Daun in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Daun
Koordinaten: 50° 12′ N, 6° 50′ O
Höhe: 410 m ü. NN
Fläche: 48,97 km²
Einwohner: 8522
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54550
Vorwahl: 06592
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 501
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Leopoldstraße 29
54550 Daun
Webpräsenz: www.stadt-daun.de
Bürgermeister: Wolfgang Jenssen (SPD)

Daun ist die Kreisstadt des Landkreises Vulkaneifel, südlich der Hohen Eifel am Flüsschen Lieser. Die Landschaft ist durch den vulkanischen Charakter geprägt. 2,5 km bis 3,5 km südöstlich von Dauner Stadtkern befinden sich die sogenannten Dauner Maare, drei unmittelbar aneinander liegende Maare die quasi nur durch ihre Tuffwälle getrennt sind. Die Stadt beherbergt das Eifel-Vulkanmuseum. Daun ist außerdem Kurort und hat Mineralquellen.

Geographie

Stadtgliederung

Die Kreisstadt Daun hat insgesamt 8514 Einwohner (Stand 31. Dezember 2005 - nur Hauptwohnsitz).

Neben der Kernstadt Daun (4264 Einwohner) gehören zum Stadtgebiet die ehemals selbständigen Ortschaften:

  • Boverath (564 Einwohner - selbständig bis 6. Juni 1969, Ortsvorsteher: Dieter Oster)
  • Gemünden (215 Einwohner - selbständig bis 31. März 1938, Ortsvorsteher: Heinz-Peter Jungen)
  • Neunkirchen (547 Einwohner - selbständig bis 6. Juni 1969, Ortsvorsteher: Alois Zender)
  • Pützborn (1129 Einwohner - selbständig bis 6. Juni 1969, Ortsvorsteher: Friedhelm Haep)
  • Rengen (438 Einwohner - selbständig bis 6. November 1970, Ortsvorsteher: Walter Müller)
  • Steinborn (410 Einwohner - selbständig bis 6. November 1970, Ortsvorsteher: Heinrich Zieverink)
  • Waldkönigen (699 Einwohner - selbständig bis 6. November 1970, Ortsvorsteher: Bernhard Kläs)
  • Weiersbach (251 Einwohner - selbständig bis 9. Juni 1979, Ortsvorsteher: Konrad Junk)

Geschichte

Erste Besiedelung des Gebietes gab es bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Damals hatten sich die Kelten auf dem befestigten Basaltberg in Daun angesiedelt. Auch die Römer nutzten diesen markanten Hügel des Liesertals als Wachstation, wie sich aus römischen Funden ableiten lässt. Der Ortsname dürfte sich vom keltisch-römischen Word Dunum für Zaun bzw. für eine befestigte Anhöhe, also eine Festung, ableiten.

Ende des 10. Jahrhunderts entstand hier eine Burganlage der freien Herren von Daun. 1075 wird Daun erstmals urkundlich durch einen Bürger Adalbero de Duna erwähnt.

Im Jahre 1163 stirbt das freie Dauner Herrengeschlecht aus. Ein Dienstmann dieses Geschlechtes, Richardus de Duna, übernahm den Namen seines früheren Herrn und auch das Wappen mit dem Dauner Gitter. 1337 wird Daun erstmals als Stadt erwähnt. Im Jahr 1346 folgt die Verleihung der Stadtrechte mit eigenem Marktrecht und Daun wird zugleich Standort eines Hochgerichts.

Im Jahr 1712 wird das Kurtrierische Amtshaus auf dem Burgberg durch den Trierer Kurfürst und Erzbischof Karl-Josef erbaut.

1817 wurde Daun Sitz des Kreises und Amtsbürgermeisterei und zugleich auch Landratssitz. Ab 1951 darf Daun sich wieder Stadt nennen.

Am 15. Mai 1895 wird Daun über die Eifelquerbahn ans Deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Am 1. Dezember 1909 wird eine weitere Strecke, die Maare-Moselbahn nach Wittlich, in Betrieb genommen. Alle Daun berührenden Bahnstrecken sind jedoch schon seit mehr als einem Jahrzehnt stillgelegt.

Seit Juli 2005 ist eine Teilstrecke der Eifelquerbahn reaktiviert und bietet im Sommer täglichen Touristenverkehr im 2-Stundentakt. Die Strecke der Maare-Moselbahn wurde bereits vor etwa 10 Jahren demontiert, auf der ehemaligen Bahntrasse verläuft inzwischen der Maare-Mosel-Radweg.

1965 wurde Daun Garnisonsstadt und beherbergt in der Heinrich-Hertz-Kaserne u.a. zwei Fernmeldeeinheiten und eine Fernmeldeaufklärungseinheit.

Städtepartnerschaften

  • Carisolo (Italien)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

  • Gemündener Maar
  • Weinfelder Maar
  • Schalkenmehrener Maar

Bauwerke

  • Ruine der Burg Daun
  • Eisenbahnviadukt
  • Kurtrierisches Amtshaus
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus

Museen

  • Vulkanmuseum

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Alle zwei Jahre findet in Daun das Krimi-Festival Tatort Eifel statt, zu dem namhafte Krimi-Autoren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum anreisen. Im Rahmen dieses Festivals wird auch der Deutsche Kurzkrimi-Preis verliehen.
  • Die St.-Laurentius-Kirmes beginnt jeweils am Samstag des 1. Augustwochenendes und dauert fünf Tage. Sie zählt zu den größten Volksfesten der Eifel.
  • VulkanBike Eifel-Marathon (ein Mountainbike-Marathon durch die Eifelberge, außerdem: VulkanBike trailpark, VulkanBike extreme und VulkanBike crosscountry
  • ADAC Eifel Rallye
  • Maare-Mosel-Lauf
  • Flugplatzfest Ende August
  • Frühlingsfest

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

  • TechniSat Digital GmbH
  • Dauner Sprudel

Medien

In Daun gibt es einen Offenen Kanal, eine Lokalredaktion des Trierischen Volksfreundes, eine Lokalredaktion der Eifelzeitung sowie des Wochenspiegels. Zudem befindet sich in Daun das Multiplexkino "Kinopalast Vulkaneifel".

Schulen

Allgemeinbildende:

  • Grundschule
  • Geschwister-Scholl-Gymnasium
  • Thomas-Morus-Gymnasium
  • Hauptschule
  • Leopold-von-Daun Realschule

Berufsbildende:

  • Berufsbildende Schule Gerolstein, Standort Daun
  • Krankenpflegeschule

Sonderschulen:

  • St. Laurentius-Förderzentrum

Sonstige Schulen

  • Musikschule

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Pascal Hens (* 26. März 1980 in Daun) ist ein deutscher Handballprofi beim HSV Hamburg. Er steht seit 2001 im Aufgebot der Deutschen Handballnationalmannschaft und wurde 2007 mit ihr Weltmeister.




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Informationsportal über Daun in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012