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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: |
Arnsberg |
| Kreis: |
Soest |
| Koordinaten: |
51° 28′ N, 7° 58′ O |
| Höhe: |
206 m ü. NN |
| Fläche: |
51,08 km² |
| Einwohner: |
12.793 (31. Dez. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: |
250 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
59469 |
| Vorwahl: |
02938 |
| Kfz-Kennzeichen: |
SO |
| Gemeindeschlüssel: |
05 9 74 012 |
| Gemeindegliederung: |
14 Ortsteile bzw. Stadtbezirke |
Adresse der
Gemeindeverwaltung: |
Am Spring 4
59469 Ense |
| Webpräsenz: |
www.gemeinde-ense.de
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| Bürgermeister: |
Johannes Weber (parteilos) |
Ense ist eine Gemeinde im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest.
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde Ense liegt am nördlichen Rande des Sauerlandes und an der Südseite des Haarstrangs.
Nachbargemeinden
Ense grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden) an Werl, Soest, Möhnesee, Arnsberg und Wickede.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus 15 Orten (Einwohnerzahl am 31. Oktober 2004):
- Bilme (47 Einw.)
- Bittingen (99 Einw.)
- Bremen (3.135 Einw.)
- Gerlingen (66 Einw.)
- Gerlingen ist wohnbautechnisch und bevölkerungsmäßig eher klein, doch durch die zahlreiche Felder, Wiesen und Wälder gehört es flächenmäßig zu den größeren Ortsteilen. Es wird auf großen Bauernhöfen noch Landwirtschaft betrieben. In Gerlingen existiert kein Einzelhandel, allerdings kann man auf einigen Höfen Eier, Honig und andere landwirtschaftliche Produkte kaufen.
- Am Ortsrand liegt der 279 Meter hohe Fürstenberg, an dessen Osthang sich vorgeschichtliche Hügelgräber befinden. Auf dem Fürstenberg stand im 8. Jahrhundert eine Wallburg (Burg Oldenburg), die während der Sachsenkriege der örtlichen Bevölkerung als Fliehburg diente.
- Der Ort hat ca. 520 Einwohner (Stand 30. Juni 2004). Hünningen wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1969 mit 13 anderen selbständigen Orten zur neuen Gemeinde Ense zusammengefasst. Zusammen mit Lüttringen bildet Hünningen das "Doppeldorf". Auf Hünninger Gebiet befindet sich außerdem Haus Füchten, ein alter Adelssitz.
- Der Ort hat knapp 1.000 Einwohner und damit nach Bremen, Niederense und Höingen der viertgrößte Ortsteil der 15 Dörfer zählenden Großgemeinde.
- Lüttringen liegt am nördlichen Rand des Arnsberger Waldes (Haarstrang), an der Grenze zur Westfälischen Bucht, über dem Tal der Ruhr. Etwa fünf Kilometer südlich des Dorfes liegt Neheim-Hüsten (rund 35.000 Einwohner), der zur Stadt Arnsberg zählenden regionalen Verkehrsknotenpunkt, rund acht Kilometer nördlich die Hellwegstadt Werl. Unmittelbare Nachbarorte sind Hünningen, in das Lüttringen im Nordosten nahezu nahtlos übergeht und Höingen, etwa zwei Kilometer östlich gelegen.
- Unmittelbar westlich des Dorfes verläuft die Autobahn A 445, die Anschlussstelle Arnsberg-Neheim stellt für das Dorf den Anschluss an das überregionale Straßennetz dar. Der nächstliegende Bahnhof befindet sich in Neheim-Hüsten an der Ruhrtalbahn, der Bahnhof Werl liegt dagegen an der Linie Dortmund-Soest-Paderborn.
- Die Hauptdurchgangsstraße, die Hermann-Löns-Straße, zieht sich kurvenreich durch das Dorf. Am westlichen Ortsrand, in der Straße Am Gelke, befinden sich für größere Dörfer typische Einrichtungen: Eine Festhalle, eine Turnhalle, ein Kindergarten, Schießhalle, der Sportplatz des SV Lüttringen und ein Tennisplatz. Die katholische Fürstenbergschule (Grundschule, Jahrgangsstufen 1 bis 4) liegt in der gleichen Straße, wurde 1962 errichtet und zählte 2002 241 Schüler in 10 Klassen.
- Lüttringen wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1969 mit 13 anderen selbständigen Orten zur neuen Gemeinde Ense zusammengefasst.
- Niederense (3.366 Einw.)
- Oberense (276 Einw.)
- Der Name ”Ense” ist wahrscheinlich indogermanisch-keltischen Ursprungs und bedeutet so viel wie ”Wasserstellen”, die sich durch die weitaus schwingende Möhnetal unterhalb des alten Ortskerns von Niederense ergibt.
- Oberense heißt also soviel wie "oberhalb der WassersteIle"
- Der Name Oberense wird erstmals 1269 in einer Urkunde der Äbtissin Elisabeth von Himmelpforten erwähnt. Danach taucht der Name wieder häufig in den Lehnsregistern des Grafen von Arnsberg auf (1281, 1313 und 1338). Die acht Höfe, welche heute noch in Oberense bestehen, werden schon in den Schatzregistern des Herzogs von Westfalen im Jahre 1536 benannt.
- In Parsit befindet sich die Hauptverwaltung der renommierten Firma Kettler, da ihr Gründer, Heinz Kettler, aus Parsit stammt.
- Ruhne (325 Einw.)
- Sieveringen (352 Einw.)
- Vierhausen
- Volbringen (137 Einw.)
- Waltringen (671 Einw.)
Geschichte
Die urkundliche Ersterwähnung des heutigen Hauptortes der Gemeinde Ense, Bremen, datiert aus den Jahren zwischen 1081 und 1089. Der Name könnte von den Sachsen stammen, die 300 bis 400 Jahre vorher die Gegend eroberten. Dies ist auch durch eine Wallburg auf dem Fürstenberg. Der Gemeindename Ense ist schon seit 1207 überliefert und entstammt dem Rittergeschlecht von Ense, dessen Stammvater Conrad von Ense hieß und deren Stammsitz in Ense-Oberense und/oder Ense-Niederense lag . Direkt an der Ruhr gelegen ist das Rittergut Haus Füchten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kirchspiel Bremen aus dem Amt Körbecke herausgelöst. Ein einschneidendes Erlebnis in der Enser Geschichte war die Möhnekatastrophe am 17. Mai 1943. Nach der Zerstörung der Möhnetalsperre durch alliierte Bomber wurde auf Enser Gebiet das 1246 gegründete Ziesterzienserkloster und die kleine Ortschaft Himmelpforten von den Fluten zerstört. Viele Einwohner wurden getötet. In ihrer heutigen Form entstand die Gemeinde Ense im Zuge der kommunalen Neugliederung am 1. Juli 1969, indem sich die jetztigen Ortsteile zusammen schlossen.
Politik
Gemeinderat
- CDU 12 Sitze
- SPD 7 Sitze
- Grüne 1 Sitz
- FDP 1 Sitze
- BG 5 Sitze
Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975
In der Liste[1] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr |
CDU |
SPD |
FDP |
BG |
Z |
Grüne |
| 1975 |
50,9 |
24,8 |
13,1 |
8,1 |
3,0 |
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| 1979 |
51,1 |
26,8 |
13,2 |
8,9 |
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| 1984 |
44,6 |
28,1 |
10,7 |
16,6 |
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| 1989 |
43,3 |
33,9 |
8,4 |
12,3 |
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| 1994 |
43,4 |
34,0 |
7,9 |
14,7 |
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| 1999 |
46,5 |
26,6 |
5,1 |
17,8 |
|
4,0 |
| 2004 |
44,9 |
25,1 |
5,9 |
19,2 |
|
4,9 |
Bürgermeister
Wappen
Das am 22. Januar 1971 genehmigte Wappen zeigt im oberen Teil eine schwarze Pferdepramme, die durch eine rote Schnur zusammengehalten wird. Dieser Teil stammt aus dem Wappen der Familie von Ense, die eine wichtige Rolle in der lokalen Geschichte spielte. Der die Trennlinie bildende Zinnenschnitt symbolisiert die einst im Ortsteil Bremen gelegene Burg Waterlappe, die Hauptsitz des Geschlechtes derer von Fürstenberg war, und stammt aus dem ehemaligen Wappen des Ortsteils Bremen. Die roten Balken in der unteren Hälfte sind dem Fürstenberger Wappen, die Farben sind beiden Geschlechterwappen entlehnt.
Städtepartnerschaften
Seit 1989 besteht eine Gemeindepartnerschaft zur Stadt Eleu-dit-Leauwette (Frankreich) sowie eine Gemeindefreundschaft zur Marktgemeinde Burkardroth.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Heimatmuseum des Verein für Geschichte und Heimatpflege Niederense-Himmelpforten e.V.
Bauwerke
- Katholische Pfarrkirche St. Lambertus
- Die kleine zweijochige Basilika wurde im 12. Jahrhundert errichtet und befindet sich im Ortsteil Bremen. Die dreischiffige Hallenerweiterung mit dem Chor erfolgte im 20. Jahrhundert.
- Das Schloss im Ortsteil Hünningen ist eine ehemalige Wasseranlage mit Herrenhaus. Es wurde vermutlich im 17. Jahrhundert erbaut und 1726 durch den Anbau eines Kapellenflügels noch erweitert; erste Hinweise, als Burg Füchten, gibt es sogar schon aus dem Jahr 1298. Nach eigenen Angaben ist es das größte Herrenhaus in Südwestfalen.
- Seit Mitte der 1980er Jahre befindet sich das Schloss in Privatbesitz.
- Bronzebrunnen „Die Bremer Stadtmusikanten” von 1984 in Anlehnung an die Hansestadt Bremen steht vor dem Enser Rathaus in Ense-Bremen eine Bronzeplastik mit Tieren der Region: einem Hahn, einem Schwein, einer Ente, einer Katze und einer Taube.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Am 1. Advent findet jedes Jahr in Bremen die Pflasterfete statt, ein Weihnachtsmarkt der anlässlich der Pflasterung der Ortsmitte (Pflasterfete) im Jahre 1983 von dem Bäckermeister Heinrich Klapp und dem Bankdirektor Willi Steinhoff ins Leben gerufen wurde.
- Am 11. August 2002 wurde das 1. Enser Haareselrennen durchgeführt.
- Jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober findet in Niederense der Allerheiligenmarkt statt.
- Jedes Jahr findet in Bremen der Husarencup statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Wirtschaftsförderung im Ort ist ein Angebot der Gemeinde Ense zur Unterstützung der Unternehmer. Aufgaben der Verwaltung sind unter anderem die Vermittlung von Gewerbeflächen im Industriepark Höingen.
Größter Industriebetrieb und zugleich bedeutendster Arbeitgeber in der Gemeinde Ense ist die Firma Kettler, die hier Verwaltung und einen Teil der Produktion beherbergt. Die Firma Brökelmann fertigt Aluminium-Profile und -Rohre und ist im Industriegebiet Höingen angesiedelt. Dort findet sich auch ein Zweigwerk der Firma Heimann aus Ense-Niederense, die unter anderem Büroklammern herstellt. Die Firma Inotec stellt alle möglichen Formen von Notbeleuchtungen und Notausgangsbeschilderungen her. Die Firma Enercon errichtet Windkraftanlagen.
Das Industriegebiet in Höingen wurde Anfang der 1980er Jahre aufgebaut und beherbergt neben der oben genannten großen Unternehmen weitere mittelständische Betriebe.
Verkehr
Durch die Gemeinde Ense führt die B516, die von Werl kommend durch den Hauptort Ense-Bremen führt und zwischen Niederense und Oberense als Haarweg nach Möhnesee führt. Die A445/A46 kommt von Werl und tangiert das Gemeindegebiet ab Haus Füchten.
Medien
Für Ense gibt es zwei regionale Tageszeitungen:
- Westfalenpost
- Soester Anzeiger
Neben dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk (WDR) ist in Ense der private lokale Rundfunksender Hellweg Radio zu empfangen.
Bildung
In Ense befinden sich neben zwei städtische Grundschulen (Grundschule Höingen, Bernhardusschule Niederense) auch eine katholische Bekenntnisschule für die ersten vier Schuljahre. An weiterführenden Schulen ist in Ense nur eine Hauptschule vorhanden. Schüler von Real-, Gesamtschulen oder Gymnasien werden in den umliegenden Städten unterrichtet. In Ense-Bremen befindet sich eine Geschäftstelle der Volkshochschule Werl-Wickede-Ense.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Kaspar von Fürstenberg (1545-1618), Landdroste von Westfalen, geboren auf Burg Waterlappe
- Dietrich von Fürstenberg (1546-1618), Bischof von Paderborn
- Franz Gockel (1925-2005), Veteran und Friedensaktivist
- Heinz Kettler (-2005), Unternehmer
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