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Deggenhausertal ist eine Gemeinde im Bodensee-Hinterland, etwa 9 km nördlich von Markdorf und Salem. Sie gehört zum Gemeindeverwaltungsverband Markdorf. GeografieDas Gemeindegebiet erstreckt sich in hügeliger Landschaft auf Höhen zwischen 466 m und 833 m über Normalnull. 96% der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzt. GliederungDas Gemeindegebiet teilt sich auf in die sechs Teilorte
GeschichteDie verschiedenen Dörfer der heutigen Gemeinde Deggenhausertal gehörten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Landgrafschaft Heiligenberg, dem Domkapitel zu Konstanz und zum Kloster Salem. Mit der Säkularisation und Mediatisierung fielen sie an Baden. Entwicklung des GemeindegebietsDie heutigen Teilorte waren bis zur baden-württembergischen Kreisreform im Jahre 1972 selbständige Gemeinden. Die neue Gemeinde gehörte kurzfristig zum Landkreis Überlingen, bevor sie 1973 zum neuen Bodenseekreis kam. Eingemeindungen
ReligionenSechs römisch-katholische Kirchengemeinden zeugen von der katholischen Prägung der Gemeinde. Die evangelischen Gläubigen sind nach Markdorf eingepfarrt. OrtsteileDeggenhausenNach dem Aussterben der Herren von Deggenhausen verkauften deren Erben das Dorf an den Bischof von Konstanz, der es 1483 mit Obersiggingen an die Grafschaft Heiligenberg verpfändete und 1779 an die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg verkaufte. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss ging Deggenhausen 1806 zu Baden, das es zunächst 1813 dem Bezirksamt Meersburg zuordnete. Ab 1849 gehörte es zum Bezirksamt Pfullendorf und schließlich ab 1857 zum Bezirksamt Überlingen, welches 1938 im Landkreis Überlingen aufging. Seit 1952 gehört es zum neu gegründeten Land Baden-Württemberg. HombergHomberg wurde erstmals 1191 urkundlich erwähnt. Es gehörte seit jeher den Grafen von Heiligenberg. 1806 kam es zu Baden (weitere Entwicklung siehe Deggenhausen). RoggenbeurenRoggenbeuren wurde bereits 860 erstmals urkundlich erwähnt. Prähistorische Grabhügel weisen aber auf eine noch frühere Besiedlung hin. Seit dem 9. Jahrhundert gehörte es dem Kloster St. Gallen. Über den Ritter Konrad von Schmalegg kam Roggenbeuren 1280 an das Konstanzer Domkapitel. Nach der Säkularisierung kam der Ort 1803 zu Baden (weitere Entwicklung siehe Deggenhausen). UntersiggingenBereits 772 wurde Untersiggingen erstmals urkundlich erwähnt. Aber auch hier zeugen vorgeschichtliche Grabhügel von einen noch ältere Besiedlung. 1293 kaufte das Kloster Salem große Teile der Gemeinde. Über das Überlinger Spital kam der Ort an die Stadt Überlingen, die Untersiggingen 1779 an die Grafschaft Fürstenberg-Heiligenberg verpfändete. Mit deren übrigen Besitz gelangte es 1806 an Baden (weitere Entwicklung siehe Deggenhausen). UrnauUrnau wurde erstmals 1094 urkundlich erwähnt, als es an das Allerheiligenkloster in Schaffhausen verkauft wurde. Im 13. Jahrhundert kam es an die Ritter von Schmalegg, die es 1303 an das Kloster Salem veräußerten. Mit der Säkularisierung kam der gesamte Klostergrundbesitz und damit auch Urnau 1803 an Baden (weitere Entwicklung siehe Deggenhausen). WittenhofenWittenhofen wird erstmals 1134 urkundlich erwähnt. Die Herrschaft wurde durch die Grafen von Fürstenberg-Heiligenberg ausgeübt, bis es 1806 zu Baden kam (weitere Entwicklung siehe Deggenhausen). PolitikDeggenhausertal hat sich mit der Stadt Markdorf und den Gemeinden Bermatingen und Oberteuringen zu einem Gemeindeverwaltungsverband zusammengeschlossen. GemeinderatBei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
WappenDie Schere, das prägende Element des Ortswappens, geht auf die Herren von Deggenhausen zurück und war schon Bestandteil des Wappens von Deggenhausen. GemeindepartnerschaftSeit 1992 besteht eine Partnerschaft mit der hauptsächlich von Donauschwaben bewohnten Gemeinde Tschasartet in Ungarn. Wirtschaft und InfrastrukturDas Ortsbild ist bis heute stark landwirtschaftlich geprägt. Ansonsten profiliert sich die Gemeinde heute vor allem im Tourismus als Erholungsort und für "Ferien auf dem Bauernhof". Es wurden jedoch auch eine Reihe von Gewerbegebieten ausgewiesen, die heute einige mittelständische Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen berherbergen. VerkehrDeggenhausertal besitzt keinen Bahnanschluss. Die Gemeinde ist aber mit den Buslinien u.a. mit Markdorf und Überlingen verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an. Die Gemeinde liegt an den Landesstraßen L 204 und L 207 sowie der Kreisstraße K 7744. Buslinien verbinden die Teilorte untereinander und mit den Nachbarstädten und -gemeinden. BildungseinrichtungenDeggenhausertal verfügt über eine Grundschule und 2 Klassen Hauptschule (5. und 6.) im Ortsteil Wittenhofen sowie zwei kommunale und einen privaten (Waldorf-Vereins-) Kindergarten. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeAuf dem Gemeindegebiet gibt es sieben Kirchen und fünf Kapellen.
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