Falkenberg in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungsge-
meinschaft:
Wiesau
Koordinaten: 49° 52′ N, 12° 13′ O
Höhe: 450–510 m ü. NN
Fläche: 39,41 km²
Einwohner: 966
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95685
Vorwahl: 09637
Kfz-Kennzeichen: TIR
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 117
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
95676 Wiesau
Webpräsenz: www.markt-falkenberg.de
Bürgermeister: Herbert Bauer (CSU)

Falkenberg ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau.

Geschichte

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Falkenberg im Jahr 1154 in Zusammenhang mit der Burg. 1274 wurde Falkenberg durch Heirat einer Grafentochter Besitz des Landgrafen von Leuchtenberg bis das Kloster Waldsassen 1309 die Burg samt Umgebung aufkaufte (vgl. auch Stiftland). Mit ihm blieb es bis zur Säkularisation (1803) verbunden. Falkenberg besitzt seit 1467 Marktrechte.

Eingemeindungen

Ortsteile von Falkenberg sind: Bodenreuth, Falkenberg, Gumpen, Hammermühle, Hanfmühl, Holzmühl, Pirk, Seidlersreuth, Thann, Tannenlohe und Troglauermühle. Mehrere Ortsteile kamen im Rahmen der Gebietsreform in den 1970er Jahren zum Gemeindegebiet hinzu.

Politik

Gemeinderat

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 2 Sitze

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister: Herbert Bauer, CSU
  • Zweiter Bürgermeister: Gerhard Pöschl, CSU

Verwaltung

Der Markt Falkenberg bildet zusammen mit dem Markt Wiesau, dem Grund- und Hauptschulverband Wiesau und dem Schulverband Falkenberg die Verwaltungsgemeinschaft Wiesau.

Wappen

Falkenberg hat seit 1567 ein eigenes Wappen. Es ist im oberen Teil dreigeteilt; im mittleren silbernen Teil repräsentiert der goldene Abtstab die Verbindung zum Zisterzienserkloster Waldsassen, in dessen Besitz die Burg Falkenberg ca. 1300 kam. Der im unteren Teil auf einem Felsen sitzende Falke ist das sprechende Bild für den Ortsnamen. Das Wappen verlieh Administrator Pfalzgraf Reichard dem Markt im Jahr 1567.

Partnerschaften

Seit dem Sommer 2005 unterhält der Markt Falkenberg eine Partnerschaft zur ungarischen Gemeinde Nagyvázsony. Die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde fand am 30. Juli 2005 in Falkenberg statt, nunmehr ist diese Urkunde im September 2006 bei einem Besuch in Ungarn gegengezeichnet worden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Burg Falkenberg aus dem 11. Jahrhundert
  • Historischer Gasthof aus dem 12. Jahrhundert
  • Großes Kriegerdenkmal am Kalvarienberg, erbaut 1934
  • Kommunbrauhaus
  • Pfarrkirche St. Pankratius

Naturdenkmäler

Der Burgberg, auf dem die Burg erbaut wurde, gilt als Geotop. In Falkenberg beginnt das Naturschutzgebiet Waldnaabtal, welches südlich von Falkenberg einige eigenwillige Granitsteinbildungen aufweist (z.B. Kammerwagen, Biberstein, Butterfass und Gletschermühle).

Kulinarische Spezialitäten

Weithin bekannte und geschätzte Spezialität in Falkenberg ist das Zoiglbier.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Falkenberg liegt an der Bundesautobahn 93 (Anschlussstelle Falkenberg) und an der B 299.

Öffentliche Einrichtungen

Kath. Kindergarten seit 1960

Grundschule Falkenberg

Jugendherberge Tannenlohe

Seit einer Gebietsänderung, die zum 1. Juni 2004 in Kraft ist, liegt die Jugendherberge Tannenlohe auf Falkenberger Gemeindegebiet. Eigentümer der Jugendherberge ist der Landkreis Tirschenreuth, die Jugendherberge war jedoch in der Gemarkung Bernstein, Stadt Windischeschenbach, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab gelegen. Infolge des Ausbaus der Autobahn A 93 kam es zu unterschiedlichen Ansichten über die Erkennbarkeit der Gemeindegebietsgrenzen. Im Interesse einer eindeutigen Zuordnung entsprechend den kommunalen Gebietsgrenzen wurde schließlich per Verordnung der Regierung der Oberpfalz eine Gebietsumgliederung durchgeführt.

Persönlichkeiten

Friedrich Werner von der Schulenburg kaufte 1936 die Ruine der Burg Falkenberg und baute sie zu seinem Ruhesitz aus. Er war deutscher Botschafter in Moskau und damit maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts 1939 beteiligt. Außerdem war er am Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 beteiligt und wurde in Folge dessen am 10. November 1944 in Plötzensee hingerichtet. Bei einem Erfolg des Attentats wäre er als Außenminister in der neuen Regierung vorgesehen gewesen.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Prof. Dr. Albert Lang (* 1890; † 1973 in Bonn), Theologe an der Universität Bonn
  • Dr.Joseph Bartholomäus Mayr ( * 29.Nov.1801 Falkenberg; † 15.Mai 1886 München),Oberappelationsgerichtsrath - München - Quelle: Familienarchiv Josef Schmid - Waldsassen - Bischöfl.Zentralarchiv Regensburg(Falkenberg)

Literatur

  • Josef Bartholomäus Mayr, Geschichte des Schlosses und Marktes Falkenberg, 1880, Neudruck durch Anton Böhm 2005
  • Anton Böhm, Falkenberg in der Oberpfalz, Heimatbuch, 1999
  • Anton Böhm, Falkenberg, Ein Jahrhundert in Bildern, 2004
  • Anton Böhm, Falkenberger G'schichtn, 2006
  • Alfons Zöllner, Eigentlich dürfte von mir kein Trumm mehr da sein, 2002
  • Josef Hannig, Aus der Baderstube, 2007



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Informationsportal über Falkenberg in Bayern - 24.5.2012