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Ellerau (auch Erlenbach) ist eine amtsfreie Gemeinde im Süden Schleswig-Holsteins. Sie liegt nahe bei Quickborn nördlich von Hamburg und gehört zum Kreis Segeberg. GeografieEllerau liegt an der Krumbek, einem kleinen Bach. Die südwestliche Grenze der Gemeinde wird durch die Gronau gebildet, die westliche durch die Pinnau. Im Norden der Gemarkung fließt der Ebach. Im Ortszentrum von Ellerau wird die Krumbek zu einigen Teichen aufgestaut, die in einem kleinen Park liegen. Benachbarte Gemeinden sind:
GeschichteEllerau wurde im Jahr 1449 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zum Gut Kaden und wurde hauptsächlich von Leibeigenen bewohnt. Die Leibeigenschaft wurde im Herzogtum Holstein zum 1. Januar 1805 durch Christian VII. aufgehoben. Danach wurden die Leibeigenen zu Pächtern, die immer noch vom Gut abhängig waren. Der Gutverband wurde 1873 aufgelöst und die Ellerauer Bauern konnten ihr Land erwerben. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wuchs Ellerau vor allem durch Zuzug von Flüchtlingen und später Pendlern von 550 Einwohnern auf die heutige Größe. Bis 1998 war Ellerau eine dem Amt Kaltenkirchen-Land angehörige Gemeinde. Seitdem besitzt Ellerau eine eigene Verwaltung mit einem hauptamtlichen Bürgermeister. Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform bildet Ellerau ab dem 1. Januar 2008 eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Norderstedt. PolitikSeit der Kommunalwahl 2003 besteht der Gemeinderat aus 17 Mitgliedern, von denen einer dem BürgerForum angehört, drei dem Bürger Verein Ellerau und vier der SPD. Neun Gemeindevertreter gehören der CDU an, sind aber nach dem Beschluss über die Verhandlungen zur Bildung der Verwaltungsgemeinschaft mit Norderstedt aus dem Ortsverein ausgetreten und gehören nun dem Verein Aktives Ellerau an. WappenBlasonierung: „In Gold ein schräglinker blauer Wellenbalken, begleitet von zwei schwarzen Erlenzweigen mit grünen Blättern und schwarzen Kätzchen (oberer Zweig) bzw. schwarzen Zapfen (unterer Zweig), der obere Zweig nach links, der untere nach rechts gewandt.”[1] Historische Begründung: Der Ortsname Ellerau bedeutet „Fluss bei den Erlen”. Diese Wortdeutung bestimmt den Bildinhalt des Wappens, der den Ortsnamen also „sprechend” zum Ausdruck bringen will. Darüber hinaus symbolisieren die Zweige die zahlreichen Erlengehölze auf dem Gemeindegebiet und der Wellenbalken die kleine in diesem vorhandene, in die Pinnau mündende Au, die beide schon den Ortsnamen bestimmt haben. Vermutlich in älterer Zeit Bestandteil eines gleichnamigen Meierhofes, gehörte Ellerau bis 1867 zum Gut Kaden. Danach wurde es selbstständige Gemeinde. 1928 wurde der aufgelöste Gutsbezirk Kaden nicht dieser Gemeinde, sondern dem benachbarten Alveslohe eingegliedert. FlaggeAuf gelbem, oben und unten von einem blauen Streifen begrenztem Flaggentuch der obere Erlenzweig des Gemeindewappens, jedoch mit grünen Holzteilen und Blütenständen, nach vorn, in die Mitte des Lieks, verschoben. Partnerschaften
WirtschaftVerkehrEllerau verfügt über zwei Bahnhöfe (AKN), von wo aus man in knapp 40 Minuten zum Hamburger Hauptbahnhof fahren kann. Der Autobahnanschluss Nr. 19 liegt nur 5 Minuten entfernt (A 7). Ebenfalls gibt es eine Busverbindung nach Norderstedt und eine nach Quickborn. Ansässige UnternehmenEs gibt in mehreren Gewerbegebieten zahlreiche Handels- und Gewerbebetriebe. Die großen Fabriken sind mittlerweile nicht mehr präsent in Ellerau. Darunter auch die Kunststofffabrik „Devalit”, die bis 1994 für die Automobilindustrie fertigte. Von 1946 bis 1989 war die Damenmodefabrik „Arthur Erlhoff”, welche unter dem Label „erle zf” europaweit bekannt war, das wirtschaftliche Herzstück Elleraus. Nach der Pleite 1989 wurde die Fabrik am Ortseingang von der Modefirma Jil Sander AG aufgekauft. Anfang 2006 wurde auch diese letzte große Fabrik geschlossen, weil die Textilfertigung nach Italien verlegt wurde. Größtes Unternehmen ist zur Zeit die Unternehmensberatung „agens consulting” mit zirka 120 Mitarbeitern. QuellenTexte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
