Coswig in Sachsen-Anhalt


Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Zerbst
Verwaltungsge-
meinschaft:
Coswig (Anhalt)
Koordinaten: 51° 53′ N, 12° 26′ O
Höhe: 83 m ü. NN
Fläche: 34,07 km²
Einwohner: 8486
Bevölkerungsdichte: 249 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06869
Vorwahl: 034903
Kfz-Kennzeichen: AZE
Gemeindeschlüssel: 15 1 51 009
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 1
06869 Coswig (Anhalt)
Webpräsenz: www.coswig-anhalt.de
Bürgermeisterin: Doris Berlin

Coswig (Anhalt) an der Elbe ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Zerbst in Sachsen-Anhalt (Deutschland). In Coswig befindet sich der Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft, der weitere 16 Gemeinden angehören.

Die Stadt ist nicht zu verwechseln mit Coswig im Landkreis Meißen im Bundesland Sachsen.

Geografie

Stadtgliederung

Zu Coswig (Anhalt) gehört der Stadtteil Siedlung Ratskiefern sowie die Ortsteile Waldschloß und Zieko.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Buko, Wörpen, Griebo, Wörlitz, Klieken und Düben.

Geschichte

Am heutigen Standort wird bereits 1187 eine Burg Cossewiz erwähnt. Ob vor dieser Zeit schon eine slawische Siedlung existierte, ist nicht belegt. Als Oppidum wird Coswig im Jahre 1215 bezeichnet und gilt in jener Zeit als die wichtigste Stadt der anhaltischen Askanier nördlich der Elbe.

Bereits im 16. Jahrhundert wurde Coswig von Wörpen aus durch eine Wasserleitung mit Trinkwasser versorgt. Im 16. Jahrhundert spielten die Weberei, das Töpferhandwerk sowie die Landwirtschaft (u.a. Hopfenanbau) wirtschaftlich die bedeutendste Rolle.

Im Schmalkaldischen Krieg wurde die Stadt durch spanische Truppen weitgehend zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg befand sich Wallenstein auch in Coswig.

Coswig war von 1603 bis 1793 Teil von Anhalt-Zerbst. Das in der Stadt befindliche Schloss wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und diente bis ins 19. Jahrhundert als Witwensitz. Der Bahnhof der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn wurde am 10. September 1841 eingeweiht.

Im Jahr 1987 feierte die Stadt ihr 800-jähriges Bestehen.

Politik

  • Bürgermeisterin: Doris Berlin
  • Stadtrat: 20 Sitze, davon:
    • 7 CDU
    • 4 Linkspartei.PDS
    • 3 SPD
    • 3 Bürgerblock
    • 2 FWG
    • 1 FDP

Die Wahlbeteiligung bei der Wahl des Stadtrates der Stadt Coswig (Anhalt) am 13. Juni 2004 lag bei 43,6 %.

Wappen

Blasonierung: „Im blauen mit zwölf goldenen Sternen bestreuten Schild eine Frauengestalt in langem, silbernem Kleid, golden gekrönt, in der Rechten einen goldenen Stechhelm, die Linke einen Schild haltend. Der Schild gespalten, vorn in silber ein roter golden bewehrter Adler am Spalt, hinten neunmal schwarz-golden geteilt, belegt mit einem grünen Rautenkranz.”

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

Coswig liegt an den Bundesstraßen Bundesstraße 107 (Tangermünde - Chemnitz), Bundesstraße 187 (Rosslau - Wittenberg - Jessen - Schönewalde) und Bundesstraße 187a nach Zerbst.

Die nächstgelegene Anschlussstelle Coswig zur Bundesautobahn 9 (München - Berlin) liegt etwa 5 km westlich.

Im Jahr 2005 fand ein umfangreicher Ausbau des durch Coswig verlaufenden Elberadweges statt.

Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Magdeburg/Dessau - Wittenberg/Annaburg der Deutschen Bahn.

Als Elbestadt hat Coswig eine Anlegestelle für Fahrgastschiffe. In Planung befindet sich zur Zeit eine weitere Anlegestelle für private Schiffsreisende und Bootsbesitzer. Coswig besitzt außerdem eine Gierseilfähre für Autos, die die Stadt mit Wörlitz verbindet.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Dübener Heide, der Fläming und der Wörlitzer Park sind lohnende Ziele in nächster Nähe zur Stadt.
  • Teile der B 107 und der B 187 in der Nähe Coswigs gehören zur Deutschen Alleenstraße.
  • Die Bundesstraße 107 quert bei Coswig die Elbe mittels einer Gierfähre.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Hermann Cohen (1842 - 1918), deutscher Philosoph, Gründer der Marburger Schule
  • Dietrich Falke, * 13. August 1927, Arzt, Facharzt, Medizinischer Mikrobiologe, Infektiologe und Autor medizinischer Fachliteratur
  • Barbara Höll, Politikerin der Linkspartei, MdL Sachsen, MdB Kandidatin



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Coswig in Sachsen-Anhalt - 24.5.2012