Ebernhahn in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wirges
Koordinaten: 50° 28′ N, 7° 46′ O
Höhe: 295 m ü. NN
Fläche: 3,33 km²
Einwohner: 1245
Bevölkerungsdichte: 374 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56424
Vorwahl: 02623
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 012
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Bahnhofstraße 10
56422 Wirges
Ortsbürgermeister: Hannelore Quernes
Lage der Gemeinde Ebernhahn im Westerwaldkreis

Ebernhahn ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Geschichte

Urkundlich zum ersten Mal eindeutig im Jahre 1324 als Evernhan erwähnt, gehört Ebernhahn zu den jüngeren Westerwalddörfern und tritt im Verlauf des Mittelalters kaum in Erscheinung. Nach den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges (1618-48) zählte es zusammen mit dem benachbarten Siershahn gerade noch 42 Einwohner.

Ebernhahn, dessen Name sich aus dem althochdeutschen Wort hag für „Gehege”/„Hain” herleitet (übersetzt also etwa: „zum Gehege des Ebers gehörig”), stand zunächst unter kurtrierischer, später unter nassauischer, ab 1866 schließlich unter preußischer Verwaltung und zählt seit 1971 zur Verbandsgemeinde Wirges, seit 1974 zum Westerwaldkreis mit Kreisstadt Montabaur.

Mitte des 19. Jahrhunderts hielt die Industrie Einzug in die Gemeinde, allen voran die tonfördernden Betriebe. Mit der Industrialisierung nahm der Ort, wie alle Gemeinden des Kannenbäckerlandes, eine rasante Aufwärtsentwicklung: Zählte Ebernhahn im Jahre 1818 gerade einmal 241 Einwohner, so waren es um die Jahrhundertwende schon etwa 500.

Da die großen Tonbetriebe allesamt von außen nach Ebernhahn drangen, entwickelte sich als notwendige Reaktion darauf am Ort selbst das Fuhrgewerbe, das über das Ende des Tonabbaus in der Gemarkung hinaus bis heute in Form von großen Personenverkehrs- und Lasttransportunternehmen den wichtigsten Träger der örtlichen Wirtschaft darstellt.

1871 wurde die erste Kapelle errichtet, 1902 wurde Ebernhahn zur eigenständigen Kapellengemeinde ernannt. 1911 wurde die Kapelle niedergelegt und die Kirche Maria Empfängnis errichtet, die 1958 erweitert und 1965 durch den heutigen Glockenturm (statt des früheren Zwiebelturms) ergänzt wurde. 1921 wurde Ebernhahn zur Pfarrvikarie, 1964 zur Pfarrei erhoben und zählt heute zusammen mit dem benachbarten Dernbach zum Pfarreienverband Wirges. Sein Kirchweihfest begeht der Ort alljährlich am ersten Sonntag im Mai.

Am 11. März 1945 fiel der Ort einem schweren Bombenangriff durch die US Air Force zum Opfer, bei dem 52 Menschen ums Leben kamen und 32 Gebäude völlig zerstört wurden.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Ebernhahn setzt sich aus 17 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, mit dem nebenamtlichen Bürgermeister.

CDU FWG Ebernhahn WG - Schmidt Gesamt
2004 5 7 4 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Wappen, Dorfhymne

Die Wappenbeschreibung lautet: Von Rot und Silber stufenförmig schräglinks geteilt; oben ein silbernes Wagenrad mit 8 Speichen, unten ein neunblättriger grüner Ebereschenzweig. Seit Juni 2006 hat Ebernhahn auch eine eigene Hymne: „Dou bess dott Dorf” („Du bist das Dorf”). Der Text findet sich auf der Internetseite der Ebernhahner Chöre.

Städtepartnerschaften

Seit 1973 besteht eine Partnerschaft zwischen Ebernhahn und der französischen Gemeinde Marolles-les-Braults im Département de la Sarthe.

Dorfleben

Über die Grenzen des Westerwaldes hinaus ist Ebernhahn bekannt durch seine rund 30 ortsansässigen Firmen und seine zahlreichen Vereine, darunter der 1880 gegründete, national und international zahlreich ausgezeichnete Männergesangverein Thalia, der 1913 gegründete Musikverein, der 1949 entstandene Kirchenchor Maria Empfängnis und die seit 1980 bestehenden Wanderfreunde Ebernhahn.




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Informationsportal über Ebernhahn in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012