Ebhausen in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Koordinaten: 48° 35′ N, 8° 41′ O
Höhe: 460 m ü. NN
Fläche: 24,56 km²
Einwohner: 4842
Bevölkerungsdichte: 197 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72224
Vorwahlen: 07458 07054 Rotfelden
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 020
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
72224 Ebhausen
Webpräsenz: www.ebhausen.de
Bürgermeister: Volker Schuler

Ebhausen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg. Es gehört zum Regierungsbezirk Karlsruhe und liegt im Landkreis Calw.

Geografie

Ebhausen liegt im Nordschwarzwald in 425 bis 595 Meter Höhe.

Gemeindegliederung

Auf einer Fläche von 24,56 km², die sich über die vier Teilgemeinden Ebershardt, Rotfelden, Wenden und Ebhausen erstreckt, leben 4858 Einwohner. Der Hauptort Ebhausen ist als Erholungsort prädikatisiert und lädt zum Wandern und Radfahren ein.

Geschichte

Ebhausen ist aus den ursprünglich selbstständigen Dörfern Ebhausen und Wöllhausen zusammengewachsen. Allerdings hatten beide Orte schon immer eine gemeinsame Markung. Urkundlich erstmals erwähnt wurden Wöllhausen 1245 („Welehusin”) und Ebhausen 1275 („Ebehusen”), worauf der wöllhäusiche Teil der Gesamtgemeinde viel Wert legt. Die Funde von alemannischen Reihengräbern und Resten von Fundamenten einer Kapelle aus dem 7. Jahrhundert zeigen aber, dass es schon um 650 n. Chr. in Ebhausen und Wöllhausen alemannische Siedlungen gegeben hat. Es ist bekannt, dass die Alemannen im süddeutschen Raum bevorzugt Land besiedelten, das davor kultiviert worden war. Der Flurname Mauren auf dem Gebiet des heutigen Friedhofs weist vermutlich auf Gebäudereste eines römischen Gutshofes hin. Da einige solcher römischen Gutshöfe auch in den umliegenden Gemeinden gefunden wurden, scheint es gut möglich zu sein, dass Ebhausen schon um 150 n. Chr. besiedelt war.

Religionen

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist evangelisch, wobei es auch römisch-katholische, neuapostolische und muslimische Glaubensgemeinschaften gibt. Die evangelischen Kirchengemeinden von Ebhausen, Rotfelden, Wenden und Ebershardt gehören zum Kirchenbezirk Nagold.

Eingemeindungen

  • 1975: Ebershardt, Wenden, Rotfelden

Ortsteile

Rotfelden

Rotfelden wurde 1005 erstmals urkundlich erwähnt und feierte im Jahr 2005 (wie auch der Nachbarort Effringen) sein 1000-jähriges Jubiläum. Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Rotfelden nach Ebhausen eingemeindet.

Wenden

Der Ort Wenden wurde 1406 erstmals urkundlich erwähnt. In früher Zeit findet sich auch die Schreibweise „Winden” oder „Wynna”. Der Name deutet auf eine mögliche Gründung in der Karolinger Zeit als Karl der Große die slawischen Wenden in anderen Teilen seines Reiches angesiedelt hatte. Im Zuge der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wenden nach Ebhausen eingemeindet.

Ebershardt

Die gräflich-württembergischen Landvogtei Nagold teilte im 13. Jahrhundert westlich von Nagold Neuland an Familien und Sippen zur Kultivierung des wenig ergiebigen Waldlandes als Lehen zu. Die Bevölkerung wuchs langsam weiter, und da und dort entstanden kleine Weiler. Das gesamte Land und aller Wald war zunächst das Eigentum der württembergischen Herrschaft, genannt silva regalis. Im Jahre 1363 gehörten Ebershardt und Wart bereits zum herzoglich-württembergischen Amt Nagold. Beleg hierfür ist eine Urkunde aus demselben Jahr, die den Verkauf von Nagold durch den Grafen von Hohenberg an die Grafen von Württemberg belegt. 1975 wurde es nach Ebhausen eingemeindet.

Orte mit der Endung „-hardt” deuten auf einen Besiedlungsflecken mit guter Weide hin. Dass der Ort einen Eber im Wappen hat, ist auf eine Volksetymologie zurückzuführen, die nichts mit dem wirklichen Namensursprung zu tun hat. Das „Ebers-” geht vielmehr auf einen Eigennamen (etwa den des Gründers) zurück oder aber, was wahrscheinlicher ist, auf die vaskonische Wurzel „ibara”, die für Tal oder Flussmündung steht und im Deutschen oft in Form von Ortsnamen mit „Eber-” (zum Beispiel Eberswalde oder Ebersberg) wiedergegeben wird.

Politik

Der Bürgermeister Volker Schuler wurde bei der letzten Wahl im Amt bestätigt. Im Kreistag sitzt er als ein Mitglied der Freien Wählervereinigung (FWV).

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die durch den Ort führende Bundesstraße B 28 ist eine Hauptschlagader des Verkehrs im nördlichen Schwarzwald. Dadurch hat man eine gute Anbindung an die Bundesautobahn A 81 in die Landeshauptstadt nach Stuttgart. Auch andere wichtige industrielle Standorte wie Böblingen oder Sindelfingen sind dadurch gut zu erreichen.

Durch das Altensteigerle (Nagold - Altensteig) war Ebhausen von 1891 bis 1967 an das Schienennetz angebunden.

Bildungseinrichtungen

Ebhausen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Im Ortsteil Rotfelden gibt es eine reine Grundschule.

Sport

Generell bietet Ebhausen auch durch die vielen ortsansässigen Vereine (Tennis, Fußball, Eisstock, Sportschießen, Tischtennis) viel Auswahl bei der sportlichen Freizeitgestaltung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Kleine Kirche im Ortsteil Wenden mit einem in der Umgebung einzigartigen mit Holzschindeln verkleideten Turm
  • Kamelhof Rotfelden



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Informationsportal über Ebhausen in Baden-Württemberg - 24.5.2012