Durach in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Koordinaten: 47° 42′ N, 10° 20′ O
Höhe: 714 m ü. NN
Fläche: 20,74 km²
Einwohner: 6515
Bevölkerungsdichte: 314 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87471
Vorwahl: 0831
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 120
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
87471 Durach
Webpräsenz: www.durach-allgaeu.de
Bürgermeister: Herbert Seger

Durach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Sie liegt 4 km südlich von Kempten an der Bundesstraße B 309, der Bahnlinie Kempten - Pfronten und der Bundesautobahn A 7.

Der Name Durach - früher Duraha - ist vermutlich keltischen Ursprungs und bedeutet "hindurchfließende Ach", das heißt ein Bach, der durch ein Geländehindernis fließt. Daraus entstand der Name der Siedlung.

Geographie

Ausdehnung des Gemeindegebietes

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Durach und Bodelsberg.

Zu Durach gehören unter anderem die Orte Bechen, Bodelsberg, Oberkottern und Weidach.

Überblick

Im historischen Ortskern um die barocke Kirche "Heilig Geist" (bis aus dem 14. Jahrhundert)

steht der renovierte Pfarrhof mit einer über 600 Jahre alten Linde, daneben bestimmen heute Wohn- und Geschäftshäuser sowie einige verbliebene Bauernhöfe das Ortsbild. Zur Gemeinde gehören auch die Einzelhöfe und Weiler vor dem Kempter Wald, der modernere Ortsteil Weidach sowie das stärker bäuerlich geprägte Bergdorf Bodelsberg (900 m hoch).

Geschichte

Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus führten die Römer eine Straße durch heutiges Duracher Gebiet und errichteten hier auch eine kleine Siedlung. In Jahre 752 erfolgte die Gründung des Stiftes Kempten, mehr als ein Jahrtausend gehörte Durach bis zur Säkularisation zu dessen Herrschaftsbereich. Die erste urkundliche Erwähnung findet 1170 als Ort Durach statt. Etwa um 1300 wird ein Niedergericht errichtet, vermutlich stammt die Dorflinde aus dieser Zeit. Friedrich III. erneuert 1455 diese Niedergerichtsbarkeit durch einen kaiserlichen Erlass. Im Jahre 1525 lässt Georg Truchsess von Waldburg 18 Bauernführern auf einer Anhöhe in Durach hinrichten und beendet damit den oberschwäbischen Bauernkrieg. Im Jahre 1527 wird Durach erstmals eine selbständige Pfarrei. Die Pest wütet zwischen 1628 und 1635 auch in Durach, die Einwohnerzahl sinkt dadurch auf etwa 100 bis 300 Personen. Im Königreich Bayern wird Durach ab 1818 eine selbständige Gemeinde. Im Jahre 1895 wird die Bahnlinie Kempten - Pfronten mit einem Bahnhof in Durach gebaut, die Bahnlinie führt bis ins benachbarte Tirol. Bei der Gebietsreform 1972 bleibt Durach eine eigenständige Gemeinde und wird aufgrund der vielfältigen wirtschaftlichen Infrastruktur zum Kleinzentrum ernannt. Durch den Einklang von Traditionsbewusstsein mit ausgeprägter Brauchtumspflege in vielfältigem Vereinsleben und zukunftsorientiertem Denken, das sich in der Ansiedlung von modernen Industrieunternehmen und traditionellen Handwerksbetrieben dokumentiert, ist Durach bis heute jung geblieben. Über 2700 Arbeitsplätze stehen hier heute zur Verfügung. Als attraktive selbstständige Gemeinde im Einzugsbereich von Kempten bietet Durach heute alle Vorteile einer ländlichen Struktur, ohne auf die Annehmlichkeiten einer nahe gelegenen Stadt verzichten zu müssen.

Freizeit

Sulzberger See

Zwei Kilometer südlich vom Ort liegt im Gebiet des Marktes Sulzberg der Sulzberger See (Öschlesee). Dort findet man neben einem Strandbad auch freie Bademöglichkeiten und Liegewiesen zur Erholung, Entspannung und Abkühlung im Sommer.

Flugplatz

Der südlichste und höchstgelegene Flugplatz Deutschlands (ICAO: EDMK) bietet von einer 710 Meter langen Graspiste aus gute Möglichkeiten, das Hochgebirge und Voralpenland aus der Vogelperspektive zu genießen. Kurse für Motorflug, Motorsegler und Segelflug werden regelmäßig von der ortsansässigen Flugschule angeboten.

Landschaft

Die abwechslungsreiche Landschaft mit den klimatischen Reizen der Höhenlage zwischen 660 und 936 Metern und vielen Naturschönheiten bietet zur Freizeitgestaltung ein vielfältiges Betätigungsfeld. Stundenlange Wanderungen im Bachteltobel der Durach und in der Weite des Kempter Waldes sind möglich. Natürlich auch Radtouren in Hülle und Fülle auf wenig befahrenen Nebenstraßen im bewegten "Auf und Ab" des Voralpenlandes.




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Informationsportal über Durach in Bayern - 24.5.2012