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Eberdingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Sie gehört zum Mittleren Neckarraum und zum Großraum Stuttgart. GeografieDie Gemeinde liegt im Schnittpunkt zweier Landschaften: Dem Strohgäu (Hochdorf/Enz) und dem Heckengäu (Eberdingen und Nussdorf) in 270 m bis 403 Meter Höhe. Durch Eberdingen fließt der Strudelbach, welcher in Flacht (Gemeinde Weissach) entspringt und in Enzweihingen in die Enz mündet. Als Gesteinsformation herrscht der Muschelkalk vor, zu finden sind in der Gemarkung noch Reste alter Steinbrüche. OrtsteileDie Gemeinde Eberdingen besteht aus den Ortsteilen Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf. GeschichteDie heutige Gemeinde Eberdingen entstand am 1. Januar 1975 bei der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg durch die Vereinigung der drei Gemeinden Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf. Älteste Besiedlungsspuren finden sich im Ortsteil Hochdorf. Schon im 4. Jahrtausend v. Chr. haben sich hier Menschen angesiedelt. Besonders gut erforscht ist die Besiedlung dieser Gemeinde im Zeitraum 750 - 450 v. Chr. da in diesen Zeitraum das unausgeraubten Keltenfürstengrab fällt. Urkundlich erwähnt wird Hochdorf erstmals 779. Während die beiden anderen Gemeinden erst 1100 in Urkunden des Klosters Hirsau nachzuweisen sind. Durch die Säkularisierung des Klosters Hirsau 1534 kamen Eberdingen und Nussdorf 1534 an Württemberg. Zur Unterscheidung vom gleichnamigen, heutigen Remsecker Ortsteil wurde Hochdorf am 29. Juni 1973 in Hochdorf an der Enz umbenannt (obgleich es nicht an der Enz liegt, sondern auf der Hochfläche südlich davon). Am 15. August 1973 wurde außerdem die Schreibweise des anderen Ortsteils von Nußdorf in Nussdorf geändert. ReligionenIm Jahre 1534 wurde in Eberdingen und Nussdorf die Reformation eingeführt. in Hochdorf geschah dies 1555. Seither ist das Gebiet der heutigen Gemeinde evangelisch geprägt. Auch heute gibt es noch in allen drei Teilorten ein evangelisches Pfarramt. Für die geistliche Versorgung der römisch-katholischen Gläubigen ist die Gemeinde in Vaihingen an der Enz zuständig. In Eberdingen und Nussdorf gibt es jeweils eine neuapostolische Gemeinde. In Nussdorf unterhält auch die Evangelisch-methodistische Kirche eine Gemeinde, während es in Eberdingen mit der "Freie Christen Aktionsgemeinde e.V." eine Freikirche gibt. Eberdingen ist zudem Sitz der deutschen Abteilung der Theosophischen Gesellschaft Pasadena. PolitikGemeinderatDem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 18 Mitglieder an.
Wappen und FlaggeDas Gemeindewappen zeigt in Gold aus den Kuppen eines grünen Dreibergs wachsend drei grüne Rosenzweige (die beiden äußeren schräg gekreuzt), von denen jeder eine fünfblättrige rote Rose mit grünen Kelchblättern trägt. Die Gemeindeflagge ist rot-gelb. Wappen und Flagge wurden der Gemeinde am 10. Mai 1977 verliehen. Die drei Rosen im Wappen symbolisieren die drei Ortsteile, wobei bereits das alte Eberdinger Gemeindewappen eine Rose enthielt. Die Wappen und Flaggen der drei Vorgängergemeinden waren wie folgt:
Wirtschaft und InfrastrukturKunststoff- und Metallbearbeitung sind die wichtigsten Wirtschaftsträger der drei Ortsgemeinden. Der Hauptarbeitgeber beschäftigt fast 400 Mitarbeiter. VerkehrDie nächstgelegene Bahnstation ist der sieben Kilometer entfernte Bahnhof Vaihingen/Enz. Dorthin gibt es von Eberdingen aus Busverbindungen, ebenso nach Stuttgart-Feuerbach. BildungMit der Schillerschule besteht in Hochdorf eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Außerdem gibt es in Nussdorf mit der Karl-Ehmann-Schule eine reine Grundschule und insgesamt fünf Kindergärten. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenDas bekannteste Kulturgut ist das Keltenmuseum Hochdorf. Nach der Entdeckung des Fürstengrabhügels 1977, wurde in Hochdorf an der Enz dieses Museum errichtet. GebäudeSehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche (Martinskirche) in Eberdingen und das Schloss der Herren von Reischach in Nussdorf. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
