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Eisenschmitt an der Salm ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz (Deutschland). GemeindegliederungZu Eisenschmitt gehört der salmabwärts gelegene Ortsteil Eichelhütte; noch weiter unterhalb liegt die zu Großlittgen gehörige Abtei Himmerod. GeschichteEisenschmitt wird im Jahre 1372 als "Yssensmyt uff der Salmen" erstmals urkundlich genannt. Die Ergiebigkeit der Eisenerzvorkommen, die Gewinnung von Holzkohle in den umgebenden Wälder zum Betrieb der Öfen und die Möglichkeit der Verhüttung durch die Wasserkraft der Salm waren groß genug, um langfristig Eisenhütten zu betreiben. Dies wiederum bedingte die Ansiedlung von Hüttenarbeitern und damit die Gründung und Vergrößerung eines Dorfes. Im Jahre 1835 hatte Eisenschmitt annähernd 1.350 Einwohner, die größte Zahl seiner Geschichte. Dann nahte das Ende der Eisenindustrie im Salmtal, bedingt durch neue Produktionsverfahren und produktivere sowie größere Werke in den Industriegebieten an Niederrhein und Ruhr, die zudem mit der preisgünstigeren Steinkohle statt mit Holzkohle arbeiten konnte. Der Name EisenschmittDer Name "Eisenschmitt" kommt von der heute aufgegebenen eisenverarbeitenden Industrie, die ihre Ursprünge im 14. Jahrhundert hat. Die Eisenhütte in Eichelhütte wurde um 1710 gegründet. WappenBeschreibung: Gespalten von Gold durch eine eingebogene rote Spitze, darin ein silbernes Gemerke der verschlungenen Buchstaben I und S, vorne ein roter Sparrbalken, hinten schräggekreuzt schwarzer Hammer und schwarze Zange Begründung: Das Gemerke mit den verschlungenen Buchstaben I und S steht für Isen-Schmitt, die alte Eisenschmitter Hüttenmarke aus dem 16. Jahrhundert. Die Farben Rot und Silber sind die Malberger Farben, zu deren Herrschaft Eisenschmitt bis zum Ende der Feudalzeit gehörte. Der Sparrenbalken im ersten Feld ist das Zeichen der Grafschaft Manderscheid. Er deutet auf die Zugehörigkeit zu der ehemaligen Grafschaft Manderscheid hin. Im zweiten Feld stehen Hammer und Zange. Sie sind Symbol für die jahrhundertelang bestehende Eisenindustrie, von der der Ort auch seinen Namen erhielt. „Das Weiberdorf”Der Ort Eisenschmitt diente der Schriftstellerin Clara Viebig (1860-1952) als Vorlage für ihren Roman Das Weiberdorf, welcher das Leben in dem kleinen Ort Eifelschmitt beschreibt. Hintergrund des Romans ist eine Besonderheit der Dorfgemeinschaft: Aufgrund des zur Neige gehenden Rohstoffes Eisenerz in der Umgebung von Eisenschmitt wurden die arbeitsfähigen Männer gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu Gastarbeitern im Ruhrgebiet. Sie verdienten den Unterhalt für sich und ihre Familien in den aufstrebenden Stahlwerken. Zurückgeblieben sind die Frauen, die während der langen Abwesenheit ihrer Männer alle Arbeiten in Haus und Feld alleine erledigen mussten – daher der Name des Romans Das Weiberdorf. Die Beschreibung dieser Zustände wurde von vielen Zeitgenossen als skandalös empfunden, nahmen doch die Frauen eine Rolle ein, die damals nicht allgemein üblich war. Seit Juni 2005 erinnert das Clara-Viebig-Zentrum in Eisenschmitt an die Schriftstellerin. Kultur und Sehenswürdigkeiten
Literatur
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