Diespeck in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt a.d.Aisch - Bad Windsheim
Verwaltungsge-
meinschaft:
Diespeck
Koordinaten: 49° 36′ N, 10° 38′ O
Höhe: 301 m ü. NN
Fläche: 20,99 km²
Einwohner: 3669
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91456
Vorwahl: 09161
Kfz-Kennzeichen: NEA
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 118
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
91456 Diespeck
Webpräsenz: www.diespeck.de
Bürgermeister: Helmut Roch (Bürgerforum)

Diespeck ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Diespeck.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Tal der Aisch, im Naturraum des Steigerwaldes und der Frankenhöhe.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat 10 Ortsteile:

  • Diespeck
  • Bruckenmühle
  • Dettendorf
  • Ehe
  • Hanbach
  • Klobenmühle
  • Neumühle
  • Obersachsen
  • Stübach
  • Untersachsen

Geschichte

Eine der wichtigsten Altstraßen überquerte bei Diespeck die sumpfigen Niederungen des Aischtals. Mehrere dieser Hochstraßen durchzogen damals das Reich im Hochmittelalter. Die Talniederung wurde auf einem befestigten Knüppeldamm überwunden. Den Namen des Ortes könnte man daher mit dem althochdeutschen Wort "spahhi" (die Specke = Knüppelweg) erklären. Der Name Diespeck ist deutschlandweit Einmalig. Die erste urkundliche Erwähnung Diespecks stammt aus dem 12. Jahrhundert. In einer Urkunde aus dem Jahr 1170 sind die Herren von "Dihespecke" als Zeugen für neue Reichnisse des Klosters Zell erwähnt. Ein Schloß gab es auch in Diespeck, es wurde allerdings schon in den Markgrafen- und Bauernkriegen um 1500 niedergebrannt und nicht wieder aufgebaut. Der Taufstein der Pfarrei stammt aus dem 13. Jahrhundert, die Kirche selbst wurde 1465 erbaut und nach der Zerstörung 1752 wieder aufgebaut. Die Kirche war von einer spätmittelalterlichen Befestigungsanlage mit Wehrtürmen an den Ecken umgeben. 1633 gab es so gut wie keine Einwohner mehr in Diespeck, denn während des Dreißigjährigen Krieges wurde Diespeck mehrfach geplündert und niedergebrannt und die Bevölkerung durch Krankheiten und Pestilenz dezimiert. Ganze sieben Familien kehrten 1650 nach Diespeck zurück. 1773 blieben viele Salzburger Exilanten in Diespeck. Schon zuvor siedelten sich viele aus Nürnberg vertriebene Juden an. 1669 gab es hier bereits eine jüdische Schule. 1792 kam Diespeck mit der Markgrafenschaft Ansbach-Bayreuth zum Königreich Preußen, 1805 wurde es bayerisch. Lange Zeit danach setzte die Auswanderung nach Amerika ein, die durch die Naziherrschaft 1938 ihr Ende fand. Nur der jüdische Friedhof blieb übrig. Nach dem 2. Weltkrieg fanden viele Vertriebene, vor allem aus Schlesien und dem Graslitzer Raum, in Diespeck eine neues zu Hause.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder.

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • Bürgerforum 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Silber ein halber golden bewehrter roter Adler mit goldenen Kleestängel am Spalt, hinten in Grün ein silberner Taufstein.

Wappengeschichte: Der Adler mit den goldenen Kleestängeln ist das brandenburgische Wappenbild und erinnert an die einstige Landesherrschaft der Markgrafen von Brandenburg. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts sind die Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen in Diespeck belegt. Der Taufstein weist auf den spätromanischen Taufstein in der Pfarrkirche hin sowie auf den Kirchenpatron Johannes den Täufer.

Städtepartnerschaften

Seit 1994 ist Eymoutiers in Frankreich Partnerstadt von Diespeck.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Diespeck liegt im Tarifgebiet des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg).




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Informationsportal über Diespeck in Bayern - 24.5.2012