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Ebenweiler ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg, im nördlichen Landkreis Ravensburg gelegen, zwischen Schwäbischer Alb, Donau und Bodensee. Die Gemeinde ist seit 1972 Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Altshausen mit Sitz in Altshausen. Geografische LageEbenweiler liegt etwa 19 km nördlich von Ravensburg, 13 km südlich von Bad Saulgau und 5 km westlich von Altshausen. Am westlichen Ortsrand befindet sich der 149 ha große Ebenweiler See, auch Ebenweiler Weiher genannt. GliederungZur Gemeinde gehören außerdem die außerhalb des Ortes gelegenen Teile Groppach, Mauren, Oberholz und Oberweiler. Sie erstreckt sich insgesamt über eine Markungsfläche von 1013 ha. Der Großteil davon wird landwirtschaftlich genutzt. GeschichteDie älteste Urkunde, in der Ebenweiler erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1105. Demzufolge überließen Bischof Gebhard von Konstanz und ein gewisser Heinrich von Ebenweiler dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen 9 Mansen Güter in Mauenheim im Hegau. Aus dem Jahr 1145 existiert ein Dokument, worin König Konrad III. in Worms die Freiheiten und Besitzungen des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen bestätigt. Darin findet sich der Satz „item predium Henrici de Evenwilare” . Im Jahr 1510 wütete die Pest in Ebenweiler und forderte zahlreiche Opfer. EinwohnerentwicklungErste Siedlungsspuren in der Nähe von Ebenweiler sind bei Ruprechtsbruck aus der jüngeren Steinzeit (ca. 2500 v. Chr.) gefunden worden. Zwei Ringwälle in der näheren Umgebung (in Oberaichen und Oberholz) lassen auf eine keltische Bevölkerung im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. schließen. Beim Ebenweiler Teilort Mauren ist schließlich ein römischer Wohnplatz bezeugt.
Bürgermeister seit 1824
WappenDas Wappen von Ebenweiler zeigt auf rotem Grund einen silbernen (weißen) Ritterhelm mit einer Adlerschwinge als Helmzier. GemeindepartnerschaftEbenweiler unterhält seit dem Jahr 1974 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Thiron-Gardais, westlich von Chartres gelegen. Damals handelte es sich um die kleinsten Gemeinden, die eine Partnerschaft eingingen. VereineEbenweiler verfügt für ein Dorf seiner Größe über ein äußerst reges Vereinsleben. Im Jahre 2001 konnte der Musikverein Ebenweiler sein 200-jähriges Bestehen feiern, 1871 wurde der Veteranenverein Kyffhäuser gegründet, 1958 folgten ein Sportverein, ein Schützenverein (1961) und 1974 der Skiclub Ebenweiler. 1992 wurde die Narrenzunft Ebenweiler Galgenweible gegründet. Maske und Häs des Galgenweibles gehen auf einen Ebenweiler Hexenprozess im Jahre 1672 zurück. BauwerkeDie Grundsteinlegung zum Bau der jetzigen Kirche St. Urban erfolgte am 24. August 1830. Sie enthält Bemalungen durch Johann Georg Sauter aus Aulendorf aus dem Jahr 1834, einen Hochaltar von Theodor Schnell dem Älteren aus dem Jahr 1882 sowie Deckenmalereien aus den 1920er Jahren von Viktor Mezger aus Überlingen. Das Geläut der Kirche verfügt über historisch bedeutende Glocken aus dem 13. - 16. Jahrhundert, die sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden mussten und von Einschmelzung bedroht waren, was glücklicherweise ausblieb. NaturDer Ebenweiler See entstand im Jahre 1485 durch Stauung des Mühlbachs, somit ist er genaugenommen ein Weiher. In einer Urkunde aus jenem Jahr heißt es, Marquardt von Königsegg „hätt einen wier in Ebenweiler zu machen angefangen”. Der Damm lässt auf die Bauweise des Deutschordens schließen. Das ausgedehnte Schilfgebiet um den Ebenweiler See hat in naturkundlicher Hinsicht überregionale Bedeutung als Brutplatz der Großen Rohrdommel und der Rohrweihe und als Heimat von extrem seltenen Pflanzenarten wie Mittlerem Sonnentau, Rundblättrigem Sonnentau, Kammfarn, Preußischem Laserkraut, Fieberklee, Sumpf-Läusekraut, Sumpf-Herzblatt, Gemeines Fettkraut, Mehlprimel, Zungenhahnfuß, rostrotem und schwarzem Kopfried, kümmelblättriger Silge sowie einiger Orchideen, darunter das Fleischfarbene Knabenkraut, die Sumpf-Stendelwurz, die Mücken-Händelwurz und das Große Zweiblatt. Persönlichkeiten
Literatur
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