Dorum in Niedersachsen


Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Samtgemeinde: Land Wursten
Koordinaten: 53° 40′ N, 8° 31′ O
Höhe: 2 m ü. NN
Fläche: 24,32 km²
Einwohner: 3595
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27632
Vorwahlen: 04742 oder 04741
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 012
Gemeindegliederung: Dorum - Ort, Dorum-Neufeld
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Westerbüttel 13
27632 Dorum
Webpräsenz: www.dorum.de
Bürgermeister: Klaus Seier (CDU)

Dorum ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Land Wursten im Landkreis Cuxhaven.

Geschichte

Das Gebiet von Dorum wie das ganze Land Wursten wurden seit dem 8. Jahrhundert von Friesen besiedelt, nachdem die Sachsen das Gebiet verlassen hatten.

Politik

Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl 2006 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 8 Ratsmitglieder
  • SPD: 6 Ratsmitglieder
  • FDP: 1 Ratsmitglied

Bürgermeister ist Klaus Seier von der CDU.

Wappen

Gespalten, vorn in Silber ein halber schwarzer, rotbewehrter Adler am Spalt, hinten in Gold der heilige Urban (schwarz) über grünem, mit einem silbernen Kleeblatt belegten Schildfuß.Der halbe Adler, der sich in vielen friesischen Wappen findet, weist auf die Bedeutung Dorums als Hauptort des friesischen Landes Wursten hin. Der heilige Urban ist der Patron der Dorumer Kirche und das Kleeblatt ist ein Sinnbild der Landwirtschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirchen

Die dem heiligen Urban geweihte St.-Urbanus-Kirche gehört mit den Gotteshäusern in Wremen und Imsum zu den Hauptkirchen des Landes Wursten. Erbaut wurde sie um 1200. In der Größe und Ausstattung der Kirche spiegelt sich der damalige Wohlstand der Wurster Schiffer und Bauern wider. Neben dem Taufstein aus dem 12. Jahrhundert zählt das romanische Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert zum ältesten Kircheninventar im Lande. Ein weiteres Kruzifix ist aus dem 15. Jahrhundert. Außerdem berühmt ist der Sakramentsbaum.

Hafen

Dorum besitzt einen malerischen kleinen Hafen (Sielhafen). Er wird von Krabbenkuttern angelaufen. Direkt neben dem Hafenbecken befindet sich ein betoniertes Plateau, auf welchem ab und zu Fischbröchtenbuden und Karussells aufgebaut sind. Am Deich hinter dem Hafen steht ein Denkmal zum Gedenken an die Opfer der Sturmfluten an der Nordseeküste.

Leuchtturm

Unmittelbar vor der Dorumer Küste, in Sichtweite des Hafens, steht der inzwischen stillgelegte Leuchtturm „Obereversand”.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Der Malereibetrieb Andreas Tiebe GmbH ist seit 1992 in Dorum ansässig. Seit 1996 befindet sich der Betrieb mit Werkstatt, Büro und Ausstellungsraum im Gewerbegebiet Im Speckenfeld 9.

Verkehr

Durch Dorum führt die Landstraße von Midlum nach Bremerhaven. Dorum liegt etwa 6 Kilometer von der Autobahn A 27 entfernt. Man gelangt über die Ausfahrt Neuenwalde nach Dorum. Der Ort besitzt einen Bahnhof an der Strecke Cuxhaven - Bremerhaven - Bremen („Nordseebahn”).

Tourismus

Dorum ist Schwerpunktort des Fremdenverkehrs in der Samtgemeinde. Der Ort bietet vielfältige Erholungs- und Kureinrichtungen, insbesondere am Hafen (Dorum-Neufeld). Jährlich sind über 650.000 Übernachtungen zu verzeichnen. Der Ort verfügt auch über mehrere Campingplätze hinter dem Deich. In Dorum-Neufeld befinden sich neben den oben genannten Sehenswürdigkeiten ein Schwefelsole-Wellenfreibad, ein Kinderspielhaus, eine Strandhalle, ein Nationalpark-Haus „Niedersächsisches Wattenmeer" sowie der Badestrand.

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Wolfgang von Geldern (* 4. November 1944), langjähriger Vorsitzender der CDU-Kreisverbände Cuxhaven und Stade sowie Bundestagsabgeordneter, war von 1983 bis 1991 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Sagen und Legenden

  • Vom Sakramentsbaum in Dorum

Die berühmteste Einrichtung der Dorumer Kirche ist das Sakramentshaus, das wegen seiner schlanken, überaus zierlichen Gestalt auch Sakramentsbaum genannt wird. Niemand konnte sich früher vorstellen, dass ein solch kostbares Kunstwerk im Lande selbst entstanden oder auch auswärts für eine ländliche Kirche hergestellt sein sollte. Man suchte deshalb nach einer anderen Erklärung für seine Herkunft und fand diese:

Vor langen Jahren brach einmal eine furchtbare Sturmflut über die Nordseeküste herein. Sie verschlug ein schwedisches Schiff, das mit Stückgütern nach Hamburg bestimmt war, an die Wurster Küste. Das Schiff scheiterte und die Mannschaft kam ums Leben. Das wertvollste Stück der Ladung aber, der Sakramentsbaum, der für eine Hamburger Kirche bestimmt war, wurde geborgen und in die Dorumer Kirche gebracht.

Da kann man ihn bis heute bewundern.

  • Der randalierende Kurt
  • Der schwarze Wehl
  • Themeln
  • Rotthausen

Quelle

  • Männer vom Morgenstern (Hrsg.): Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung. 3. Aufl., Bremerhaven 1999 ISBN 3-931771-16-4



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Dorum in Niedersachsen - 24.5.2012