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Frankfurt (Oder) ist eine am Westufer der Oder gelegene kreisfreie Stadt im Osten des Landes Brandenburg das bedeutendste Schriftwerk des Judentums, der Talmud, gedruckt. 1933 lebten etwa 800 Juden in der Stadt, welche bis 1934 in zwei Gemeinden geteilt waren. Die große reformierte Gemeinde saß in der sogenannten Orgel-Synagoge. Ihre Rabiner waren: um die Jahrhundertwende Bergmann, vor 1924 Salomonski, danach Grün, 1928-1936 Ignaz Maybaum und zuletzt bis 1939 Curtis Cassel. Eine weitere Gemeinde befand sich in der Spornmachergasse. Die Juden waren zu einem großen Teil nach dem Ersten Weltkrieg aus Posen und Westpreußen ausgewandert da sie sich als Deutsche fühlten und nicht in Polen leben wollten. Die Stellung der Juden in der Stadt wurde erst mit der Machtergreifung der NSDAP schwierig. Zuvor war beispielsweise der Zahnarzt der Militärgarnision der Jude Gumpert. Allerdings gab es auch nach 1933 freundschaftliche Verhältnisse zu Juden. So wurde der Synagogendiener Glass noch einen Tag vor der Reichskristallnacht von einem SA-Führer zu seinem 50. Geburtstag eingeladen. In der Reichskristallnacht 1938 wurde die Synagoge niedergebrannt und jüdische Geschäfte geplündert und zerstört, jüdische Familienväter verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. [24]. Seit 1998 gibt es in Frankfurt (Oder) auch wieder eine jüdische Gemeinde, die mehr als 200 Mitglieder zählt, aber bis heute außer einem Gemeindezentrum im Stadtgebiet Halbe Stadt keine würdige Synagoge besitzt. EinwohnerentwicklungFür detaillierte Einwohnerzahlen siehe Hauptartikel Einwohnerentwicklung von Frankfurt (Oder) Die Bevölkerungszahl von Frankfurt (Oder) stieg im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So verlor die Stadt durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges 82 Prozent ihrer Bewohner. Die Einwohnerzahl sank von 13.000 im Jahre 1625 auf nur noch 2.366 im Jahre 1653. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1816 erst 15.600 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 62.000. Die Halbierung der Einwohnerzahl von 83.000 im Jahre 1939 auf 42.000 im Dezember 1945 ist auf die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und die Abtrennung des Stadtteils Dammvorstadt – der heutigen polnischen Stadt Slubice – zurückzuführen. 1980 gab es in der Stadt 1.471 Geburten, davon 766 Jungen und 80.414 Einwohner, wovon 42.241 Frauen waren. Die Bevölkerung wuchs dabei im Vergleich zu 1979 um 1.461 Menschen [25]. Im Jahre 1988 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt Frankfurt (Oder) mit 88.000 ihren historischen Höchststand. Inzwischen ist die Einwohnerzahl jedoch wieder stark gesunken. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl” für Frankfurt (Oder) nach Fortschreibung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg. Am 25. Februar 1909 wurde die Mannstärke um 14 auf 24 erhöht und die Feuerwehr nannte sich nun Berufsfeuerwehr Frankfurt an der Oder. Das Gehalt betrug 80 Mark, bzw. 110 für den Oberfeuerwehrmann. Eine 18 m lange Drehleiter, drei Wasserwagen und fünf Druckspritzen gehörten damals zur Ausstattung der Wehr. 1823 wurde ein Teil des ehemaligen Exerzierhofes des Leib-Grenadier-Regiments Nr. 8 an die Feuerwehr übergeben. Die erste Motorspritze wurde 1917 von Adam Opel Rüsselsheim angeschafft. Zur Unterstützung der Berufswehr wurde 1934 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet und die Feuerwehr in Feuerlöschpolizei umbenannt. Während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude der Feuerwehr zerstört und sie zog in die Handels- und Gewerbeschule um. 1950 wurde die Feuerwehr der Volkspolizei unterstellt. 1962 begann der Aufbau einer Tauchergruppe. Im Frühjahr 1968 wurde die neue Feuerwache in der Heinrich-Hildebrand-Straße nach zweijähriger Bauzeit bezogen. Zur Ausstattung gehörten elf Einsatzfahrzeuge. Das erste Löschfahrzeug für Frankfurt mit der Typbezeichnung LF 16, welches auf einem W 50-Fahrgestell basierte, wurde der Stadt übergeben. Am 3. Dezember 1990 wurde die Leitung der Feuerwehr von der Polizei an die Stadt übergeben. Am 1. Juni des folgenden Jahres führte die Feuerwehr das Dreischichtsystem ein. [30] Seit 1990 ist Helmuth Otto Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Bildungseinrichtungen
SportanlagenFrankfurt (Oder) ist die Sportstadt des Landes Brandenburg, seit 1988 StädtepatenschaftenSeit der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien im Dezember 2004 verbindet Frankfurt eine enge Patenschaft mit der Küstenstadt Weligama in Sri Lanka. Ersthilfe konnte in Form des Kaufes von lebenswichtigen Sachgegenständen wie Matratzen, Kochutensilien und anderem geleistet werden. Besonders wichtig war die Kontaktaufnahme zu den Verantwortlichen, Betroffenen in der Küstenstadt und den Helfern vor Ort, um sich Informationen für eine längerfristigen Hilfe zu beschaffen. Bei der Flutkatastrophe wurde ein Tempel zerstört. Die Singhalesen sind ein sehr gläubiges Volk und deshalb entschloss sich die Stadt Frankfurt, den Wiederaufbau dieses Tempels zu finanzieren. Spendenmittel wurden nicht nur vom Konto der Stadt bereitgestellt, sondern auch von der Bevölkerung der Stadt Frankfurt. Die Frankfurter Wasser- und Abwasser GmbH erfuhr von den verheerenden Zuständen der Abwassersysteme und schickte im Mai 2005 Experten nach Sri Lanka; dieses Projekt wurde durch den Lions-Club mitfinanziert. Besonders wichtig ist es, das Leben der Menschen dort auch auf lange Sicht wieder lebenswert mitzugestalten. An die Stadt Frankfurt wurde das Projekt Bau eines Referenzdorfes herangetragen. Beteiligte und Projektträger sind der Solidaritätsdienst International e. V. (SODI), Target Agriculture pvt ltd Weligama, der Agrobodi Tempel Weligama, die Stadt Frankfurt, Slubice und das Stahlwerk Arcelor Eisenhüttenstadt. Dabei handelt sich es um ein ÖKO–Dorf mit landwirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeit. Kultur und SehenswürdigkeitenIm Frankfurter Stadtgebiet gibt es eine große Zahl von Kunstwerken, die im Artikel Kunst in Frankfurt (Oder) genauer beschrieben sind. Theater
MuseenDas Sportmuseum im Zentrum der Stadt wurde am 11. Juli 2003, aus Anlass der 750-Jahrfeier der Oderstadt an den Oberbürgermeister übergeben. Frankfurter Sportgeschichte wird zwischen vielen Bildern, Trophäen und Erinnerungsstücke dokumentiert. Der Verein Sportgeschichte Frankfurt (Oder) e.V. möchte jedoch nicht nur Erinnerungen wecken, sondern insbesondere auch junge Menschen zu eigener sportlicher Betätigung anregen. Das Kleist - Museum wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisionsschule eingerichtet. Die Dauerausstellung umfasst vier Räume. Die etwa 250 Dokumente geben einen Überblick über Kleists Leben und Werk. Das Haus verfügt mit etwa 34.000 Bestandseinheiten, darunter etwa 10.000 Bände Spezialliteratur zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld, über die derzeit umfangreichste Kleist-Sammlung. Das Arbeitsprofil des Museums beruht auf einem abgestimmten Zusammenspiel von Sammlungs-. Ausstellungs-, Forschungs-, Publikations- und Veranstaltungstätigkeit. Zur Öffentlichkeitsarbeit gehören u.a. Wechselausstellungen, Lesungen und Vorträge. Die jährlichen Kosten betragen 500.000 Euro. Das Museum erwirtschaftet dabei durch Eintrittserlöse und Spenden 50.000 €, der restliche Betrag wurde zu 50% vom Bund, 35 vom Land Brandenburg. Der Fußboden des Gasometers liegt etwa sechs Meter tiefer als der umliegende Boden. [38] Die Friedensglocke wurde von der CDU der DDR zum 6. Parteitag am 27. Januar 1953 zur Erinnerung an die Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet.[39] Sie ist somit ein Symbol der Freundschaft für die deutsch-polnischen Beziehungen. Gegossen wurde die Glocke in Apolda. Jährlich am 1. September zum Weltfriedenstag wird sie traditionsgemäß geläutet. Das gemauerte und verputzte Glockenhaus mit flachem Zeltdach, allseitig hohen Rundbögen und hölzernem Glockenstuhl wurde von J. Müller entworfen. Es steht in der Flucht der Bischofspromenade und ist vom Marktplatz aus zu sehen. Die Exerzierhalle in der Logenstraße 15 (von 1953-1992 Wilhelm-Pieck-Str., davor Litzmannstraße) wurde 1879-1882 errichtet. Sie gehörte früher zum Kasernenkomplex des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. 1940 wurde darin eine öffentliche Küche mit einem Speisesaal für 150 Personen und einer täglichen Kapazität von 1.200 Mahlzeiten eröffnet. Ursprünglich war sie deutlich länger, wurde aber nach 1945 auf etwa ein Drittel gekürzt. Auch nach dem Krieg wurde das Gebäude als Küche geöffnet, so gab es dort beispielsweise die Schulspeise für die Rosa-Luxemburg-Schule. Nach der Wende 1990 war dort zeitweilig ein Billigmarkt für verschiedene Haushaltswaren eingemietet. Heute ist das Gebäude verputzt und mehrfach überstrichen, zeigt also nicht mehr seine historische Fassade. [40] Das Doppelpfarrhaus im Stil des Spätbarock beherbergt heute das Stadtarchiv. Das Gebäude wird auch Collegienhaus genannt, obwohl das eigentliche Collegienhaus das frühere Hauptgebäude der Universität war, das nach dem Krieg abgerissen wurde. Das ehemalige Pfarrhaus wurde 1739-1742 nach Plänen des Baudirektors Hedemann errichtet. 1967 wurde das Gebäude rekonstruiert.[41] DenkmälerSiehe auch Hauptartikel Denkmäler in Frankfurt (Oder) Unweit des Bahnhofes befindet sich das Eisenbahnerdenkmal. Es erinnert an die gefallenen Eisenbahner des Ersten Weltkrieges und der folgenden Grenzlandkämpfe. Der Beschluss zur Spendensammlung für das Ehrenmahl wurde vom Bezirksverband der Eisenbahner 1931 einstimmig angenommen. Der Entwurf stammt vom Reichsbahnrat und Architekten Beringer, die Ausführung lag beim Bildhauer Georg Fürstenberg. Die drei Stelen symbolisieren dabei die Bezirke Posen, Westpreußen und Danzig, der gemeinsame Sockel die Vereinigung in der Reichsbahndirektion Osten. Die Einweihung erfolgte am 3. Juli 1932. [42] Ein Denkmal für die Opfer des Faschismus befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße[43]. Die ersten sieben Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurden am 8. Mai 2006 in Frankfurt in Bürgersteige eingesetzt. Die Steine befinden sich jeweils vor dem Haus in welchem das Opfer zuletzt gewohnt hat; gegenüber der Großen Müllroser Straße 54b für Hermann Boian, der Lindenstraße 29 für Nissel Weissmann, Zehmeplatz 14 für Rosa und Ludwig Fürst, der Karl-Marx-Straße 184 für Albert Fellert und zuletzt für Max Hannemann und Herbert Jensch vor der Kleinen Oderstraße 7. [44] Das Mahnmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten des Zweiten Weltkrieges befindet sich im Park Der Anger südlich der Gertraudenkirche. Die dort zu lesende russische Inschrift bedeutet: Ewiges Andenken den Soldaten der sowjetischen Armee, die ihr Leben für die Freiheit und die Unabhängigkeit der Sowjetunion geopfert haben[45]. Eine weitere Inschrift auf der Rückseite besagt: Unsere Tat ist Recht - wir haben gesiegt[46]. Beim Thomas-Müntzer-Hof steht ein Gedenkstein für Albrecht Zehme. Zehme war Prorektor der Oberschule und Stadtverordneter; er starb 1880.[47] Das Karl-Marx-Monument befindet sich in der Karl-Marx-Straße am Rande des Lennéparks. Die Büste schuf Fritz Cremer. Das Denkmal mit dem eingemeißelten Spruch Die Theorie wurde zur materiellen Gewalt wurde zum 100. Geburtstag Marx's am 5. Mai 1968 eingeweiht. [48] Für die Stasi-Opfer wurde in der Robert-Havemann-Straße im Frühjahr 1990 eine Gedenkplatte eingeweiht. Die ebenerdige Platte befindet sich damit vor der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatssicherheit.[48] Unweit der Försterei Eduardspring befindet sich ein Denkmal für Richard Burmeister. Dieser war in der Nacht vom 3. zum 4. März 1920 vermutlich von einem Wilderer angeschossen und schwer verletzt worden. Am 17. Mai 1920 erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen. Trotz einer versprochenen Belohnung von 3.000 Mark wurde der Täter nie gefasst. Am 17. Mai 1924 wurde der Gedenkstein mit der marmornen Gedenktafel eingeweiht. Zu lesen ist auf ihr Dem Andenken des pflichttreuen Stadtförsters Richard Burmeister ein Opfer feiger Hinterlist *30. Jullo 1865 † 17. Mai 1920. [49] Die Ernst-Thälmann-Gedenkstätte befindet sich am Rande des Kleist-Parks an der Fürstenwalder Straße. Die Gedenkstätte wurde am 15. April 1986, zum 100. Geburtstags Thälmanns eingeweiht. Die Thälmann-Büste wurde vom Bildhauer Walter Kreisel geschaffen. Hinter der Büste befindet sich ein Mausoleum der Familie Otto Stahls[50] Das Mahnmal für den Frieden befindet sich in der Nuhnenstraße. Eine Gedenkplatte für Heino Goepel befindet sich am Marienbad II in der Dresdener Straße. Die Platte wurde 1993 bei der Sanierung des Bades angebracht, war aber möglicherweise bereits zuvor dort zu finden. Gedacht wird dem Augenarzt welcher von 1833 bis 1896 lebte und soziale Einrichtungen, darunter das erste Volksbad der Stadt Marienbad I, stiftete.[51] Die Gedenk- und Dokumentationsstätte Opfer politischer Gewaltherrschaft befindet sich in der Collegienstraße, in einer ehemaligen Strafvollzugseinrichtung. Es werden Einblicke in den Alltag des Strafvollzuges und in die Geschichte der Verfolgung politischer Gegner in Frankfurt (Oder) und der näheren Umgebung zwischen 1933 und 1989 ermöglicht.[52] Regelmäßige VeranstaltungenSeit 2001 findet jährlich der Oderturmlauf statt. Der Startplatz liegt am Brunnenplatz und nach etwa 150 Metern beginnen die Teilnehmer die 511 Stufen des Oderturms zu erklimmen. Den Rekord hält Piotr Wyroba aus Zgorzelec mit 2:26,12 Minuten welchen er 2003 aufstellte. Sieger des ersten Laufes war am 22. September 2001 Holm Kunze. [53] ParksDer Kleistpark wurde 1953 anlässlich des Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes vor 700 Jahren geschaffen. Zuvor befand sich auf dem Gelände der alte Stadtfriedhof. Die Umgestaltung eines Friedhofs löste zwar Protest aus, trotz allem nahm das Nationale Aufbauwerk (NAW) die Arbeiten vor. Von den Gräbern blieb kaum etwas erhalten. Erhalten blieb ein Mausoleum der Fabrikantenfamilie von Otto Strahl von 1858. [54] Der Stadtwald mit einer Fläche von etwa 760 ha befindet sich zwischen Booßen und Rosengarten. Der Lennépark mit einer Fläche von 8,8 Hektar befindet sich im Zentrum Frankfurts und ist ein langgestreckter Park mit Teichanlage. Seit dem 18. November 1976 steht der Park unter Denkmalschutz. Er wurde zwischen 1834 und 1845 angelegt. Er befand sich damals zwischen Stadtmauer und der Straße Halbe Stadt. Initiatoren waren die Frankfurter Bürger, welche damit einen der ersten Bürgerparks Deutschlands ins Leben riefen. 1835 erhielt Peter Joseph Lenné den Auftrag zur Fortführung der Planung des Parks. In den 1960er und 1970er Jahren wurden die begrenzenden historischen Bauten, z.B. Reste der Stadtmauer, abgerissen. Bis 1986 standen im Lennépark ein Mahnmal für die Opfer des Faschismus welches am 14. September 1949 feierlich eingeweiht worden war. Das Mahmmal welches von Gerhard Steffen entworfen und der Bildhauerin Radack gefertigt worden war wurde abgebaut nachdem am 8. Mai 1986 in der Rosa-Luxemburg-Straße Ecke Wieckestraße ein neues errichtet worden war[55]. Die Schwanenbrücke im Lennépark war ursprünglich aus Holz. Diese musste allerdings 1862 abgerissen werden und wurde durch eine Ziegelbrücke ersetzt. Heute steht diese Brücke als eine der ältesten Brücken Brandenburgs unter Denkmalschutz.[56] Im Sommer 2006 soll sie restauriert werden. Wirtschaft und ForschungDie Stadt Frankfurt ist ein Wissenschafts- und Forschungsstandort. Mit dem Institut für Halbleiterphysik, die eine weltweit anerkannte Forschungseinrichtung im Technologiepark Ostbrandenburg ist, haben sich Firmen aus dem Bereich Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Umwelt- und Energietechnik angesiedelt. Unter den klassischen Wirtschaftszweigen sind u. a. der Obstanbau (Äpfel) und der Orgelbau zu erwähnen. 6.937 Menschen waren im Februar 2006 arbeitslos, das entspricht einer Quote von 19,8%. Hinzu kommen noch etwa 1.100 1-Euro-Jober. Die wirtschaftlich angespannte Situation wirkt sich auch auf die Jugend aus. Nach einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Bericht leben 30,2% aller Kinder und Jugendlichen in der Stadt von Sozialhilfe. Das ist die zweithöchste Zahl in Brandenburg aus erfolgen. UmweltVerkehrDie Stadtverkehrsgesellschaft mbh Frankfurt (Oder) (SVF) ist mit der Region Hannover und der BVG einer der drei Preisträger im bundesweit ausgelobten Pilotprojekt Anspruchsvolle Umweltstandards im ÖPNV-Wettbewerb des BMU. Das Konzept der SVF bestand in der kompletten Neubeschaffung der Busflotte mit Umstieg auf Erdgasantrieb. Im September 2002 wurden die ersten Dieselbusse aus dem Verkehr gezogen. Seit 2003 fahren 22 MAN Erdgasbusse, elf Solofahrzeuge und elf Gelenkfahrzeuge, durch Frankfurt. Dem Abgasstandard EEV (enhanced environmentally friendly vehicle) wird dabei Genüge getragen. Brauerei für FledermäuseIm Zentrum Frankfurts befindet sich ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse. Unter mehr als 30 Arten ist vor allem die Große Mausohr Fledermaus hier anzutreffen. Das Quartier befindet sich in der 1950 stillgelegten Brauerei und hat eine Fläche von 0,92 Hektar. Hinzu kommt ein 40 Meter breiter Sperrstreifen welcher nicht bebaut werden darf.[59] 1994 wurde das erste Mal der Bestand mit 1.000 der fliegenden Säugetiere gezählt. 1997 waren es 1.500, 2002 2.200 und 2007 1.837, davon 811 Große Mausohren.[60] Mit diesen Zahlen ist das Gebäude eines der größten Überwinterquartiere von Fledermäusen in Deutschland. Von der Müritz bis hin zu Tschechien wurden die in Frankfurt beringten Tiere schon entdeckt. Eigentümer des Geländes ist seit 2003 die Stiftung Euronatur. Im selben Jahr wurde das Gelände zum Naturschutzgebiet erklärt.[61] 2006 wurde, finanziert durch ABM-Mittel, begonnen das Gelände freundlicher zu gestalten und unter anderem Müll welcher hier lagerte zu entfernen.[59] Persönlichkeitensiehe Liste von Persönlichkeiten aus Frankfurt (Oder) Literatur
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