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Dorfprozelten ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg und eine der ältesten Siedlungen am Untermain. GeografieDorfprozelten liegt in der Region Bayerischer Untermain. Es existiert nur die Gemarkung Dorfprozelten. GeschichteUrkundlich wurde Dorfprozelten im Jahre 1009 erstmals unter dem Namen Brotselden bzw. Bradselden erwähnt. Über die Namensherkunft gibt es verschiedene Angaben. Der Ort im Erzstift Mainz wurde laut Reichsdeputationshauptschluss 1803 ein Teil des neugebildeten Fürstentums Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg, mit welchem (nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) es 1814 schließlich an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Der Ort beherbergte bis in die 70er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts eine große Sandsteinindustrie. Dorfprozeltener Steinhauer waren unter anderem am Bau des Winterpalais in St. Petersburg, dem Mainzer Dom, dem Reichstag in Berlin und vielen anderen bedeutenden Bauwerken beteiligt. Der Abbau des Sandsteins förderte auch die Schifffahrt, welche Dorfprozelten für einige Zeit zum größten Binnenschifferdorf Deutschlands werden ließ. Heute beherbergt Dorfprozelten verschiedene Industriezweige. Unter anderem siedelte sich ein großer Automobilzulieferer an. An den Hängen des Mains wird mit dem „Dorfprozeltener Predigtstuhl” auch ein hervorragender Frankenwein angebaut. EinwohnerentwicklungAuf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.627, 1987 dann 1.741 und im Jahr 2000 1.972 Einwohner gezählt. PolitikBürgermeister ist Karl Heinz Glock (SPD). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 987 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 123 T€. Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaft sowie Land- und ForstwirtschaftEs gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 192 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtigen Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 54 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 717. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 fünf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 17 ha. BildungIm Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
Literatur
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