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Dittelbrunn ist eine Großgemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Sie besteht aus den vier Ortsteilen Dittelbrunn, Hambach, Holzhausen und Pfändhausen. Im Süden grenzen direkt die Stadtteile Haardt und Eselshöhe der Stadt Schweinfurt an. Im Osten liegt das Gemeindegebiet Üchtelhausen mit der Gemarkung Zell und Weipoltshausen, im Westen die Gemeindegebiete Niederwerrn und Poppenhausen mit der Gemarkung Maibach und Pfersdorf, im Norden die Landkreisgrenze zum Landkreis Bad Kissingen mit der Gemeinde Rannungen. VerkehrsanbindungDie Gemeindeteile Dittelbrunn, Hambach und Pfändhausen liegen an der Kreisstraße SW 8, der Gemeindeteil Holzhausen an der SW 19. Die Autobahn Schweinfurt - Erfurt (A 71) ist über die B 286 (Anschluss 29 Poppenhausen/Dittelbrunn), Autobahn Würzburg - Fulda (A 7) und Schweinfurt - Bamberg (A 70) über die B 26a (Anschluss Werneck), die Autobahn Würzburg-Nürnberg (A 3) über die B 286 ab Schweinfurt zu erreichen. Die Ortsteile Dittelbrunn und Hambach sind über die Stadtbuslinie Dittelbrunn-Hambach der Stadtwerke Schweinfurt gut angebunden. Die Ortsteile Pfändhausen und Holzhausen sind über die OVF Omnibus-Verkehr-Franken angebunden. Der nächste Bahnhof befindet sich in Schweinfurt. GeschichteVorgeschichteDer Schweinfurter Raum mit seinen fruchtbaren Anbaugebieten ist reich an vor- und frühgeschichtlichen Zeugnissen. Sie finden sich vor allem auf den Dittelbrunner und Hambacher Markungen. Spärlicher werden die Fundmeldungen im nördlichen Gemeindegebiet. Die schlechteren Böden und die Wasserarmut dürften der Grund sein. Ist ein mittelsteinzeitlicher Fund (ca. 10 000 v. Chr.) in Dittelbrunn belegt, so kann ein ähnlicher in Hambach nicht mit letzter Sicherheit bestätigt werden. Jungsteinzeitliche Funde und Siedlungsplätze (etwa 4000 v. Chr.) sind in Dittelbrunn und Hambach mehrfach nachgewiesen, ebenso in Pfändhausen. In Hambach ist die Urnenfelderkultur (ca. 1200 v. Chr.) und die Hallstattzeit (700 bis 400 v. Chr.) in der Waldabteilung Holzspitze mit mehreren Hügelgräbern vertreten. Bei einer Notgrabung 1962 wurden mehrere Urnen und Bronzetoilettbestecke geborgen. Die La-Tène-Zeit (ca. 450 v. Chr.) ist in der Hambacher Flurabteilung Hamberg bei einer Grabung des Landesamtes für Denkmalpflege 1976 nachgewiesen worden. FrühgeschichteDie naturgegebene Verbreiterung des Mains in zwei Arme im Gebiet von Schweinfurt brachte seit ältesten Zeiten ein seichtes, flaches Wasser. Diese Tatsache war den Menschen der Frühzeit bekannt und sie nutzten diese als Furt. Demzufolge ist auch zum Beispiel in einem alten Rompilgerwegverzeichnis aus dem 13. Jahrhundert uns überliefert, dass von „Murestadt” (Münnerstadt) kommend eine „alte Straße” durch das Tal nach Rannungen, vorbei an den „Achtäckern” auf Pfändhäuser Flur, über den Holzhäuser Wachtelsberg, westlich des Hamberges die Gemarkungsgrenze Hambach/Maibach bildend, Richtung Kreuzer verlief. Diese „alte” Straße, einst überregional als Nord-Süd-Verbindung sehr bedeutsam, hat mit der Fertigstellung der neuen Chaussee Würzburg–Meiningen 1796 ihre Funktion ein-gebüßt und ist in der Folge durch Auflassung und Flurbereinigungen heute nur noch an wenigen Stellen ursprünglich nachweisbar. Das Gemeindegebiet Dittelbrunn dürfte im 8. Jahrhundert endgültig besiedelt worden sein. Sind auch die ersten Namensnennungen der vier Ortsteile jüngeren Datums, so beweisen doch die Nachbarsiedlungen– Schweinfurt und Maibach 791 erstmals erwähnt, Pfersdorf 763, Rannungen 772, Jeussing 791, Zell 823 –, dass die oben ausgesprochene Vermutung realistisch ist. Entstehung der GroßgemeindeDie Großgemeinde entstand im Jahr 1978 bei der Gebietsreform. Die ehemals selbstständigen Gemeindeteile wurden teils gegen heftigen Widerstand zusammengelegt. Die neue Großgemeinde wurde nach dem größten Gemeindeteil Dittelbrunn benannt. Kurioserweise wurde das neu benötigte Rathaus und später auch der gemeindliche Bauhof in die geographische Mitte nach Hambach gebaut. GemeindewappenIm Juli 1965 wurde der ehemals selbständigen Gemeinde Hambach das Führen eines Wappens durch das Bayerische Staatsministerium erlaubt. Der Entwurf des Wappens stammte von Edgar Schulz. Nach der Gebietsreform 1978 wurde das Hambacher Wappen von der Großgemeinde Dittelbrunn Mitte der 80er Jahre für alle Ortsteile übernommen. Beschreibung: Schild gespalten; vorne in Gold auf halbem grünem Dreiberg der vordere Teil einer schwarzen Henne am Spalt, hinten in Rot eine silberne Gerstenähre. Durch die Farben Silber und Rot in der hinteren Schildhälfte wird an die einst engen Beziehungen der Gemeinde zum Hochstift Würzburg erinnert. Das 509 geminderte Henneberger Wappen symbolisiert die früheren Herrschaftsverhältnisse. Die Gerstenähre weist auf den seit etwa 1900 intensivierten Anbau von Qualitätsgerste für Brauereien hin. GemeindegliederungDittelbrunnGrößter und südlichster Ortsteil mit 3.742 Einwohnern. Erste urkundliche Erwähnung 1282 als Tytelbrvnn. Mundartlicher Name "Dittlbrünn". HambachZweitgrößter in der geographischen Mitte liegender Ortsteil mit 2.676 Einwohnern. Erste urkundliche Erwähnung 1264 als Hagenbuch. Mundartlicher Name "Hamich". PfändhausenNördlichster Ortsteil mit 616 Einwohnern. Erste urkundliche Erwähnung 1307 als Pfentenhusen. Mundartlicher Name "Milichhoaf". HolzhausenKleinster Ortsteil mit 410 Einwohnern. Erste urkundliche Erwähnung 1137 als Holzhusun. Mundartlicher Name "Holzhausn". Kultur und SehenswürdigkeitenSehenswürdigkeitenRathaus in Hambach, erbaut 1983, Nach der Gebietsreform 1978, bei dem die vormals eigenständigen Gemeinden Hambach, Dittelbrunn, Holzhausen und Pfändhausen mit einiger Gegenwehr zu einer Groß-Gemeinde zusammengelegt wurden, war ein Neubau eines Rathauses nötig. Dieser zweckmäßige Neubau (Architekt: Jürgen Michal) wurde wegen der besseren Erreichbarkeit in die geografische Gemeindemitte nach Hambach gelegt. Um die Größe des Gebäudes optisch zu verkleinern wurde es mit drei Satteldächern ausgestattet. Außerdem sind in der Fassade Fachwerkstücke enthalten die das Gebäude durch diesen typisch fränkischen Baustil besser in die Umgegend einpassen. Die malerische Lage direkt am Wald mit der naheliegenden Mariengrotte ist einmalig schön. Jährlich am 1. Advent findet auf dem Platz rund um das Rathaus der Weihnachtsmarkt statt. St. Rochuskirche der katholischen Pfarrei St. Rochus in Dittelbrunn Marienkirche der katholischen Pfarrei Mariä Geburt in Hambach Mariengrotte in Hambach Katholische Filialkirche Heilig Kreuz in Pfändhausen ehem. Barockkirche in Pfändhausen (jetzt Leichenhalle und Veranstaltungsort des jährlichen Erntedankkonzerts) Katholische Kuratiekirche St. Kilian in Holzhausen Haus der Bäuerin, Dorfgemeinschaftshaus, erichtet 1956 als Pilotprojekt des Landes Bayern, gleichzeitig Versammlungs-, Vereins-, und Feuerwehrhaus Museen, Sammlungen, AusstellungenRadrennsportmuseum im Rathaus in Hambach ständig wechselnde Sammlungen im Rathausfoyer Sammlung Paul Warmuth Mundartdichter und Komponist TheaterIn Hambach und Pfändhausen existieren Theatervereine, die jährliche Aufführungen einstudieren. FaschingIn Hambach, Dittelbrunn und Holzhausen finden Faschingssitzungen statt. HCV (1. Hambacher Carnevals Verein) Marienbachelf Dittelbrunn HoFaGa (Holzhäuser Faschings Gaudi) Bildung und Erziehung3 Kindergärten (Dittelbrunn, Hambach, Pfändhausen) Volksschule Dittelbrunn (Haupt- und Grundschule in Dittelbrunn, Grundschule in Hambach) Musikschule Hambach, die älteste Musikschule Bayerns als kommunale Einrichtung Volkshochschule Dittelbrunn Katholische öffentliche Büchereien in Dittelbrunn und Hambach Gesundheitswesen und SicherheitEs befinden sich in der Großgemeinde 2 Allgemeinärzte, 2 Zahnärzte, 2 Praxen für Krankengymnastik/Physiotherapie und 2 Apotheken. Die Gemeinde Dittelbrunn unterhält in allen 4 Gemeindeteilen eine Freiwillige Feuerwehr. Die Feuerwehren sind über das Gemeindegebiet hinaus für Teile der B 286, A 71 und benachbarte Gemeindeteile zuständig. Energie und UmweltDie Gemeinde Dittelbrunn betreibt 5 Photovoltaikkraftwerke. Diese sind auf Dächern von gemeindeeigenen Gebäuden installiert. (Schule Dittelbrunn, Kindergarten Pfändhausen 40 kWp, Kindergarten Dittelbrunn, Mehrzweckhalle Marienbachzentrum 50,6 kWp, Gemeinschaftshaus "Haus der Bäuerin" Holzhausen, insgesamt über 120 kWp) Beim derzeitigen Neubau der Grundschule Dittelbrunn wird für die Energieerzeugung des ganzen Schulkompexes (Grundschule, Hauptschule, Hallenbad, Turnhalle) ein Biomasseheizwerk (Holzhackschnitzel) errichtet. Die Gemeinde Dittelbrunn betreibt für die Energieerzeugung (Strom und Wärme) in mehreren gemeindeeigenen Gebäuden Blockheizkraftwerke. Im nördlichsten Gemeindebereich zwischen Pfändhausen und Rannungen erzeugt eine 150m hohe Windenergieanlage Vestas V90 der Wotan AG mit 2,0 MW Leistung Strom. Sport und FreizeitDer hohe Anteil von 32% Wald in der Gemeinde Dittelbrunn wird als Naherholungsgebiet genutzt. Sportanlagen und HallenGemeindliche öffentliche Sportanlagen in Dittelbrunn und Hambach. In Pfändhausen und Holzhausen jeweils ein gemeindlicher Bolzplatz. Sportplatz TSV Pfändhausen in Pfändhausen Gemeindliche Dreifachturnhalle Marienbachzentrum in Dittelbrunn Schulturnhalle in Dittelbrunn und Hambach Gemeindliches Schwimmbad mit Sauna in Dittelbrunn Tennisanlage in Dittelbrunn Tennishalle in Hambach SportvereineSG Dittelbrunn, Spvgg Hambach, TSV Pfändhausen Die SG Dittelbrunn und Spvgg Hambach erringen seit vielen Jahren in der Sportart Korbball Erfolge als Bayerische und Deutsche Meister. Der TSV Pfändhausen ist besonders in der Sportart Handball aktiv. Persönlichkeiten1904, 18. April - Ludwig Geyer † 31. Januar 1992, dt. Radrennfahrer 1911, 26. November - Paul Warmuth † 17. Oktober 1981, fränkischer Mundartdichter und Komponist 1953, 6. Juni - Alexander Stefi, dt. Theaterschauspieler Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. 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