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Dorfen ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Erding. GeografieGeografische LageDorfen liegt ca. 50 km nordöstlich von München, je 30 km von Landshut, Vilsbiburg, Mühldorf am Inn und Wasserburg am Inn sowie 55 km von Rosenheim entfernt, an der Isen. Zu Dorfen gehören seit 1978 die ehemaligen Gemeinden Tegernbach (Grüntegernbach und Wasentegernbach) und Zeilhofen. Ortsteile:Eibach, Esterndorf, Grüntegernbach, Hausmehring, Oberdorfen, Schiltern, Schwindkirchen, Wasentegernbach, Watzling und Zeilhofen. Nachbargemeinden
GeschichteVermutlich als "Turum" in spätanktiken Schriftzeugnissen erwähnt, Ort an der von Regensburg nach Süden verlaufenden Römerstraße
Wappen und FahneDas Wappen der Stadt Dorfen ist historisch und geht auf Siegel aus dem 14. Jahrhundert zurück: „In Blau drei, zwei zu eins gestellte silberne Häuschen mit goldenen Dächern.” Im zweiten Drittel des 14. Jahrhunderts entstanden, wohl in Auswirkung der Privilegien von 1331, ein größeres und ein kleines Siegel, von denen Abdrucke seit 1374 bzw. 1394 überliefert sind. Wie auch in allen folgenden Siegeln zeigen sie im Schild drei Häuschen als heraldisches Symbol für den Begriff „Dorf”. Trotz der Einfachheit des Bildes blieb die Farbgebung bis heute zweifelhaft: Im 16. Jahrhundert wurde für Häuschen und Schild Silber, für die Dächer Rot angegeben. Blau für den Schild ist dagegen im Schrifttum seit 1812 und auch in der Bürgermeistermedaille um 1820 bezeugt. Die obige Tingierung stammt von Hupp. Die Farben Blau und Rot in der Gemeindeflagge dürften auf die Wappenabbildungen aus dem 19. Jahrhundert zurückgehen. Der 1270 als herzoglicher Markt genannte Ort wurde 1954 zur Stadt erhoben. Das Wappenbild von Dorfen ist bereits in der großen Wappensammlung von Philipp Apian (1558/1589) und auf dem großen Wappenblatt, das der Hofmaler Hans Mielich (1516–1573) den Bußpsalmen des Orlando di Lasso 1565 voranstellte, enthalten. Neben dem Wappen führt die Stadt eine Fahne mit den Farben Blau-Rot. Rudolf Kirmeyers Gedicht "'s Dorfner Wappen": Drei Häusl kenn i -net zwoa und net vier - Dö hab i so gern - und do g'hört koans mir. Wia kunnt'n s'mir g'hörn! - San längst scho verfall'n - San bloß mehr als Buidl - Aufs Wappen naufg'maln. Und do' hab is gern- Bin a g'spaßiger Kund -Und wenn's mi a auslachst - I' hab scho mein Grund. A Has, der kriegt Haserl - A Vogerl legt Oar - Und a Frosch in der Lacka - Legt merh als wia zwoa. So ham dö drei Häusl - A Junge geborn - Und aus dem kloan Nest - Is mei Hoamatl word'n. Schön Dank, ös drei Häuserl - Schön Dank für dö Müah! - Denn oans von dö Junga, - a ganz kloans g'hört mir. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDorfen liegt an der Bundesstraße 15 zwischen Landshut und Rosenheim. Die Bahnlinie Bahnstrecke München-Mühldorf führt über Dorfen. Am Bahnhof Dorfen beginnt der Vilstalradweg, der über Taufkirchen bis Velden auf einer ehemaligen Lokalbahnstrecke verläuft. Kultur und Sehenswürdigkeiten
PersönlichkeitenDer Schriftsteller Josef Martin Bauer (1901 – 1970) wirkte in Dorfen, wo er auch starb. 1972 starb hier der Scharfrichter Johann Reichart, welcher von 1924 bis 1945 über dreitausend Hinrichtungen in Deutschland durchführte, darunter auch die von Hans und Sophie Scholl. Söhne und Töchter der Stadt
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