Ellingen in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungsge-
meinschaft:
Ellingen
Koordinaten: 49° 1′ N, 10° 58′ O
Höhe: 394–461 m ü. NN
Fläche: 31,25 km²
Einwohner: 3723
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91792 (alt: 8836)
Vorwahl: 09141
Kfz-Kennzeichen: WUG
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 125
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Weißenburger Str. 1
91792 Ellingen
Webpräsenz: www.ellingen.de
Bürgermeister: Walter Hasl (SPD)

Ellingen ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ellingen.

Geografie

Geografische Lage

Größere Städte in der Umgebung sind Ingolstadt (58 km), Nürnberg (50 km), Augsburg (65 km), München (136 km) und Würzburg (150 km), Nachbarstädte sind Weißenburg in Bayern (3 km), Treuchtlingen (15 km), Gunzenhausen (ca. 22 km), Monheim, Donauwörth (43 km) und andere.

Die Bundesstraße 2 und die Bundesstraße 13 trafen sich früher mitten in der Stadt, nun gibt es seit 1979 eine Umgehungstraße. Diese "Umgehungstraße" wird zur Zeit (10.2006) zwischen Ellingen-Mitte und Ellingen-Nord dreispurig ausgebaut. Der vierspurig ausgebaute Abschnitt zwischen Weißenburg-Nord und Ellingen-Mitte ist bereits fertig und für den Verkehr freigegeben. Von Süden nach Norden fließt durch Ellingen die schwäbische Rezat.

Geologie

Ellingen liegt am Rande des ehemaligen Jurameeres, dem der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen seine Kalkgebirge und damit seine bedeutende Solnhofener- und Juramarmorindustrie verdankt.

Stadtgliederung

Stadtteile sind Ellingen, Stopfenheim, Hörlbach, Tiefenbach, Massenbach, Walkershöfe und Karlshof.

Geschichte

  • Erste urkundliche Erwähnung 899 n. Chr.
  • Die Entstehungsgeschichte Ellingens ist eng mit dem Hospital verbunden, das Walter von Ellingen und seine Frau Kunigunde gegründet haben. Kaiser Friedrich I. hat das Hospiz als Lehen übernommen.
  • Kaiser Friedrich II. schenkte das Spital Ellingen im Jahre 1216 dem Deutschen Orden.
  • Der Orden errichtete hier eine Kommende, die 1269 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Laufe des Mittelalters wird Ellingen zum Sitz der Landkomturei der Ballei Franken.
  • 1377/78 erteilte Karl IV. das Recht der Befestigung, das er aber auf den Einspruch von Weißenburg wieder zurückzog.
  • Erst im 17. Jahrhundert kam es zur massiven Ummauerung: 1609 wurde das Weißenburger Tor, 1660 das Pleinfelder Tor fertiggestellt.
  • 1796 besetzt Preußen die Stadt und beendet damit die Herrschaft des Deutschen Ordens über Ellingen und die Region.
  • Seit 1806 ist Ellingen bayerisch.

Politik

Stadtrat

  • CSU Karl-Hans Eißenberger, Christian Wagner, Karl-Heinz Böhm, Rudolf Magg, Alexander Höhn, Tamara Nitzsche, Matthias Schulz
  • SPD Walter Meyerhöfer, Horst Ficker, Otto Rabenstein, Gabriele Bergdolt, Ruppert Krach
  • FW Helmut Lechner, Heinz Krach, Max Bayer, Michael Wachter

Bürgermeister

Walter Hasl (SPD) seit 2002.

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein silberner Mittelschild, darin ein schwebendes blaues Andreaskreuz.

Städtepartnerschaften

Hohenberg-Krusemark ist Partnergemeinde von Ellingen in Bayern, 1989 nach der Grenzöffnung von den Feuerwehren Groß Ellingen und Ellingen in Bayern initiiert.

Patenschaft

1973 wurde eine Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Gemeinde Tellnitz im ehemaligen Landkreis Aussig übernommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Stadtbild Ellingens ist maßgeblich durch das Wirken des Deutschen Ordens geprägt und zeigt die stilistische Geschlossenheit einer kleinen Barockresidenz. Die Akzente setzen Schloss, Rathaus und Pfarrkirche. Der Barockstil findet seinen Widerklang in den Bürgerhäusern ganz besonders in der Neuen Gasse die ab 1749 unter der Leitung von Matthias Binder angelegt wurde.

Museen

  • Museen im Schloss Ellingen
  • Kulturzentrum Ostpreußen
  • Museum im Pleinfelder Tor

Musik

  • Deutschordenskapelle Ellingen e.V.
  • Posaunenchor Ellingen-Hörlbach
  • Singgemeinschaft Stopfenheim
  • Gesangverein Harmonie

Bauwerke

  • Rathaus
  • Residenz Ellingen
  • Pleinfelder Tor
  • Ehemaliges Franziskanerkloster
  • Katholische Pfarrkirche St. Georg
  • Die Orangerien im Hofgarten
  • Heiligenbrücke
  • Römisches Kastell Ellingen
  • St. Oswald in Hörlbach
  • Evang. Christuskirche

Parks

Schlosspark

Freizeitangebote

  • Sommerrodelbahn
  • Brauereiführungen im Fürstlichen Brauhaus Ellingen
  • Radwanderwege

Sport

  • Golfanlage Golfclub Zollmühle e.V.
  • TSG 1893 Ellingen e.V.
  • UFC Ellingen 1992 e.V.
  • Soldaten- Krieger- und Reservistenkameradschaft Stopfenheim e. V.
  • DJK Stopfenheim e.V. 1956
  • Schützengesellschaft Eintracht Germania Ellingen e. V.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jeweils am Faschingsdienstag findet nachmittags ein Faschingsumzug statt, der einige Tausend Zuschauer anlockt. Jährliche Faschingsbälle werden von Karnevalsverein KaGe Ellingen veranstaltet.

Öffentliche Einrichtungen

  • Altenheim St.Elisabeth

Bildung

Volksschule Ellingen

Persönlichkeiten

  • Eitel Klein, Maler und Grafiker aus Hörlbach

Literatur

  • Christoph Graf [von] Pfeil: Residenz Ellingen; Amtlicher Führer; (Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen); 8. überarb. u. neu gestaltete Aufl. München 2005; ISBN 3-932982-59-2.



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Informationsportal über Ellingen in Bayern - 24.5.2012