Dickenschied in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg
Koordinaten: 49° 54′ N, 7° 25′ O
Höhe: 400 m ü. NN
Fläche: 5,86 km²
Einwohner: 759
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55483
Vorwahl: 06763
Kfz-Kennzeichen: SIM
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 028
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Raiffeisenstraße 14
55483 Dickenschied
Webpräsenz: www.dickenschied.de
Bürgermeister: Manfred Kuhn (parteilos)

Dickenschied ist eine Gemeinde im Hunsrück.

Geschichte

Die Umgebung von Dickenschied ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, wie Funde in den benachbarten Gemeinden Woppenroth und Gemünden zeigen. Die Ortschaft besteht spätestens seit etwa 1100, wahrscheinlich noch länger, da Orte, die in der Zeit des merowingischen Landausbaus (600-750 n.Chr.) gegründet wurden, meist auf -schied, -hausen, -rod oder -feld enden. Erste urkundliche Erwähnung 1186 in einer Bulle von Papst Urban III.


Die heutige katholische Kirche wurde 1844 als Simultankirche eingeweiht; in der evangelischen Kirche, Pfingsten 1914 begonnen, werden seit dem 22. Dezember 1918 Gottesdienste gefeiert. In Dickenschied wirkte von 1934 bis 1937 Paul Schneider als evangelischer Pfarrer, † 18. Juli 1939 im KZ Buchenwald. Von der heutigen Bevölkerung gehören 339 der evangelischen und 340 der katholischen Kirche an.

Wirtschaft

Die ehemals bestimmenden Wirtschaftsfaktoren Landwirtschaft und Schieferbergbau sind fast vollständig verschwunden. Drei (Vollerwerbs-)Landwirtschaftsbetriebe und sieben Dachdeckerunternehmen, teilweise mit einem Schwerpunkt auf Schiefereindeckungen, sind nur noch leise Nachklänge; insgesamt bestehen 35 Unternehmen in der Gemeinde.

Gemeindepartnerschaft

Seit dem 19. August 1993 besteht zwischen dem bei Eger gelegenen nordungarischen Felsõtárkány und Dickenschied eine Partnerschaft. Zustande kam sie, als infolge des Wirbelsturms „Wiebke”, der im Januar 1990 sehr große Schäden anrichtete, für Aufräumarbeiten in den Wäldern des Soonwaldes und Lützelsoons viele Arbeiter aus Schweden, Österreich und Ungarn geholt wurden und insbesondere Arbeiter aus Felsõtárkány in den Ferienwohnungen Dickenschieds ein Jahr lang Quartier fanden. Aus ersten privaten Kontakten entstand so eine Beziehung zwischen den Dörfern, die zur Gemeindepartnerschaft führte. Zwischen mehreren Vereinen bestehen Verbindungen. Dickenschied unterstützt in der Partnergemeinde einen Musikverein, zwei Kindergärten und eine Schule.

Nachbarorte

Hecken Kirchberg Womrath
Lindenschied Gemünden
Oberkirn und Hausen Rohrbach und Woppenroth Gehlweiler


Literatur

  • Grabe, Wolfgang; Piroth, Herbert: Dickenschieder Buch. Chronik einer Hunsrückgemeinde 1186-1986; Dickenschied: Ortsgemeinde Dickenschied, 1986
  • Rosenkranz, Albert: Das Evangelische Rheinland, Band 1; Schriftenreihe des Vereins für rheinische Kirchengeschichte, Bd. 3; Düsseldorf: Kirche in der Zeit, 1956; S. 535f;
  • Diether, Dieter: Die Gotteshäuser im Evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach; Kirchberg (Hunsrück): Kirchenkreis Simmern-Trarbach, 1998; S. 28f



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Informationsportal über Dickenschied in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012