
|
Erftstadt ist eine Stadt im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen, 20 km südwestlich von Köln und 35 km nordwestlich von Bonn. Einwohner52.149 (Stand 31. Dezember 2006)
WappenDas Wappen besteht aus einem grünen Schildgrund, der für Natur und Gesundheit steht. Durchzogen wird der Schildgrund von einem silbernen Fluss, der die Erft symbolisiert. Auf der linken Schildhälfte befinden sich zwei goldene Quadrate (Kornfelder), die ein "E" (für Erftstadt) darstellen. GeschichteErftstadt wurde 1969 im Zuge der Kommunalreform aus den oben stehenden Stadtteilen gegründet. Der Fluss Erft gab der Stadt den Namen. Da Erftstadt erst 1969 als künstliches Gebilde entstand, handelt ein historischer Rückblick automatisch von der Geschichte der einzelnen Ortsteile. Lechenich wurde erstmals um 200 nach Christus auf einem Matronenstein als Matronae Lanechiae (bzw. Matronae Lanehiae) erwähnt. Bei Erp wurden Gräber mit Grabbeigaben, Fragmente eines Kultsteines sowie Ziegel, Nägel und Eisenschlacken aus römischer Zeit gefunden. Friesheim existierte bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. unter dem Namen „Fribodesheim” (Heim des Frigbodo, Frigbodo = Freier bzw. unabhängiger Gebieter). Um 833 vermacht Graf Emundus (Kaiserlicher Sendbote Kaiser Ludwig I.) den Ort Frisheim dem Hohen Dom zu Köln. Erstmals erwähnt wurde Bliesheim im Jahre 1059 oder 1063 in einer Schenkungsurkunde des Papstes. Erstmalig wird Gymnich 1121 als Gimnich erwähnt. Erp wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1140 schriftlich erwähnt. Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Pfarre Liblar um 1155, der Ort Liblar erst 1197. 1279 verlieh der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg Lechenich die Stadtrechte. In der Zeit der französischen Besetzung des Rheinlandes wurde Gymnich Mairie, und Preußen behielt nach den Befreiungskriegen die Verwaltungsgliederung als Bürgermeisterei und später als Amt bei. 1827 veranlasste Landrat Bielefeld, dass das Landratsamt von Lechenich nach Euskirchen verlegt wurde. Geprägt wurden Bliesheim und Liblar im 19. Jahrhundert durch den Braunkohleabbau. Am 1. Juli 1959 wurde die Grube Donatus geschlossen. Geschichtliche Ereignisse
PolitikVerwaltungErftstadt erhebt seit dem 1. Januar 1998 eine Zweitwohnsitzsteuer, die 10 % der Jahresrohmiete entspricht. Ziel der Stadt ist es hierbei, neben der finanziellen Beteiligung an der städtische Infrastruktur auch einen Anreiz zu schaffen, den Nebenwohnsitz in einen Hauptwohnsitz umzuwandeln. In Erftstadt gelten auch für alle Mobilheime, Wohnmobile, Wohn- und Campingwagen, die zu Zwecken des persönlichen Lebensbedarfes auf einem eigenen oder fremden Grundstück für einen nicht nur vorübergehenden Zeitraum abgestellt werden, die Zweitwohnsitzsteuer. Bisherige Bürgermeister
Persönlichkeiten
Tourismus, Natur & SehenswürdigkeitenDas sehenswerteste Ereignis in Erftstadt ist die jährliche Reiterprozession des Gymnicher Rittes. Eins der besuchenswertesten Restaurants in Erftstadt ist das Husarenquartier in Lechenich, das als bestes Restaurant des Rhein-Erft-Kreises durch den Restaurantkritiker Joachim Römer in Römers Restaurant Report Köln und Umgebung 2007 bewertet wurde. NaturErftstadt liegt direkt am 880 km² großen Naturpark Rheinland (bis 2005 "Kottenforst-Ville"), dessen viele große und kleine Seen ihre Entstehung dem Braunkohlenabbau im Rheinischen Braunkohlerevier verdanken. 1920 wurde mit der Aufforstung von Buchen, Kiefern, Roteichen und Lärchen die Rekultivierung begonnen. Etwa 40 Seen wie der Heider Bergsee , Bleibtreusee, Silbersee, Berggeistsee, Köttinger See, Ober- und Mittelsee, Concordiasee oder der Liblarer See, mit etwa 54 Hektar einer der größten Seen, laden heute zum Baden, Tauchen, Angeln und Erholen ein. Touristische RoutenDurch Erftstadt und seine Stadtteile führen eine Reihe von touristisch erschlossenen und gekennzeichneten Routen, die auch untereinander verbunden und zu Kurztouren innerhalb Erftstadts genutzt werden können:
SehenswürdigkeitenMehrere Schlösser:
Wirtschaft
Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe (AHAG) Lechenich e.V.Die AHAG (Aktionsgemeinschaft Handel und Gewerbe) wurde im Herbst 1979, nach einer Ausstellung zur 700-Jahr-Feier der Stadt Lechenich, von 13 Teilnehmern dieser Ausstellung als Werbe- und Interessengemeinschaft gegründet. Der Zweck dieser Gemeinschaft sind Werbeaktionen, die Steigerung der Attraktivität der Stadt, bessere Kommunikation unter den Mitgliedern, die Vertretung ihrer Interessen in der Politik sowie den Wirtschaftsstandort Lechenich zu stärken und auszubauen. VerkehrSchienen- und BusverkehrDer Haltepunkt Erftstadt liegt an der Eifelbahn (KBS 474) Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier, auf der im Schienenpersonennahverkehr
verkehren. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr
Der Straßenpersonennahverkehr innerhalb Erftstadts wird gut durch Buslinien bedient, die durch ein Anrufsammeltaxisystem ergänzt werden. Die Buslinien der Gesellschaften Regionalverkehr Köln (RVK) und Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) verbinden Erftstadt mit allen umliegenden Orten. Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. StraßenErftstadt hat einen Anschluss an die A 1/A 61. Köln ist mit dem Auto direkt über die B 265 an Brühl vorbei und durch Hürth zu erreichen. SportMit dem WSF Liblar verfügt Erftstadt über eine Bundesligamannschaft im Kanupolo, die 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006 deutscher Meister wurden und deren Teammitglieder häufig in die deutsche Nationalmannschaft berufen werden. Die im Jahre 2006 auf der deutschen Meisterschaft in Essen 4 gestellten Mannschaften erreichten alle das Finale und wurden bis auf eine Ausnahme alle deutscher Meister. Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der Schachclub Erftstadt 2006 zum dritten Mal nach 2000 und 2002 mit dem Qualitätssiegel "Deutscher Top-Schachverein" ausgezeichnet. Von etwa 3.000 deutschen Schachvereinen haben erst 14 Vereine diese Auszeichnung erhalten, und Erftstadt ist der einzige Schachverein mit einer dreimaligen Auszeichnung. Ausgezeichnete Jugendarbeit leisten auch diverse Tennisvereine, z.B. der Tennis Sport Erftstadt e.V.. Seit 1970 besteht die Sportgemeinschaft Erftstadt eV (SGE) mit mittlerweile 15 Sportabteilungen. FeuerwehrwesenDie Feuerwehr der Stadt Erftstadt besteht aus der hauptamtlichen Wache (Feuerwehr und Rettungsdienst) in Liblar und 14 ehrenamtlichen Löschgruppen in den Ortsteilen. Je nach Größe bilden zwei oder drei Löschgruppen einen Löschzug, je zwei Löschzüge bilden einen Verband. Durch diese Gliederung kann je nach Einsatzstichwort zusätzlich zu den hauptamtlichen Kräften eine entsprechende Zahl Ehrenamtlicher alamiert werden. Viele der einzelnen Löschgruppen besitzen eine Jugendfeuerwehr, in der Jugendliche zwischen zehn und achtzehn Jahren zum einen an die feuerwehrtechnischen Grundlagen herangeführt werden und sich zum anderen bei verschiedenen Aktivitäten austoben. Städtepartnerschaften
Literatur
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
