunderthochwasser
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
- Datenquelle ab 2002: Statistisches Landesamt Sachsen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Heimatmuseum mit umfangreicher Ausstellung zu den Fluchtversuchen der Gefangenen des Oflag IVc
- Johann-David-Köhler-Haus (Geburtshaus von Johann David Köhler)
- Stadtkirche St. Egidien
- Friedhofskapelle St. Nicolai
Eine Sehenswürdigkeit ist das Schloss Colditz, das im 2. Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für ranghohe Offiziere diente. Winston Churchills Neffe Giles Romilly war der prominenteste Gefangene. Das Kriegsgefangenenlager Schloss Colditz ist unter anderem in England sehr bekannt geworden, nachdem es einige TV-Verfilmungen und eine Serie gab, die die sehr häufigen und meist spektakulären Fluchtversuche der Häftlinge behandelten.
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Rathaus
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Marktplatz von Colditz
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Schloss Colditz
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Stadtkirche von Colditz
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Literatur
- Karlheinz Blaschke: Deutscher Städteatlas. Band: III; 1 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis – Serie C. Stadtmappe Colditz, Dortmund-Altenbeken 1984, ISBN 3-89115-001-6
- Kriegsgefangenenlager Colditz Oflag IVc 1939–1945. Herausgeber: Städtisches Museum Colditz 2004
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- 1895: Otto von Bismarck, Reichskanzler
Söhne und Töchter der Stadt
- Johann David Köhler (1684-1755), Historiker und Numismatiker
- Wenzeslaus Linck (1483–1547), lutherischer Theologe und Reformator
- Christian Carpzov (1605–1642), Jurist und Rechtswissenschaftler
- Alexius Crosner (1490–1535), Theologe
- Alfred Hoppe (1906–1985), deutscher Maler und Grafiker
- Jürgen Schumann (1940–1977 in Aden/Jemen), Pilot der Lufthansa, RAF-Opfer
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