Erkenbrechtsweiler in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Koordinaten: 48° 33′ N, 9° 26′ O
Höhe: 702 m ü. NN
Fläche: 6,93 km²
Einwohner: 2133
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73268
Vorwahl: 07026
Kfz-Kennzeichen: ES
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Uracher Straße 2
73268 Erkenbrechtsweiler
Webpräsenz: www.erkenbrechtsweiler.de
Bürgermeister: Roman Weiß

Erkenbrechtsweiler ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Geografie

Geografische Lage

Erkenbrechtsweiler ist die einzige Gemeinde im Landkreis Esslingen, deren Markung vollständig auf der Albhochfläche liegt. Sie liegt in der Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geschichte

Erkenbrechtsweiler wurde erstmals 1284 urkundlich erwähnt, als Berthold von Neuffen es dem Hochstift zu Speyer schenkte. Der Ort kam 1938 zum neugebildeten Landkreis Nürtingen und ging mit diesem 1973 im Landkreis Esslingen auf.

Religionen

Seit der Reformation ist Erkenbrechtsweiler evangelisch geprägt. Neben der evangelischen Kirchengemeinde gibt es inzwischen auch eine neuapostolische Kirche. Römisch-katholische Christen hingegen müssen zum Gottesdienst in den Lenninger Ortsteil Hochwang fahren.

Einwohnerentwicklung

  • 1910: 853
  • 1959: 1242
  • 1961: 1314
  • 2005: 2133

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

UBL 63,2 % 6 Sitze
BWV 36,8 % 4 Sitze

Wappen

Offizielle Blasonierung: „Über goldenem (gelbem), mit einer liegenden schwarzen Hirschstange belegtem Schildfuß in Gold (Gelb) ein grüner Berg mit silberner (weißer) Felsspitze, dahinter die aufgehende rote Sonne.”

Die Hirschstange weist auf die Zugehörigkeit zu Württemberg hin, das dieses Symbol ebenfalls im Wappen trägt. Der Berg mit dem Fels stellt die Lage am Albtrauf dar.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Erkenbrechtsweiler gibt es eine Grundschule mit Außenstelle in Hochwang. Außerdem besteht im Höfle ein Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Der Heidengraben, ein keltisches Oppidum (eine stark befestigte Stadt), entstand um 100 v. Chr. Es liegt auf einem halbinselartigen Plateau zwischen dem Erms- und Lautertal und ist mit insgesamt über 16 km² die größte Anlage dieser Art in Mitteleuropa. Der Kern des Oppidums mit 153 ha war die Elsachstadt westlich von Grabenstetten, die durch mehrfache Vorbefestigungen zusätzlich gesichert war. Nördlich von Erkenbrechtsweiler befindet sich ein rekonstruiertes Tor. Gegen Süden war das Oppidum mit zwei Wällen gesichert, von denen der eine südlich von Grabenstetten noch gut erhalten ist.

Ein archäologischer Lehrpfad mit vielen Info-Tafeln erschließt die Anlage für den Besucher.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • 1794, 4. Juni, Christof Gottlob Heinrich Friedrich von Römer, † 11. März 1864 in Stuttgart, liberaler deutscher Politiker, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, MdL (Württemberg), württembergischer Justizminister (1848/49)
  • 1949, 6. Februar, Karin Roth, deutsche Politikerin (SPD), MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (seit November 2005), Senatorin für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Freien und Hansestadt Hamburg (1998-2001).



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Informationsportal über Erkenbrechtsweiler in Baden-Württemberg - 24.5.2012