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Ebern ist eine Stadt (mögliches Mittelzentrum) im unterfränkischen Landkreis Haßberge und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, zu der neben Ebern die Gemeinden Pfarrweisach und Rentweinsdorf GeschichteBereits 1216 gehörte Ebern dem Hochstift Würzburg und wurde 1230 als „Civitas” urkundlich erwähnt. Die Stadt wurde von einer alten, von Bamberg nach Sachsen führenden Handelsstraße durchquert. Das Befestigungsrecht erhielt die junge Stadt durch Kaiser Ludwig den Bayern im Jahre 1335. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die starke Stadtmauer mit ihren vier erhaltenen Ecktürmen und dem mächtigen Grauturm errichtet. 1430 verwüstete ein großer Brand die Siedlung. Von 200 Gebäuden blieben nur zwei stehen. Dieser Katastrophe fiel auch die alte Pfarrkirche zum Opfer, die später als spätgotische Pseudobasilika wiederaufgebaut wurde. Der ältere Turm dürfte noch von der zerstörten Kirche stammen. Im Bauernkrieg schlug sich die Stadt 1525 auf die Seite der Aufständischen. Nach der blutigen Niederschlagung der Revolte wurden die Rädelsführer auf dem Marktplatz enthauptet. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich das Städtchen zu einer beschaulichen würzburgischen Amts- und schließlich zu einer bayerischen Kreisstadt. Nach der Säkularisation des Hochstiftes gelangte Ebern über das neuerrichtete Großherzogtum Toskana an das Königreich Bayern. Der Zweite Weltkrieg endete für die Stadt 1945 mit der kampflosen Übergabe an die von Bamberg kommenden Amerikaner. Während des Krieges verlegte man einen Teil der kriegswichtigen Produktion eines großen Schweinfurter Kugellagerfabrikanten hierher. In der Nachkriegszeit siedelten sich zahlreiche Heimatvertriebene aus dem Sudetenland und den deutschen Ostgebieten um die Altstadt an. Große Neubaugebiete entstanden, Ebern wurde Bundeswehrstandort. Durch die Gebietsreform 1972 wurde der Landkreis Ebern aufgelöst und das Kreisgebiet größtenteils dem neu entstandenen Landkreis Haßberge, andere Teile den Landkreisen Bamberg und Coburg zugeordnet. In jüngster Zeit wurden der Bundeswehrstandort und einige Ämter aufgelöst. In den strukturschwachen Haßbergen brachte dies große wirtschaftliche Probleme mit sich. StadtteileDer Kernstadt Ebern sind angegliedert die Siedlungen Sandhof und Fierst. Weiterhin gibt es 18 Stadtteile:
Außerdem existieren noch einige Mühlen, Weiler und Gehöfte. PolitikStadtratDer Stadtrat von Ebern hat (ohne Bürgermeister) 20 Mitglieder.
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002) Schulische BildungEbern besitzt ein Gymnasium (Friedrich-Rückert-Gymnasium), eine Realschule, eine Grundschule, eine Hauptschule, eine Meisterschule für das Schreinerhandwerk, eine Außenstelle der Berufsschule Haßfurt sowie ein Sonderpädagogisches Förderzentrum und eine Einrichtung der Lebenshilfe. SehenswürdigkeitenAm Marktplatz entlang:
VerkehrsanbindungBahn Ebern ist Endbahnhof der 18 km langen Nebenstrecke Breitengüßbach–Ebern. In Breitengüßbach schließt sie an die Hauptbahn Nürnberg–Lichtenfels an. Bis 1988 wurde die Strecke noch bis ins ca. 16 km weiter nördlich gelegene Maroldsweisach bedient. Auch nach der Schließung des Bundeswehrstandortes konnte der Personenverkehr aufrecht erhalten werden, eine Stilllegung steht – soweit bekannt – nicht zur Debatte. Im Eineinhalb- bis Zwei-Stundentakt verkehren die Züge nach Bamberg, wo Anschluss an die ICE Strecke München–Berlin besteht. Seit Herbst 2001 werden Triebzüge der DBAG Baureihe 642 eingesetzt, für die ca. 26 km lange Strecke Bamberg–Ebern beträgt die Fahrzeit 35 Minuten. Straßenanbindung Ebern liegt an der Bundesstraße 279 Breitengüßbach–Fulda. 18 km südlich bei Breitengüßbach besteht Anschluss zur autobahnähnlich ausgebauten Bundesstraße 173 (bald A73). Literatur
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