
|
Etzelwang ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg. Sie liegt im Westen des Landkreises. Hauptort ist das Dorf Etzelwang mit seiner Kirche, die zwischen 1721 und 1763 errichtet wurde. GeschichteDer Ortsname geht auf Etzel, eine Nebenform von Heinrich, erste Erwähnung 1059 als "ezziliuuangen". Politisch gehörte der Ort zunächst zur Jungen Pfalz, später zum Herzogtum Sulzbach und dann zu Bayern. An Stelle der heutigen Kirche stand im Mittelalter eine Wehrkirche, von der nur noch Reste der Mauern erhalten sind (Friedhofsmauer). Die heutige Kirche wurde von 1721 bis zur Vollendung des Turmes 1763 als Simultankirche erbaut, heute ist sie evangelisch. Mit der Gebietsreform wurden die früher selbstständigen Gemeinden Neidstein, Kirchenreinbach und Schmidtstadt zur Gemeinde Neidstein vereinigt. 1983 erfolgte die Umbenennung in Etzelwang, der mit Abstand größten Ortschaft der Gemeinde. WappenDie Gemeinde führt ihr Wappen seit 1984. Amtliche Wappenbeschreibung"Über rotem Schildfuß, darin ein wachsendes goldenes Mühlrad, in Silber eine rote heraldische Lilie, beseitet von je einem gestümmelten schwarzen Ast, aus dessen Spitze und Seite goldene Flammen schlagen." Bedeutung der SymboleStellvertretend für die vielen Adels- und Herrschergeschlechter, die die Herrschaft in Etzelwang inne hatten, erinnern die brennenden Äste im Wappen an die Adelsfamilie derer von Brand, die seit 1466 Besitzer der Burg Neidstein waren. Das silberne Feld und der rote Schildfuß sind von den vom 14. Jahrhundert bis ca. 1600 auf der Burg Rupprechtstein sitzenden Freudenbergern abgeleitet. Die heraldische Lilie ist dem Wappen der Mühlholz entliehen, einer Nürnberger Patrizierfamilie, von 1576 bis 102 im Besitz der Hofmark Kirchenreinbach. Das Mühlrad im Fuße des Wappens soll an die vielen Mühlen erinnern, die im Gemeindegebiet am Lehenbach stehen. SehenswürdigkeitenSchloss Neidstein Am 10. Februar 1466 ging Burg Neidstein auf Hanns den Prandtner, Pfleger des Herzogs Ludwig von Bayern-Landshut zu Floß, den ersten Namensträger der Familie von Brand über. Deren Stammsitz war auf Brand bei Marktredwitz, sie wurden 1221 erstmals urkundlich erwähnt. Sein Sohn Jobst von Brand gab die durch Kriegseinwirkung unbewohnbare Burg 1513 auf und baute am Fuße des Burgberges Schloss Neidstein. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss zwischen 1855 und 1860. Bis Juli 1973 war es von Dr. Philipp Theodor Freiherr von Brand bewohnt. Mangels direkter Nachkommen ging das Schloss dann an seinen Neffen Theodor Philipp Rudolf von Brand, einen Bundesrichter in den USA. Seine Söhne Andrew und Alexander boten es in den USA zum Kauf an. Am 19. Juli 2006 kaufte der Hollywood-Schauspieler und Oscar-Preisträger Nicolas Cage das Schloss . FreizeitDurch die reizvolle Lage im Fränkischen Jura bzw. der Oberpfälzer Alb und die relative Nähe (45 km) zur Großstadt Nürnberg ist Etzelwang ein gut besuchtes Ausflugsziel mit Freibad, Campingplatz und zahlreichen Gaststätten sowie einer Skiliftanlage. VerkehrEtzelwang lag seit jeher an bedeutenden Handelswegen. Der Ort hat seit 1859 einen Bahnhof an der Strecke von Nürnberg nach Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, der bayerischen Ostbahn. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
