Daisendorf in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Meersburg
Koordinaten: 47° 43′ N, 9° 16′ O
Höhe: 497 m ü. NN
Fläche: 2,44 km²
Einwohner: 1511
Bevölkerungsdichte: 619 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88718 (alt: 7758)
Vorwahl: 07532
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ortsstraße 23
88718 Daisendorf
Webpräsenz: www.daisendorf.de
Bürgermeister: Helmut Keser (parteilos)

Daisendorf ist eine Gemeinde im Bodenseekreis in Baden-Württemberg.

Geografie

Daisendorf liegt im Bodensee-Hinterland in 480 bis 550 Meter Höhe, etwa 2 km nordwestlich von Meersburg und etwa ebensoweit südöstlich von Uhldingen-Mühlhofen.

Geschichte

Die erste bekannte Besiedelung der eiszeitlich geprägten Hochfläche fand im 8. Jahrhundert statt. 1222 wurde Daisendorf erstmals urkundlich erwähnt, als das Kloster Salem dort die Zehntrechte von den Herren von Vaz (Graubünden) erwarb. Die Herrschaftsrechte lagen allerdings von alters her beim Bischof von Konstanz. Dadurch entstand ein Konflikt, der erst 1285 durch einen von den örtlichen Geschworenen (jurati, quasi Vorgänger des heutigen Gemeinderates) vermittelten Vergleich beigelegt werden konnte.

Im 14. Jahrhundert brachten Missernten und die Pest wirtschaftliche Schwierigkeiten, die das Bistum Konstanz zwangen, Daisendorf an die freie Reichsstadt Überlingen abzutreten. Erst 1507 konnte der Bischof das Dorf zurückkaufen.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss wurde 1803 die Gemeinde selbstständig und fiel an Baden. Ab 1857 gehörte sie zum Bezirksamt Überlingen, ab 1939 zum Landkreis Überlingen, ehe dieser 1973 im Zuge der Kreisreform im Bodenseekreis aufging.

Religionen

Daisendorf gehörte ursprünglich zur Pfarrei Seefelden, die als eine der Urkirchen am Bodensee gilt. Durch Beschluss des Konstanzer Bischofs vom 26. Januar 1684 kommt es zur Pfarrei Meersburg.

Politik

Daisendorf hat sich mit der Stadt Meersburg und den Gemeinden Hagnau, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen.

Gemeinderat

Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • CDU - 47,1% (+1,4) - 5 Sitze (=)
  • FWV - 26,7% (-6,5) - 3 Sitze (=)
  • SPD - 26,2% (+5,1) - 2 Sitze (=)

Wappen

Das in zwei Felder gespaltene Wappen Daisendorfs zeigt links den halben Reichsadler von Überlingen und rechts das halbe Kreuz des Hochstiftes Konstanz. Es benennt damit zwei der historisch wichtigsten Herrschaften Daisendorfs.

Wirtschaft und Infrastruktur

Etwa ein Quadratkilometer des Gemeindegebiets wird bis heute landwirtschaftlich benutzt. Ansonsten ist vor allem der Tourismus als Wirtschaftsfaktor zu erwähnen.

Verkehr

Daisendorf ist über die Bundesstraße 31 an das überregionale Straßennetz angebunden.

Im Sommerhalbjahr bindet ein Pendelbus die Gemeinde an Meersburg und damit an die Buslinie 7395 (Friedrichshafen-Überlingen) an. Die Gemeinde ist mit einigen Buslinien u. a. mit Überlingen, Markdorf und Meersburg verbunden und befindet sich im Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kapelle St. Martin, 1508 geweiht, mit Fresken aus der Zeit der Renaissance

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Dorffest im Juli
  • Weinfest am dritten Augustwochenende



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Informationsportal über Daisendorf in Baden-Württemberg - 24.5.2012