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Finsterwalde (niedersorbisch: Grabin) ist eine Stadt im südlichen Brandenburg) Infrastruktur und VerkehrAutobahnen und BundesstraßenDurch Finsterwalde führt die B 96 Zittau - Sassnitz auf Rügen. Die Anschlussstelle der A 13 Berlin - Dresden, Bronkow liegt 17 km und die nächste Anschlussstelle in Großräschen 18 km entfernt. BahnverkehrDer Bahnhof Finsterwalde ist an die elektrifizierte Bahnstrecke Leipzig-Cottbus-Breslau (PL) angeschlossen. FlugverkehrAm südlichen Stadtrand von Finsterwalde befindet sich der Sonderlandeplatz „Lausitz-Flugplatz” (ICAO Code: EDUS; GPS-Koordinaten: 51°36'45" N / 13°44'28" E). Er besitzt zwei Start- und Landebahnen (eine Betonbahn, 1470 m Länge, 30 m Breite, zugelassen bis 14.000 kg MTOM und eine Grasbahn, 885 m Länge, 40 m Breite, zugelassen bis 2.000 kg MTOM). Im Finsterwalder Volksmund "Russenflugplatz" genannt. Zu DDR-Zeiten unterstand das Gelände dem sowjetischen Militär und es starteten täglich MiGs zu Kontroll- und Überwachungsflügen. Seit 6 Jahren findet immer Ende des Sommers auf der Start- und Landebahn eines der größten Hot-Rod Rennen Deutschlands statt. Am westlichen Stadtrand von Finsterwalde befindet sich der Sonderlandeplatz Finsterwalde-Heinrichsruh – im Finsterwalder Volksmund Segelflugplatz genannt – (ICAO Code: EDAS) mit einer Start- und Landebahn 27/09 (Grasbahn, 980 m). Öffentlicher NahverkehrDen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Busse der ELSTER-Nahverkehrsgesellschaft mbh aus Finsterwalde (Grabin). BildungFinsterwalde hat ein Gymnasium (Sängerstadt Gymnasium), eine Oberschule, eine allgemeine Förderschule und drei Grundschulen, sowie ein Oberstufenzentrum, eine Kreisvolkshochschule und eine Musikschule. Bis Mitte 2006 hatte Finsterwalde zwei Gymnasien. Neben dem Sängerstadt Gymnasium wurde das Janusz-Korczak-Gymnasium unterhalten. Dessen Gebäude gehört seit den Sommerferien 2006 zum Sängerstadt Gymnasium. Ebenfalls wurden die Gesamtschule und die Realschule zu einer Oberschule zusammengefasst. WirtschaftWachstumskern Metall- und ElektroindustrieIn und um Finsterwalde konzentrieren sich vorrangig Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Seit 1922 fertigt die Firma Kjellberg Schweißautomaten, Elektroden und mit wachsendem Erfolg Plasmaschneidtechnik (2004: Marktführer in Europa auf dem Gebiet der Plasmaschneidetechnik). Weitere große Unternehmen in dieser Region sind das Drahtwerk, das Schraubenwerk, die Finsterwalder Maschinen- und Anlagenbau GmbH (FIMAG) und die Industriegalvanik GmbH (GALFA Industriegalvanik). Insgesamt umfassen die Unternehmen der Branche rund 1.500 Beschäftigte. Finsterwalde ist damit in Südbrandenburg das Zentrum der Metall- und Elektroindustrie. Die meisten der Unternehmen sind heute in einem stabilen Netzwerk verankert, das sich in Südbrandenburg, Nordsachsen und Ost-Sachsen-Anhalt etabliert hat und als ARGE Metall- und Elektroindustrie Südbrandenburg einen dezentralen Cluster-Ansatz darstellt. ArbeitsmarktsituationIm Monat Februar ist die Zahl der Arbeitslosen in und um Finsterwalde noch einmal gestiegen. Mit einer Arbeitslosenquote von 26,7 % hat der Altkreis damit Senftenberg erstmals überholt und ist zum unrühmlichen Spitzenreiter im Süden Brandenburgs geworden. Lübben hat mit 18,8 % die geringste Quote. Die weiter zunehmende Zahl von Arbeitslosen hänge auch mit der Beendigung der betrieblichen Ausbildung von Jugendlichen und mit weiteren Entlassungen auf dem Bau und in baunahen Gewerken zusammen. Keine neuen Nachrichten gibt es von dem neu angesiedelten Automobilzulieferer Intier in Massen. Der im März in der neuen Riesenhalle im Gewerbegebiet von Massen mit der Produktion begonnen hat und dort mal 200 Mitarbeiter beschäftigen möchte, habe bisher 48 Leute eingestellt, die in Niederlassungen auf ihren Job vorbereitet wurden. Kultur und SehenswürdigkeitenMuseenDie Stadt beherbergt das Kreismuseum Finsterwalde. Kernstück dessen ist ein originaler Kolonialwarenladen, der im November 1850 eröffnet wurde. Das Museum bietet hiermit einen Einblick in einen authentisch eingerichteten „Tante-Emma-Laden” des 19. Jahrhunderts. Gegründet wurde es 1981. Einige Verkaufsmöbel stammen noch aus der Gründerzeit, das Interieur, die Warenverpackungen und die Werbung vermitteln einen anschaulichen Eindruck in die Verkaufskultur der Zeit um den Ersten Weltkrieg. In den anliegenden Gebäudeteilen befinden sich darüber hinaus eine nachgebildete DDR-Drogerie und eine Abteilung mit Verkaufsutensilien, die die Präsentation zum Einzelhandel ergänzt. Dauerausstellungen thematisieren die „Finsterwalder Sänger”, die „Tuchfabrikation in Finsterwalde” und lokale Heimatkunde der Umgebung (inklusive einer umfangreichen Bibliothek). Im Museumshof und dem angrenzenden „Speicher” gibt es ständig wechselnde Sonderausstellungen sowie Kultur- und Musikveranstaltungen unterschiedlichster Art. Seit dem Jahr 2002 bietet die Niederlausitzer Museumseisenbahn eine weitere Attraktion für die Stadt und ihre Gäste: Auf dem vor vielen Jahren stillgelegten Normalspur-Gleisabschnitt zwischen Finsterwalde und Crinitz ermöglicht der gemeinnützige Verein Niederlausitzer Museumseisenbahn e. V. Finsterwalde-Crinitz (NLME e.V.) mit den meist schon über 100 Jahre alten, liebevoll restaurierten Loks und Waggons in eine andere Zeit einzutauchen. Sehenswürdigkeiten der StadtTrinitatiskirche Als dreischiffige Emporenkirche wurde die Trinitaskirche Ende des 16. Jh. an der Stelle eines Vorgängerbaus unter der Leitung von Martin Piger erbaut. An der Nordseite erhielt sie einen prächtigen Renaissancegiebel. Die Innenausstattung ist sehenswert, vor allem wegen des schönen Netzrippengewölbes und der Sandsteinkanzel, die Melchior Kunze zwischen 1613 und 1615 schuf. Es sind hier Moses als Tragefigur des Kanzelkorbes und szenische Reliefs zu sehen. Tierpark Naturerlebnis und Naturbildung möchten die Betreiber dieses 5 ha großen Tierparks verbinden. Rund 220 Tiere aus 45 Arten, von Uhus über Zwergziegen, Lamas und Luchse bis hin zu Kängurus, werden hier naturnah gehalten. Die Zucht heimischer Tierarten dient der Arterhaltung. Die kleinen und großen Besucher können im Streichelzoo einen ersten hautnahen Kontakt mit den Tieren bekommen. Sehenswürdigkeiten nahe der StadtKlosterkirche Doberlug-Kirchhain (Stadtteil Doberlug) – 14 km westlich Der gotische Grundbau mit seinem Kreuzgratgewölbe harmoniert in St. Marien wunderbar mit der barocken Ausstattung. Die um 1165 entstandene Zisterzienserkirche wurde 1673-1676 von den Herzögen von Sachsen-Merseburg als Hofkirche umgestaltet und beherbergt noch heute einen wertvollen Hochaltar. Weißgerbermuseum Doberlug-Kirchhain (Stadtteil Kirchhain) Im einzigen Weißgerbermuseum Europas werden in einer originalen Weißgerberwerkstatt alle für die Lederherstellung erforderlichen Arbeitsschritte vorgestellt. Darüber hinaus erhält man einen Überblick über die Geschichte des Gerberhandwerks, kann eine Sammlung exotischer Leder und Felle aus aller Welt, kostbares Zunftgeschirr, eine Schuster- und Gesellenstube sowie wechselnde Sonderausstellungen. Besucherbergwerk F60 – 7 km südöstlich Das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld ist ein Highlight der Region. Die ehemalige Abraumförderbrücke kann als „liegender Eifelturm” bestiegen werden. Sie wird in den Abendstunden in ein Licht-Klang-Kunstwerk verwandelt. Weitere Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Landschaft & BauarchitekturDie Bürgerheide, im Westen der Stadt, ist ein Waldgebiet, welches nicht nur zum Erholen und Wandern einlädt, sondern auch bei Sportlern als Jogging-Gebiet sehr beliebt ist. Der Überlieferung zufolge soll der ehemalige Bürgermeister von Finsterwalde, Abraham Koswig, im Jahre 1661 durch eine Bier-Wette das heutige Naherholungsgebiet in Finsterwalder „Besitz” gebracht haben. Er soll es tatsächlich fertig gebracht haben, ein Glas Bier mit darin schwimmender Maus zu leeren. Der Tierpark ist als Teil der Bürgerheide ein Anziehungspunkt vor allem für Familien mit Kindern. Auf einer Größe von 5 ha können etwa 220 Tiere aus 45 Arten bestaunt werden. Damit leben im Finsterwalder Tierpark neben einheimischen Tieren auch solche aus fernen Ländern. Naturdenkmäler
Regelmäßige VeranstaltungenFinsterwalder SängerfestDie Finsterwalder sind ein sehr sangesfreudiges Völkchen. Dies beweisen sie besonders beim alle zwei Jahre stattfindenden Sängerfest. Auf unzähligen Bühnen in der Innenstadt wird drei Tage lang (immer am letzten vollständigen Augustwochenende) ausgelassen gesungen, musiziert und gefeiert. Dafür reisen Kapellen, Bands und Musikkünstler aus ganz Deutschland, Europa und Amerika an. Im April 1992 wurde der „Finsterwalder-Sänger-Fest e.V.” gegründet, der seitdem die Planung und Umsetzung der Sängerfest-Idee betreut. Das Sängerfest, mit Gästen aus dem In- und Ausland, zählt zu den größten Volksfesten Brandenburgs. Es ist aber auch Anlass für viele ehemalige Finsterwalder, mal wieder die Heimat zu besuchen. Seinen krönenden Abschluss findet das Sängerfest in einem Festumzug durch die Stadt. Headbanging Oldstyle 1/8 Mile RacingJedes Jahr am ersten Septemberwochenende findet am alten Militärflughafen Finsterwalde ein 1/8 Meilenrennen statt. Einlass ist für Fahrzeuge bis Baujahr 1958. Gefahren wird mit Motorrädern und Autos. Veranstalter sind die Hot Heads East, ein Hot Rod Club aus Finsterwalde. Söhne und Töchter der Stadt
Sport
im Spieljahr 2006/2007 spielt die 1. Mannschaft der Fortuna Taifuns Finsterwalde in der Landesklasse Brandenburg Staffel Mitte.
Literatur
Weblinks
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