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Delbrück ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, und mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Paderborn. Sie ist Namensgeberin des Delbrücker Landes. GeografieGeografische LageDelbrück liegt im Osten der Westfälischen Bucht. Wichtigster Fluss ist die Lippe, die die drei südlichen Stadtteile Anreppen, Bentfeld und Boke durchfließt. NachbargemeindenIm Westen beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Delbrück die Stadt Rietberg und die Gemeinde Verl (Kreis Gütersloh), die Gemeinde Hövelhof sowie die Städte Paderborn und Salzkotten (Kreis Paderborn) und die Stadt Lippstadt (Kreis Soest, Regierungsbezirk Arnsberg). StadtgliederungNach § 3 der Hauptsatzung der Stadt Delbrück gliedert sich die Stadt in die 10 Stadtteile:
Diese Ortsteile sind untereinander durch Buslinien gut erreichbar. Lippling, Schöning und Steinhorst, die drei Ortsteile, aus denen sich die vormalige Gemeinde Westerloh zusammensetzte, gelten also als gleichberechtigte Stadtteile neben den anderen. GeschichteEine der ältesten Urkunden über Delbrück entstand 1219. Delbrück wurde 1410 eingeäschert, wegen eines Streites zwischen dem Fürstbischof von Paderborn und dem Erzbischof von Köln. 1604 plünderten spanische Söldner das Delbrücker Land und ermordeten einen großen Teil der Bevölkerung. Delbrück wurde 1802 am Ende der Herrschaft des Fürstbischofs von Paderborn preußisch. 1808 wurde das Delbrücker Land unter der Herrschaft Napoleons in sechs Kommunen aufgeteilt. Langsam erfolgten Ausbauten von Straßen, Eisenbahnlinien (z. B. Verbindung Wiedenbrück-Sennelager) und der Anschluss an das Elektrizitätswerk bis 1912. EingemeindungenZum 1. Januar 1975 werden nach § 23 des Sauerland/Paderborn-Gesetzes die früheren Gemeinden Delbrück, Hagen, Ostenland, Westenholz und Westerloh des ehemaligen Amtes Delbrück sowie die früheren Gemeinden Anreppen, Bentfeld und Boke des ehemaligen Amtes Salzkotten-Boke (Kreis Büren) zu der neuen Stadt Delbrück zusammengeschlossen. Einwohnerentwicklung
¹ Volkszählungsergebnis PolitikRat der Stadt DelbrückDer Rat der Stadt Delbrück hat gegenwärtig 38 Mitglieder, die sich aufgrund der Kommunalwahl von 2004 auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:
Die nächste Kommunalwahl findet 2009 statt. Bürgermeister
Wappen, Flagge und BannerWappenbeschreibungSilberner Schild im Göpelschnitt geteilt. Im Feld 1 ein blattloser Dornstrauch mit zehn roten Früchten, in Feld 2 ein schwarzer steigender Bracke mit roter Zunge, in Feld 3 ein schwarzes Kreuz. BedeutungDas Wappen setzt sich zusammen aus Elementen des Wappens der bisherigen Stadt Delbrück (Dornstrauch), der früheren Gemeinde Boke (Bracke) und des bisherigen Amtes Delbrück (Kreuz). Die zehn roten Früchte am Dornstrauch sollen die zehn Stadtteile der Stadt nach der kommunalen Neugliederung versinnbildlichen. Genehmigt durch den Regierungspräsidenten Detmold am 16. August 1977. Die bisherige Stadt Delbrück hatte 1939 das oben genannte Dornstrauchwappen erhalten, das in Gold einen schwarzen Dornstrauch mit acht roten Früchten zeigte. Dieser steht für die alte Gerichtsstätte „vor dem Hagedorn”. Zuvor hatte die bisherige Stadt Delbrück als Wappen in Gold ein durchgehenden schwarzes Kreuz. Das Kreuz ist gleichzeitig das alte Symbol für Delbrück, aber auch für das Hochstift Paderborn. Flagge und BannerDie Stadt Delbrück führt eine Flagge und ein Banner. Die Flagge ist in fünf gleichbreite Streifen geteilt. Die Farben sind rot/weiß/rot/weiß/rot mit dem Wappen der Stadt in der Mitte. Das Banner ist ebenfalls in fünf gleichbreite Streifen geteilt. Die Farben sind rot/weiß/rot/weiß/rot mit dem Wappen der Stadt zur Stange verschoben. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerke
MusikDie Stadthalle bitet ein reichhaltiges kulturelles Programm. Dort sind in der Vergangenheit unter anderm Stars wie Yvonne Catterfeld, Udo Jürgens, Rüdiger Hoffmann, Reinhard Mey, Dieter Nuhr, Kaya Yanar, Ingo Appelt, Mario Barth und Hape Kerkeling aufgetreten. ParksIm Delbrücker Ortsteil Schöning gibt es den einzigen Tierpark (Tierpark Nadermann) in der näheren Umgebung, so dass es ein häufig durchfahrenes Ausflugsziel der Region darstellt. SportDer erfolgreichste Sportverein der Stadt ist der Delbrücker SC, dessen Fußballabteilung seit der Saison 2005/2006 in der Fußball Oberliga Westfalen und somit in der vierthöchsten deutschen Spielklasse spielt. Er spielt im schmucken Stadion Laumeskamp, das mit einem Rasenplatz und einer überdachten Sitzplatztribüne ausgebaut ist. Bei Flutlichtspielen muss allerdings auf den benachbarten Hartplatz ausgewichen werden. Des Weiteren ist die DJK Graf Sporck Delbrück mit rund 1700 Mitgliedern der größte ortsansässige Sportverein. Delbrück wird oft 'das Radlerparadies von Ostwestfalen' genannt. Es gibt ein Hallenbad und zwei Dreichfachturnhallen. Regelmäßige Veranstaltungen (die drei K)Die Kreuzverehrung und die Kreuztracht am Karfreitag sind seit 1671, der Auffindung des Kreuzpartikels, ein wesentlicher Punkt des religiösen Lebens in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist. Den Kreuzpartikel hat Philipp von Hörde 1496 in den noch vorhandenen Korpus gegeben. Ein weiteres bekanntes Fest der Delbrücker ist der Katharinenmarkt am dritten Septemberwochenende. Dort gibt es über vier Tage (Freitag bis Montag) einen großen Bauernmarkt, zahlreiche Veranstaltungen im Festzelt und eine Kirmes, außerdem stellen sich die Betriebe auf der Wirtschaftsschau vor. Delbrück ist die Karnevalshochburg Ostwestfalens. Das traditionelle Kranzreiten am Rosenmontagmorgen, der Kinderumzug und der große Rosenmontagszug locken jährlich zehntausende Zuschauer in die Stadt. VereineIn Delbrück gibt es ein großes Vereinsleben, z. B. Musik-, Sport-, Schützen- und Karnevalsvereine. Wirtschaft und InfrastrukturFür Bildung ist in den Grundschulen, Hauptschulen, Realschule, Gymnasium und Sonderschule gesorgt. Hinzu kommen Abendkurse in der Volkshochschule. Ebenfalls sind hier viele Mittelständische Unternehmen angesiedelt. Literatur
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