Coswig in Sachsen


Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Landkreis: Meißen
Koordinaten: 51° 8′ N, 13° 35′ O
Höhe: 118 m ü. NN
Fläche: 25,85 km²
Einwohner: 22.329
Bevölkerungsdichte: 864 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 01631–01640
Vorwahl: 03523
Kfz-Kennzeichen: MEI
Gemeindeschlüssel: 14 2 80 040
Stadtgliederung: 5 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karrasstraße 2
01640 Coswig
Webpräsenz: www.coswig.de
Bürgermeister: Michael Reichenbach (CDU)

Coswig ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Meißen. Sie liegt an der Elbe, unterhalb Dresdens und ist mit selbigem über Radebeul nahtlos zusammengewachsen.

Geographie

Coswig liegt im dicht besiedelten Elbtal zwischen Meißen im Nordwesten und Radebeul bzw. Dresden im Südosten.

Angrenzende Gemeinden im Landkreis Meißen sind Klipphausen, die Stadt Meißen, Moritzburg, die Stadt Radebeul und Weinböhla.

Stadtgliederung

Zu Coswig gehören außer dem Ort Coswig selbst die Ortsteile Kötitz (an der Elbe gelegen), Neucoswig (im Norden in Richtung Friedewald), Brockwitz, Sörnewitz und Neusörnewitz (alle westlich von Coswig Mitte).

Geschichte

Coswig war ursprünglich ein Kirchdorf, in dem im 15. Jahrhundert Weinbau betrieben wurde. Nach dem Anschluss an die Leipzig-Dresdner Eisenbahn 1839 wuchs der Ort zunehmend, so dass er genau 100 Jahre später zur Stadt erklärt wurde.

Bereits 1013 erfährt Brockwitz erstmals Erwähnung in einer Übereignungsurkunde König Heinrichs II. an den Domstift zu Meißen, als „Brochotinacethla”.

Im Jahr 1203 wird Kötitz im Zusammenhang einer Schenkung des Markgrafen Dietrich an das Kloster Altzella unter der Bezeichnung „villa Chottenwiz” erstmals erwähnt.

Sörnewitz wurde 1205 als Mühlenort „Villa Sornuitz” erstmals urkundlich erwähnt. Im September 2005 feierte das Dorf sein 800-jähriges Bestehen.

1350 ist die erste nachweisliche Erwähnung Coswigs als „Koczwicz" im Lehnbuch Friedrich des Strengen zu finden.

Eingemeindungen

Neucoswig (auch Weinberggemeinde) wurde am 1. April 1920 mit damals 1.150 Einwohnern eingemeindet. Am 1. April 1935 kam das Dorf Kötitz mit damals 2.096 Einwohnern als Stadtteil hinzu. Die Dörfer Brockwitz und Sörnewitz wurden am 1. Juli 1950 im Rahmen einer Verwaltungsreform der Stadt Coswig angeschlossen, sind vom städtebaulichen Charakter aber heute noch selbstständige Dörfer.

Auch Coswig mit seinen Stadtteilen Kötitz, Brockwitz und Sörnewitz wurde im August 2002 von der Jahrhundertflut der Elbe überrascht.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1834 - 399
  • 1933 - 8.245
  • 1939 - 9.858
  • 1946 - 11.705
  • 1950 - 17.401
  • 1960 - 17.649
  • 1981 - 28.795
  • 1984 - 28.310
  • 1995 - 24.955
  • 1997 - 25.260
  • 1998 - 25.040
  • 1999 - 24.673
  • 2000 - 24.035
  • 2001 - 23.435
  • 2002 - 22.937
  • 2003 - 22.621
  • 2004 - 22.449
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat der Stadt Coswig setzt sich aus 26 Stadträten zusammen.

  • CBL Coswiger Bürgerliste 8 Sitze
  • CDU 8 Sitze
  • DieLinke.PDS 5 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • DSU 2 Sitze
  • FDP 1 Sitz

Wappen

Das Wappen ist dem früheren Gemeindesiegel entnommen, das seit 1899 nachweisbar ist. Das Stadtwappen wird wie folgt beschrieben: „In Blau schwebend eine goldene Weintraube mit grünem Weinblatt an der linken Seite am braunen gestümmelten Reis, zwischen zwei aus natürlichem grünen Rasen und natürlichem blauen Wasser aufwachsenden goldenen Getreideähren.” Neben der Weintradition versinnbildlicht das Wappen auch den einstigen Anbau von Brau-Gerste. Das Wasser symbolisiert die Elbe, an deren Ufer die Stadt erbaut wurde.

Städtepartnerschaften

Partnerstädte sind Ravensburg (D) und Lovosice (CZ).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Spaargebirge und Boselspitze

Westlich von Coswig, neben dem Ortsteil Sörnewitz, liegt das Spaargebirge mit dem Aussichtspunkt an der Boselspitze.


Bauwerke

  • Alte Kirche
  • Barock-Kirche Brockwitz
  • Peter-Pauls-Kirche
  • Kirche "Hl.Kreuz"
  • Herrensitz "Rote Presse"
  • Karrasburg
  • Villa Theresa
  • Rathaus-Neubau
  • Hoher Stein (Aussichtspunkt)
  • Boselspitze (Aussichtspunkt)

Persönlichkeiten

  • Nickel von Karras (Lehnsherr und Stifter der ersten Coswiger Kirche)
  • Emil Nacke (erster sächs. Autobauer)
  • Gerhard Schöne (Liedermacher)
  • Eugen d´Albert (Komponist)
  • Teresa Carreno (Pianistin, Komponistin)
  • Carl Romer (Gartenbau-Pionier)

Literatur

Wikisource: Sagen aus Coswig – Quellentexte
Wikisource: Führer durch Coswig, Kötitz, Neu-Coswig und Umgegend – Quellentexte



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Informationsportal über Coswig in Sachsen - 24.5.2012