Eppenrod in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Diez
Koordinaten: 50° 24′ N, 7° 56′ O
Höhe: 290 m ü. NN
Fläche: 6,98 km²
Einwohner: 725
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65558
Vorwahl: 06485
Kfz-Kennzeichen: EMS
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 038
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Louise-Seher-Straße 1
65582 Diez
Ortsbürgermeisterin: Silvia Stecker

Eppenrod ist ein Ort im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Geografie

Flächennutzung

  • Gemarkungsflächen: 5,90 km²
  • Feldgemarkungen: 3,00 km²
  • Waldbestand: 2,70 km²

(Stand vom 31. Dezember 2002 gem. Angaben der Vbg Diez a.d.Lahn)

Geschichte

950 wurde das Siedlungsgebiet Eppenrod erstmals urkundlich erwähnt.

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Vermutetes Alter/Historische Datierungen:

Auf um 800 n. Chr. wurden Funde von Hallstatt-Brandgräbern datiert und lassen so auf eine erheblich frühere Gründung schließen.

Namensgebung / Namensthesen:

Mönch Eppo

Es soll im nahe liegenden Limburg (an der Lahn) einen Koradiner-Mönchen, namens "Eberhard", gegeben haben, dessen lateinischer Rufnamme "Eppo" ausgesprochen wurde. Dieser Mönch setzte sich sehr für eine Erweiterung der bestehenden Wald-Siedlung ein und unterstützte die dortigen Holz- und Holzkohle- Arbeiter in ihren Wünschen nach einer größeren Siedlung innerhalb der damals vorhandenen, dichten, stark bewaldeten Gegend. So soll es dann dazu gekommen sein, dass die wachsende Wald-Siedlung in "Eppods" benannt wurde und durch Lautverschiebungen zu Eppenrod wurde.

Eben roth

Unter den alten Menschen in Eppenrod geht hingegen folgende Geschichte um: Wie bereits erwähnt, handelte es sich um eine stark bewaldete und sumpfige Gegend, welche durch die ersten Siedler mit Holzwirtschaft bewirtschaftet wurde und so erste Rodungen der besiedelten Fläche auch sumpfigen Boden hinterließen. Auf jenem Grund soll die Pflanze „Sauerampfer”, die bis heute dort anzutreffen ist, hervorragend gediehen sein und teils sogar sehr große, rötliche Flächen hinterlassen haben. Die Betrachtrung dieser „roten Ebene” soll wiederum zum Siedlungsnamen „Ebenroth” geführt haben, der dann durch Lautverschiebungen zu „Eppenrod” wurde.

Doch die letzte These ist nur auf Erzählungen zurück zu führen und gilt eher als Volkmund-Phantasie, während der Mönch „Eppo” in Büchern und Annalen anzutreffen ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Im Mittelpunkt des Ortes findet sich eine historische Kirche, die von Friedhofe und Pfarrhaus umgeben und ummauert ist. Die wahrlich sehenswerte, historische Kirche, besitzt neben einem romanischen Westturm und spätromanischen Chorjoch, auch eine sehens- und hörenswerte Orgel, barocken Stiles. Diese Kirche wurde in den Wirren des 30-jährigen Krieges so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass man sie im 18. Jahrhundert neu aufbauen musste. Erstmalig erwähnt, wurde die Kirche 1202 und dann 1336 durch "Bischof Balduinstein von Trier" dem Stift Limburg zugeordnet. Im Jahre 1541 reformierte sich die Kirche, wurde jedoch noch ein Jahrhundert lang von katholischen Pfarrern geleitet.

Im Januar 1997 fand die heutige Würdenträgerin, Pfarrerin Mühlenbeck, bei Aufräumarbeiten eine historische Bibel aus dem Jahre 1693. Diese wurde dann aufwendig restauriert, sowie konserviert und kann auf Anfrage heute in der Kirche betrachtet werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Eppenrod ist ein Dorf mit ländlichem Charakter. Neben einigen Bauernhöfen gibt es mehrere Handwerksbetriebe.

Ein Neubaugebiet, am Ortsausgang in Fahrtrichtung Isselbach, erweiterte im Jahre 2000 Eppenrod um mehrere Straßenzüge. Nur kurze Zeit später folgte dann ein neu ausgewiesenes Gewerbegebiet am Ortsausgang nach Görgeshausen.




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Informationsportal über Eppenrod in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012