Crawinkel in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Gotha
Koordinaten: 50° 47′ N, 10° 47′ O
Höhe: 469 m ü. NN
Fläche: 25,27 km²
Einwohner: 1632
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99330
Vorwahl: 03624
Kfz-Kennzeichen: GTH
Gemeindeschlüssel: 16 0 67 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
99885 Ohrdruf
Webpräsenz: www.crawinkel.de
Bürgermeister: Stefan Schambach

Crawinkel ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Gotha. Erfüllende Gemeinde Crawinkels ist die Stadt Ohrdruf.

Geografie

Crawinkel findet sich im Landkreis Gotha in Thüringen, am Nordrand des Thüringer Waldes. Die Kreisstadt Gotha liegt etwa 20 Kilometer, die Landeshauptstadt Erfurt etwa 30 Kilometer nördlich. Das Wintersportzentrum Oberhof liegt ca. 10 km entfernt.

Geschichte

Die Gemeinde Crawinkel wurde 1360 vom Landgraf Friedrich von Thüringen erstmals urkundlich erwähnt. Noch heute ist in den alten Teilen des Ortes die Anordnung als Haufendorf erkennbar. Das Zentrum bildete hierbei die Kirche.

Das Leben des Dorfes basierte grundlegend auf zwei verschiedenen Erwerbszweigen. Der Wichtigste war sicherlich der Mühlsteinbruch nahe dem Lütsche-Dorf. Zum anderen war es das Fuhrwesen, welches durch die Lage an der wichtigen Handelsstraße Erfurt - Arnstadt - Zella St. Blasii gute Voraussetzungen hatte.

Das Dorf bekam durch seine Lage zum Jonastal während des Zweiten Weltkrieges eine gewisse Bedeutung. Hier im Jonastal und unter dem Truppenübungsplatz Ohrdruf wurde mutmaßlich eines der größten Führerhauptquartiere während des Krieges gebaut und gilt seit seiner Zerstörung als Geburtsort der deutschen Atombombe, deren Existenz allerdings umstritten ist. Aufgrund dieser Lage wurde Crawinkel zu Beginn des Aprils 1945 von einer Waffen-SS-Einheit verteidigt, was die Amerikaner dazu brachte, das Dorf von Zella-Mehlis aus mit Artillerie in Beschuss zu nehmen. Dies hatte zur Folge, dass das Dorf zu zwei Dritteln zerstört wurde. Nach einwöchigen Kampfhandlungen wurde Crawinkel von den Amerikanern besetzt.

Ab Juli 1945 wurde das Dorf Teil der Sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 der DDR. Mit der Gebietsreform 1952 kam es zum Kreis Arnstadt, nach 1994 wurde es wieder Teil des Landkreises Gotha.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Rot eine goldene mit einem nach rechts gewendeten aufgerichteten schwarzen Ross belegte, bis zum Schildhaupt aufsteigende Spitze, vorn ein silbernes sechsspeichiges Rad und hinten ein silberner Mühlstein.”

Gemeindepartnerschaften

Seit Juli 1992 existiert eine Partnerschaft mit der Gemeinde Juniville in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählt die Kirche St. Marien aus dem Jahre 1758. Unweit von Crawinkel befinden sich die Stollenanlagen im Jonastal.

Sport

In der Nähe der Gemeinde findet sich der Flugplatz Crawinkel mit dem Luftsportzentrum Crawinkel. Das Gebiet der Gemeinde gilt aufgrund der besonderen thermischen Bedingungen als günstig für das Hängegleiter- und Gleitschirmfliegen.

Einer der vielen Vereine in Crawinkel ist der Sportverein SG Jugendkraft Crawinkel. Er besteht aus acht Sektionen (Bowling, Frauengymnastik, Fußball, Gewichtheben, Kegeln, Ski, Tischtennis und Volleyball).

Nördlich von Crawinkel befindet sich der Modellflugplatz des Moterflugclubs MFC Crawinkel. Der Modellflugplatz ist vom Luftfahrtbundesamt zugelassen. Der ModellFliegerClub Crawinkel besteht seit 1962.

Persönlichkeiten

  • Die Bundestagsabgeordnete Petra Heß stammt aus Crawinkel.



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Crawinkel in Thüringen - 24.5.2012