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Forst an der Weinstraße ist ein Ort im pfälzischen Weinbaugebiet Weinstraße (Pfalz) und gehört zur Verbandsgemeinde Deidesheim im Landkreis Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz). GeschichteJohann Graf im Kraichgau, Neffe von Kaiser Heinrich IV. und 1090–1104 Bischof Johann I. von Speyer, gab im Jahre 1100 seine persönlichen Besitzungen im Speyergau, darunter auch Deidesheim, schenkungsweise an das Hochstift Speyer. Das enorme Waldgebiet nördlich von Deidesheim (auch „Vorst” bzw. „Forst” genannt) war von dieser Regelung ausgenommen und blieb der fürstbischöflichen Jagd vorbehalten. In diesem Forst liegen die Anfänge des Dorfes. SehenswürdigkeitenInnerörtlich
Außerhalb
Wirtschaft und InfrastrukturWirtschaftDie Fruchtbarkeit der Böden und das milde Klima veranlassten bereits die Römer, hier Mandeln, Feigen und Zitrusfrüchte anzupflanzen, speziell aber den Weinbau einzuführen. Forst ist berühmt für seine Weinlagen, vor allem Forster Ungeheuer, Kirchenstück und Pechstein. Die Rebsorte Riesling dominiert mit einem Anteil von etwa 85 % an den rund 180 ha Rebfläche. Die Erwerbstätigkeit ist in zunehmendem Maße auch durch den mit dem Weinbau zusammenhängenden Fremdenverkehr und die Gastronomie geprägt. VerkehrForst ist ein Straßendorf. Das bedeutet, es gab ursprünglich nur eine einzige Straße, die den Ort von Nord nach Süd durchzieht, heute mit einer Länge von ca. 1,2 km als Teilstück der Deutschen Weinstraße. Dies war anfangs zugleich die Bundesstraße 271, die Bad Dürkheim und Neustadt an der Weinstraße verbindet. Eine erste kleine Umgehungsstraße wurde um 1970 direkt am östlichen Dorfrand gebaut; diese ist inzwischen jedoch vom Ort „eingeholt” worden. In den 1990er Jahren wurde die B 271 für die gesamte Region einen Kilometer nach Osten verlegt und berührt die Weinorte nicht mehr. Über die B 271 und deren Anschluss Deidesheim besteht seitdem auch eine schnelle Anbindung an die Bundesautobahn 65 (Anschlussstelle 11 Deidesheim), über die in ca. 25 Minuten Ludwigshafen oder in ca. 50 Minuten Karlsruhe erreicht werden kann. In nördlicher Richtung gelangt man auf der B 271 nach Bad Dürkheim und zur dortigen Anschlussstelle der Bundesautobahn 650 (Bad Dürkheim–Ludwigshafen). Feste
PersönlichkeitenIn Forst ansässig ist der Pfälzer Mundartdichter Paul Tremmel. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
