
|
Eisenberg ist eine Stadt im Donnersbergkreis in der Pfalz. Sie ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Diese Verbandsgemeinde besteht aus den Orten Ramsen, Kerzenheim und Eisenberg. GemeinderatBei den Wahlen zum Stadtrat am 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrDer Bahnhof Eisenberg liegt an der „Eistalbahn” (Grünstadt–Ramsen, an Sonn- und Feiertagen bis Eiswoog) und wird im Taktverkehr von Regionalbahnen bedient. Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert, es gelten dessen Gemeinschaftstarife. In Richtung Kirchheimbolanden und Kaiserslautern ist eine Verbindung durch den Westpfalz Verkehrsverbund gegeben. Durch die Autobahnen A6 und A63 ist Eisenberg ebenfalls erreichbar, hat aber keinen eigenen Autobahnanschluss. FreizeitmöglichkeitenAls Freizeitmöglichkeiten stehen den Besuchern unter anderem das Waldschwimmbad sowie eine Bücherei zur Verfügung. Außerdem bieten sich die nahegelegenen Waldgebiete zum Spazierengehen an. Im "Haus Isenburg" (Isenburg ist der alte Name für Eisenberg), dem Heimatmuseum der Stadt, sind zahlreiche Fundstücke der Ausgrabungen aus dem römischen Vicus zu sehen, darunter auch eine Kopie des in Eisenberg gefundenen Eisenberger Brotstempels. Das Original befindet sich im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. GeschichteEisenberg wurde 763 erstmals urkundlich erwähnt.Doch schon die Römer hatten Eisenberg gesiedelt, im sogenannten vicus. Dieser befindet sich an der heutigen Römer- bzw. Umgehungsstraße. Eisenberg wurde schon früh durch den Abbau von Ton dominiert. Auch heute können noch stillgelegte Tongruben besichtigt werden. Im Zuge der Verwaltungsreform 1972 wurde das heutige Verwaltungsgebiet geschaffen. IndustriegeschichteDer Eisenberger Klebsand (ein bindefähiges Lockersediment mit besonders gutem Haftvermögen) gilt als reinster Klebsand der Welt. Der Eisenberger Klebsand besteht aus 14,5 % Ton, 6,5 % Silt, 76 % Sand und 3 % Kies. Mineralogisch sind mehr als 85 % des Gesamtsediments reiner Quarz. In Eisenberg befindet sich außerdem noch ein Besucherbergwerk. "Die unverwesliche Hand"In einem Schaukasten im Eingangsbereich der protestantischen Kirche wird die so genannte "unverwesliche Hand" gezeigt. Es handelt sich dabei um die Überreste einer menschlichen Hand, die mit der Sage um einen Meineid verbunden ist. In Schillers Volkskalender »Der Sickinger Bote« für das Jahr 1853 heißt es dort, dass zwei Waldbesitzer über die Grenzen in Streit gerieten und vor das Gericht zogen. Aus Mangel an deutlichen Kennzeichen musste das Gericht auf die Aussage eines Försters hin entscheiden, der jedoch von einem der beiden Kontrahenten bestochen war. Als der Förster beerdigt wurde, zerbrach sein Sarg und die Hand des Toten ragte aus dem Grab. Man versuchte sie wieder mit Erde zu bedecken, aber da sie sich zu einem falschen Schwur erhoben hatte, fand sie im Grab keine Ruhe. In dem Volkskalender heißt es abschließend:
(Zitiert nach gutenberg.spiegel.de) WappenDas Wappen der Stadt Eisenberg zeigt drei nach unten geöffnete Hufeisen. Der Ursprung dieses Wappens ist unbekannt. Ungewöhnlich ist auch, dass die Hufeisen nach unten geöffnet sind. Ein Hufeisen war bereits im 15. Jahrhundert das Symbol des Dorfes Eisenberg und erscheint auch auf dem ältesten erhaltenen Siegel, das bis zum Jahr 1622 verwendet wurde. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Anzahl der Hufeisen auf drei erhöht. Das aktuelle Wappen wurde der Kommune im Jahr 1844 vom bayerischen König Ludwig I. in den Farben des Deutschen Ordens (Silber-Schwarz) gewährt, welcher in Eisenberg Besitztümer hatte. Im Wappen der Verbandsgemeinde Eisenberg stehen die Hufeisen unten, die Kirche von Kerzenheim sowie der Krummstab und der Speer von Ramsen oben. BildungNeben mehreren Kindergärten sowie der Pestalozzischule (Grundschule), gibt es eine Realschule, eine Berufsbildende Schule, eine Hauptschule, ein Wirtschaftsgymnasium und eine Duale Oberschule. Söhne und Töchter der Stadt
Bildergalerie
Literatur
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
