Forchtenberg in Baden-Württemberg


Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Hohenlohekreis
Gemeindeverwal-
tungsverband:
„Mittleres Kochertal”
Koordinaten: 49° 17′ N, 9° 34′ O
Höhe: 223 m ü. NN
Fläche: 38,07 km²
Einwohner: 5074
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74670
Vorwahl: 07947
Kfz-Kennzeichen: KÜN
Gemeindeschlüssel: 08 1 26 028
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 14
74670 Forchtenberg
Webpräsenz: www.forchtenberg.de
Bürgermeister: Uwe Gysin

Forchtenberg ist eine Stadt im Hohenlohekreis, Baden-Württemberg, am Mündungsort der Kupfer in den Kocher.

Geografie

Stadtgliederung

Forchtenberg besteht aus den Ortsteilen Forchtenberg, Sindringen, Ernsbach, Wohlmuthausen und Muthof. Auch die Wohnplätze Büschelhof, Haberhof, Hohensall, Metzdorf, Orbachshof, Rauhbusch, Schießhof, Schleierhof und Schwarzenweiler sowie viele Aussiedlerhöfe gehören zu Forchtenberg.

Geschichte

Forchtenberg wurde erstmals 1298 urkundlich erwähnt. Es wurde ca. 70 Jahre früher durch den Grafen Konrad von Dürn durch den Bau der Burganlage gegründet. Relativ früh entstand der Ort Forchtenberg unterhalb der Burganlage. Der Name ist aus der Umschreibung "vor dem Berg" entstanden. Mit dem Aussterben der Grafen von Dürn fiel die Stadt an Hohenlohe. Als Folge des Reichsdeputationshauptschlusses fielen die hohenlohischen Lande 1806 an das Königreich Württemberg. Forchtenberg wurde dabei dem Oberamt Öhringen (ab 1938: Landkreis Öhringen) zugeordnet. 1926 erhielt der Ort mit der Kochertalbahn einen Bahnanschluss nach Waldenburg, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führte. Mit der Kreisreform 1972 kam der Ort zum neuen Hohenlohekreis. 1981 wurde der Personenverkehr auf der Kochertalbahn eingestellt.

Gemeindereform

Am 1. Dezember 1971 wurde Wohlmuthausen nach Forchtenberg eingemeindet. Am 1. Januar 1972 schlossen sich die Städte Forchtenberg und Sindringen mit den Gemeinden Ernsbach und Muthof zur neuen Stadt Forchtenberg zusammen.

Ortsteile

Sindringen

Sindringen wurde erstmals 1323 urkundlich erwähnt, als die Herren von Weinsberg dem Ort die Stadtrechte verliehen. Obwohl zuvor die Reformation eingeführt worden war, fiel die Stadt im 16. Jahrhundert an die katholische Linie Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein. Aufgrund militärischer Unterstützung von außen konnten die Sindringer ihrer protestantischen Konfession treu bleiben.

Politik

Bürgermeister

  • Um 1810 Schultheiß Haag
  • Um 1820-1837 von Olnhausen
  • 1837-1847 Schall (Notar)
  • 1847-1860 Ludwig Blanck
  • 1860-1872 Walther (Notar)
  • 1872-1876 Karl Krauß
  • 1876-1892 Karl Böhringer
  • 1892-1900 Paul Hüzel
  • 1900-1906 Christian Wirth
  • 1906-1919 Hermann Hörer
  • 1919-1930 Robert Scholl
  • 1930-1933 Friedrich Kramer
  • 1933-1936 Eugen Maurer
  • 1936-1945 Adolf Hebeiß (von 1942-1945 wegen Kriegsdienst vertreten durch Amtsverweser Richard Leitlein)
  • 1946-1948 Wilhelm Wolf
  • 1948-1948 Friedrich Haag
  • 1948-1966 Adolf Hebeiß
  • 1966-2004 Martin Tuffentsammer
  • 2004-heute Uwe Gysin

Wappen

Das Wappen zeigt auf rotem Grund eine silberne, geflügelte, gepanzerte Figur (St. Michael) in Kampf mit einem ebenfalls silbernen Drachen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Forchtenberg ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Kocherberg im Bereich Kocher-Jagst-Tauber gehören.

Verkehr

Als wichtigste Verkehrsverbindung wird Forchtenberg in Ost-West-Richtung von der Kochertalstraße erschlossen. Des Weiteren gibt es Straßenverbindungen zwischen den Ortsteilen und zu den Nachbargemeinden. Die Stadt ist über einige Buslinien des Nahverkehr Hohenlohe (NVH) mit den Mittelzentren Öhringen und Künzelsau sowie den Nachbarorten verbunden.

Bildungseinrichtungen

Forchtenberg verfügt über eine Grund- und Hauptschule. Im Ortsteil Ernsbach besteht eine eigenständige Grundschule.

Kindergärten bestehen im Hauptort Forchtenberg sowie in den Ortsteilen Sindringen und Ernsbach.

Freizeit- und Sportanlagen

In Forchtenberg, Ernsbach und in Sindringen (Limeshalle) gibt es städtische Sport- und Mehrzweckhallen. Darüber hinaus werden die alten Turnhallen von Forchtenberg und Sindringen von Vereinen getragen und dienen regelmäßig sportlichen und kulturellen Veranstaltungen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Außer in den Forchtenberger und Sindringer Turnhallen finden auch in der städtisch getragenen Ernsbacher Kelter kulturelle Aktivitäten statt. Die Ernsbacher Kelter hat weitestgehend auch die Funktion einer Stadthalle übernommen.

Kleinkunst

Für kulturelle Aktivitäten zeichnet seit 10 Jahren die Kulturinitiative Sindringen e.V. (KIS) verwortlich. Hochkarätige Jazz- und Bluesabende, Kabarett wie Christoph Sonntag und EURE MÜTTER sowie der legendäre Irische Abend sind wiederkehrende Elemente im Jahresreigen.

Bauwerke

Forchtenberg hat eine mittelalterliche Altstadt mit teilweise erhaltener oder wiederaufgebauter Stadtmauer. Über dem Stadtkern erhebt sich die Schlossruine mit einem großem Gewölbekeller. Unter dem Stadtkern befindet sich das ehemalige Gipsbergwerk. Die gesamte Altstadt, die Ruine und die Friedhofskirche sind unter Denkmalschutz gestellt worden. Auch Sindringen verfügt über ein mittelalterliches Stadtbild mit teilweise sanierter Stadtmauer. Bemerkenswert ist auch die Sindringer Stadtmühle und das Sindringer Schloss (in Privatbesitz).

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Am ersten Adventwochenende findet in der mittelalterlichen Forchtenberger Altstadt jedes Jahr ein Weihnachtsmarkt statt.
  • Im Mai findet im Stadtteil Sindringen jährlich ein großer Töpfermarkt mit Anbietern aus ganz Europa statt.
  • Mitte Juli findet in der Burgruine das christliche Openair Festival Rock in the Ruins statt.
  • Ende Juli/ Anfang August findet auf der Burgruine ein Openair Kino statt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • 1588, 22. November, Leonhard Kern, † 4. April 1662 in Schwäbisch Hall, deutscher Bildhauer.
  • 1892, Hans Gradmann, † 1983 in Tübingen, deutscher Botaniker.
  • 1921, 9. Mai, Sophie Scholl, † 22. Februar 1943 in München, deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus.



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Forchtenberg in Baden-Württemberg - 24.5.2012