Dötlingen in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Oldenburg
Koordinaten: 52° 56′ N, 8° 23′ O
Höhe: 22 m ü. NN
Fläche: 101,84 km²
Einwohner: 6070
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27801
Vorwahlen: 04433, 04432
Kfz-Kennzeichen: OL
Gemeindeschlüssel: 03 4 58 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 26
27801 Dötlingen
Webpräsenz: www.doetlingen.de
Bürgermeister: Heino Pauka (parteilos)

Dötlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen.

Geographie

Die Gemeinde Dötlingen liegt im Landkreis Oldenburg (Niedersachsen) und somit auch im Gebiet des Naturparkes Wildeshauser Geest. Durch die Gemeinde fließt die Hunte. Die Gemeinde ist 10.183 ha. groß, davon 2.059 ha Waldfläche, 6.769 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 120 ha Wasserfläche, 54 ha Ödländereien, 636 ha Betriebs- und Gebäudefläche, 473 ha Straße- und Wegeflächen, 57 ha Erholungsflächen, 15 ha sonstige Flächen. Größere Orte innerhalb der Gemeinde sind Aschenstedt, Brettorf, Dötlingen, Neerstedt und Ostrittrum.

Verkehrlich ist die Gemeinde Dötlingen über die Bundesautobahn A 1, Anschlussstelle Wildeshausen-Nord, die Bundesstraße 213 und über die Bahnlinie Delmenhorst–Osnabrück (Bahnhof Brettorf) jederzeit gut erreichbar. Des Weiteren besteht eine gute Busverbindung zwischen Oldenburg und Wildeshausen, stündlich fährt der Huntesprinter durch die Gemeinde Dötlingen.

Geschichte

In der Quadratmeile der Prähistorie befindet sich die Gemeinde Dötlingen. Großsteingräber der Jungsteinzeit (etwa 4.000 – 1.800 v. Chr.) sind Zeugen einer frühen Besiedlung dieses Gebietes. Sie wurden erbaut, als aus nomadisierenden Jägern und Sammlern der Altseinzeit, die noch Gletscher der Eiszeit kennen gelernt hatten, sesshafte Bauern geworden waren.

Ein Ort namens Thutelingen findet in den Geschichtsbüchern erstmals im Jahre 1203 Erwähnung. Damit gehört Dötlingen – wie es später genannt wurde – zu den ältesten Orten im Oldenburger Land. Die Gemeinde ist in ihrer wechselvollen Geschichte den verschiedensten Einflussnahmen von Staat und Kirche ausgesetzt gewesen. In ihrer jetzigen Form existiert sie seit 1933 und umfasst 13 Bauernschaften.

Politik

Gemeinderat

18 Mitglieder
davon 6 SPD, 8 CDU, 4 FDP, 1 Bürgermeister

Bürgermeister

Heino Pauka (parteilos)

Sehenswürdigkeiten

In Dötlingen erwartet den Besucher ein idyllischer Dorfkern mit historischen, reetgedeckten Fachwerkhäusern, eine mittelalterliche Feldsteinkirche (St. Firminuskirche), der Tabkenhof (größtes Fachhallenhaus Nordwestdeutschlands) sowie die 1.000-jährige halbtote und vom Blitz getroffene Dorfeiche.

Vom in den Osenbergen gelegenen Gierenberg (23 m. ü. NN.) hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Tal der Hunte. In der Ortschaft Ostrittrum findet der Besucher eine Wassermühle aus dem 15. Jahrhundert, historische Bauernhöfe und das Naturdenkmal „Rittrumer Berge”. Zu Fuß oder mit dem Rad erkundet man Dötlingens kostbarsten Schatz: Natur und Landschaft, Flora und Fauna an und auf der Hunte, im Wald, im Moor und auf der Heide.

Künstlerkolonie

Seit 1900 - und noch heute - inspirieren Menschen, Tiere und Landschaft rund um Dötlingen zu künstlerischen Schaffen. Einige Künstler erreichten internationalen Bekanntheitsgradt. So reiht sich Dötlingen in die Palette der norddeutschen Künstlerdörfer ein und wird oftmals auch als Künstlerkolonie bezeichnet. Künstler wie Georg Bernhard Müller vom Siel, August Kaufhold, Karl Dehmann, Otto Pankok und Marie Stumpe waren in Dötlingen tätig und teilweise auch wohnhaft.

Um Kultur, kulturelle Einrichtungen und dorftypische Gebäude in der Gemeinde Dötlingen zu erhalten, wurde im Jahr 1999 die Dötlingen Stiftung gegründet. Sie hat sich die Förderung des Landschafts- und Naturschutzes sowie der denkmalgeschützten Gebäude zum Ziel gesetzt. Heuerhaus - Kulturelle Begegnungsstätte der Dötlingen Stiftung

Wirtschaft

Die Firma Exxon Mobil Production Deutschland GmbH betreibt einen der größten Erdgasuntergrundspeicher in Europa, welcher mehr als zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas aufnehmen kann. Diese Menge entspricht dem Jahresverbrauch von etwa einer Million Haushalten.

Die Wirtschaft der Gemeinde stellt sich als eine gesunde Mischung kleinerer und mittlerer Betriebe vor allem aus Handel, Handwerk und Dienstleistung dar. Seit einigen Jahren gibt es in Dötlingen mehrere moderne Deko-Shops.
Zusammen stellen all diese leistungsfähigen Betriebe rund 85 % der Arbeitsplätze in der Gemeinde und sichern gleichzeitig die Grundversorgung der Bevölkerung. Weitere 15 % der Arbeitsplätze sind in den mehr als 150 landwirtschaftlichen Betrieben zu finden. Die Landwirtschaft hat somit in der Gemeinde trotz Strukturwandels noch einen vergleichsweise hohen Stellenwert.

Die Gemeinde Dötlingen ist schuldenfrei.

Die Infrastruktur wird im wesentlichen geprägt durch ein sehr gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz mit genau einer Ampel in der gesamten Gemeinde. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband und die Energieversorgung Weser-Ems versorgen die Gemeinde mit Wasser, Strom und Gas. In fast allen Ortsteilen betreibt die Gemeinde eine Schmutzwasser-Kanalisation. Die Klärung der häuslichen Abwässer übernimmt die Kläranlage der Stadt Wildeshausen.

Persönlichkeiten

  • Albrecht Wilhelm Roth (* 1757 in Dötlingen; † 1834 in Vegesack) war ein deutscher Arzt und Botaniker. Nach ihm ist die Pflanzengattung Rothia benannt.

Literatur

  • Neues Dötlinger Dorfbuch von Heinrich Poppe und Horst Wichmann
  • Zur Frühgeschichte der Gemeinde Dötlingen von Horst Wichmann
  • Zeittafel für das Dorf Dötlingen von den Anfängen bis 2003 von Horst Wichmann
  • Wie die Zeit vergeht - 1203 Thutelinge - 2003 Dötlingen von Horst Wichmann (Red.)



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Dötlingen in Niedersachsen - 24.5.2012