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Crimmitschau ist eine Große Kreisstadt im sächsischen Landkreis Zwickauer Land. GeographieCrimmitschau liegt am Fluss Pleiße und gleichzeitig am Fuße des Westerzgebirges im Erzgebirgsvorland auf einer Höhe von 230-366 m.ü. NN. Crimmitschau wird im Westen vom Westberg und im Osten vom Gablenzer Berg eingerahmt. Die Stadt liegt im Westen des Erzgebirgsbeckens. Vor allem von den älteren Bewohnern der Stadt wird die westerzgebirgische Mundart gesprochen. NachbargemeindenAngrenzende Gemeinden sind die kreisfreie Stadt Zwickau, Dennheritz, Neukirchen und Langenbernsdorf im Landkreis Zwickauer Land, Meerane im Landkreis Chemnitzer Land, Heyersdorf, Jonaswalde, Ponitz und Thonhausen im thüringischen Landkreis Altenburger Land sowie Braunichswalde, Rückersdorf und Seelingstädt im ebenfalls zu Thüringen gehörenden Landkreis Greiz. StadtgliederungRudelswalde - Lauenhain - Langenreinsdorf - Mannichswalde - Frankenhausen - Leitelshain - Wahlen - Gösau - Gosel - Gablenz - Blankenhain - Großpillingsdorf - Harthau GeschichteIm Zuge der deutschen Ostexpansion wurden die Stadt und die gleichnamige Burg Crimmitschau (heute Schweinsburg) im Zeitraum 1170 bis 1200 als planmäßige deutsche Ansiedlung gegründet. 1212 wurde der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. Im Jahre 1414 bekam Crimmitschau das Stadtrecht vom Markgraf Wilhelm II. verliehen. Am 15. März 1844 wurde Crimmitschau an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen (Sächsisch-Bayrische Eisenbahn nach Leipzig, später bis Bayern verlängert). Um die Jahrhundertwende war Crimmitschau auf Grund der hohen Konzentration von Betrieben der Textilindustrie die so genannte „Stadt der 100 Schornsteine”. Am 22. August 1903 bis zum 18. Januar 1904 fand einer der längsten und größten Textilarbeiterstreiks im Kaiserreich statt, der landesweit für Aufruhr sorgte. 1944 wurde ein Crimmitschauer Anwesen während des Zweiten Weltkrieges bombardiert, wobei es sich nicht um einen systematischen Angriff handelte. Ende der 1980er Jahre wurde ein Großteil der Alt- und Innenstadt abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt. Ähnliche Pläne bestanden auch für die Südvorstadt, wurden aber nach dem Regierungswechsel im Jahre 1990 nicht mehr umgesetzt. ReligionenCrimmitschau gehört zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen bzw. zum katholischen Bistum Dresden-Meißen. Innerhalb der Stadt gibt es die St. Laurentius-Kirche, die Johanniskirche und die Lutherkirche. Die verhältnismäßig wenigen gläubigen Bürger der Stadt sind überwiegend evangelisch. Die genannten drei Stadtkirchen sind deshalb auch evangelische Kirchen. Die katholische St. Franziskus-Gemeinde hat eine eigene kleine Kapelle und nutzt zu großen Veranstaltungen die evangelische St. Johanniskirche mit. Eingemeindungen
EinwohnerentwicklungEntwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen PolitikCrimmitschau ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Crimmitschau-Dennheritz. Städtepartnerschaften
Kultur und SehenswürdigkeitenMuseen
Musik
BauwerkeBauliche Sehenswürdigkeiten sind die spätgotische Pfarrkirche St. Laurentius (1513) mit Stern- und Kreuzrippengewölben, das Zisterzienser-Nonnenkloster (gegründet um 1290) im Ortsteil Frankenhausen und das Schloss Blankenhain mit dem Landwirtschaftsmuseum im gleichnamigen Ortsteil Blankenhain. Das Rathaus ist das sehenswerteste Gebäude im Zentrum neben dem Roten Turm. ParksEs gibt mehrere Erholungsstätten in Crimmitschau: Einerseits den in der Vorkriegszeit gegründeten Zöffelpark, der nach Emil Oskar Zöffel, einem wichtigen Textilfabrikant in der Crimmitschauer Geschichte, benannt worden ist. Andererseits den Bismarckhain, der auch unter Friedenspark (so wurde er in der DDR genannt) bekannt ist und im Volksmund auch weiterhin so genannt wird. Dieser Park liegt direkt an der Zeitzer Straße, der Ausfallstraße Richtung Sahnpark, Eisstadion und Autobahn-Anschlussstelle Schmölln. Im Zentrum des Parks befindet sich der Wettinbrunnen, der anlässlich der Stadtrechtsfeier 1914 eingeweiht wurde. Das größte Erholungsgebiet der Stadt ist der Sahnpark, nördlich des Stadtzentrums. Hier befinden sich das altehrwürdige Freibad, ein Tiergehege und die Spielstätte des ETC Crimmitschau: das bis zu 7250 Zuschauer fassende Kunsteisstadion, welches Mitte der Neunziger Jahre überdacht wurde. SportCrimmitschau hat einen bekannten Eishockeyverein, den ETC Crimmitschau, der 2006 wieder in die zweithöchste Liga des DEB aufstieg. Fußballerisch vertritt der FC Crimmitschau die Stadt – die 1. Männermannschaft vom „FCC” spielt derzeit in der Kreisliga. Außerdem besteht seit dem 10. Juni 2005 eine American-Football-Mannschaft. In Crimmitschau gibt es das Waldbad Sahnbad, das nach dem umliegenden Waldstück, der Mark Sahnau, benannt wurde. Es besitzt zwei sehr große Becken (100 m x 50 m und 50 m x 25 m). Das größere der beiden Becken hat die größte Wasserfläche im Regierungsbezirk Chemnitz. Wirtschaft und InfrastrukturDie Arbeitslosenquote fiel bis zum Jahr 2005 auf 17,0 %. VerkehrZwischen Crimmitschau und dem Stadtteil Frankenhausen überspannt die Bundesautobahn 4 das Tal der Pleiße. Anschlussstellen gibt es auf thüringischem Gebiet südlich von Schmölln und auf sächsischem Gebiet südlich von Meerane über die vierspurig ausgebaute Bundesstraße 93. Die Deutsche Bahn AG bietet vielfältige RegionalExpress-Verbindungen nach Zwickau, Leipzig, Göttingen, Bad Brambach und Hof (Saale) an. Ansässige UnternehmenDas Industrie- und Gewerbegebiet Glauchauer Landstraße Crimmitschau, auch Gewerbegebiet Crimmitschau Ost, wurde mit den dazugehörigen Straßen Glauchauer Landstraße, Gewerbering, Breitscheidstraße und Waldsachsener Weg 1991 im Osten der Stadt angelegt. 2002 wurde eine Erweiterung um 12 ha beschlossen. Zur Zeit sind 55 Unternehmen auf dem dortigen Areal mit einer Gesamtfläche von 73 ha angesiedelt, die Anzahl der Beschäftigten stieg von 350 (1994) auf knapp 1800 (2006), die Auslastung beträgt 89 %. Zu den angesiedelten Unternehmen gehören u. a.:
Im Gewerbegebiet existiert auch ein Einkaufscentrum (Crimmitschau Center, als Sondergebietsfläche Handel ausgewiesen) mit ca. 25 Dienstleistungs- und Handelsgeschäften. BildungIn der Stadt Crimmitschau gibt es 3 Grundschulen, 2 Mittelschulen, ein Gymnasium sowie eine Förderschule:
Darüber hinaus gibt es speziell für die astronomische Bildung die:
PersönlichkeitenEhrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt
weitere Persönlichkeiten
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