Dittelsheim-Heßloch in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Alzey-Worms
Verbandsgemeinde: Westhofen
Koordinaten: 49° 45′ N, 8° 14′ O
Höhe: 170 m ü. NN
Fläche: 13,84 km²
Einwohner: 2172
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67596
Vorwahl: 06244
Kfz-Kennzeichen: AZ
Gemeindeschlüssel: 07 3 31 015
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Wormser Straße 23
67593 Westhofen
Webpräsenz: www.dittelsheim-hessloch.de
Ortsbürgermeister: Rainer Fuhrmann (CDU)

Dittelsheim-Heßloch ist ein rheinhessisches Weindorf, das im Wonnegau im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz (Deutschland) liegt und zur Verbandsgemeinde Westhofen gehört .

Geschichte

Werner II. von Bolanden erhielt um 1190 den Ort Dittelsheim zu Lehen von den Grafen von Katzenelnbogen. Die Kurpfalz erwarb nach und nach die raugräflichen, altbolandischen Anteile und diejenigen der von Wachenheim und von Dalberg (15. - Anfang 17. Jh). Während des Mittelalters waren die Herren von Dalberg Vogteiherren.

Politik

Ergebnis der Wahl zum Gemeinderat am 13. Juni 2004:

Liste Sitze
CDU 7 (+2)
WGR 5 (+1)
SPD 4 (–3)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Sarazenenturm: Turm der ev. Kirche im Ortsteil Dittelsheim, um 1200 entstanden, im Volksmund "Heidenturm" genannt. Die Kirche selbst wurde 1729 abgebrochen und durch einen Barockbau ersetzt, nur die Vorhalle und der Turm blieben erhalten. Maurische Stileinflüsse sind bei diesem romanischen Turm mitbestimmend; er wird oft gezeichnet, als besonders bemerkenswert und als der schönste seiner Art in Rheinhessen bezeichnet. Der Turmhelm mit dem 16fach gefächerten Kuppeldach weise auf Beziehungen der hohenstaufischen Rheinlande zum Osten hin. Der Name "Heidenturm" (Sarazehnenturm) nimmt Bezug auf Kreuzfahrer, die ihn angeblich erbaut haben.

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinanbau

Größte Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang unter allen
rheinland-pfälzischen
Weinbaugemeinden
nach Rebfläche
Bestockte
Rebfläche
Rebsorten
Weißwein Rotwein
ha %
Rheinhessen   26228 67,4 32,6
Worms 3 1490 59,6 40,4
Nierstein 6 783 75,6 24,4
Alzey 8 769 69,0 30,1
Westhofen 9 764 68,7 31,3
Alsheim 10 704 69,3 30,7
Bechtheim 11 654 70,2 29,8
Ingelheim am Rhein 12 641 45,1 54,9
Flörsheim-Dalsheim 13 635 65,0 35,0
Bingen am Rhein 15 590 72,6 27,4
Saulheim 16 508 72,2 27,8
Osthofen 20 464 67,8 22,2
Guntersblum 21 461 71,8 28,2
Dittelsheim-Heßloch 23 446 68,6 31,4
Stadecken-Elsheim 24 433 69,2 30,8

Weinbau hat hier eine lange Tradition. Er ist heute noch der stärkste Wirtschaftsfaktor der Region. Dittelsheim und Heßloch umfassen etwa 1.350 ha Fläche. Davon sind 446 ha mit Weinreben bewachsen. Die Weinlagen verteilen sich weit über die ausgedehnten Gemarkungen.

Ungewöhnlich große Höhenunterschiede, verschiedene kleinklimatische Bedingungen und sehr differenzierte Bodenbeschaffenheiten, die von schweren, lehmhaltigen Böden bis hin zu leichten Sandböden reichen, sind ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Die Vielfalt der Standortbebedingungen findet sich in den Erzeugnissen der Winzer wieder. Es gedeihen die verschiedensten Rebsorten, die an den verschiedenen Standorten die Erzeugung einer ungewöhnlich breiten Palette von Weinen begünstigen.

Verkehr

  • ehemalige Bahnstrecke Osthofen–Gau Odernheim

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Jakob Becker (* 15. März 1810 in Dittelsheim; † 22. Dezember 1872 in Frankfurt am Main) Maler, Radierer und Lithograph sowie Kunstprofessor am Städelschen Kunstinstitut
  • Anton Praetorius war von 1592 bis 1596 der erste reformierte Pfarrer in Dittelsheim. Er verfasste 1595 die älteste Beschreibung des 1. Großen Fasses im Heidelberger Schloss. Darin pries er das Fass als Symbol für die Überlegenheit des calvinistischen Glaubens. Später wurde er als ein engagierter Gegner der Hexenprozesse und Folter bekannt.



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Informationsportal über Dittelsheim-Heßloch in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012