Frechen in Nordrhein-Westfalen


Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Koordinaten: 50° 55′ N, 6° 49′ O
Höhe: 58 – 158 m ü. NN
Fläche: 45,11 km²
Einwohner: 48.965 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 1085 Einwohner je km²
Postleitzahl: 50226
Vorwahl: 02234
Kfz-Kennzeichen: BM
Gemeindeschlüssel: 05 3 62 024
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Johann-Schmitz-Platz 1-3
50226 Frechen
Webpräsenz: www.stadt-frechen.de
Bürgermeister: Hans-Willi Meier (CDU)
Frechen ist eine Stadt des Rheinischen Braunkohlereviers in der Kölner Bucht südwestlich von Köln. Sie liegt an der Ostseite des Naturparks Naturpark Rheinland und gehört zum Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Stadtteile und Einwohner

Frechen besteht seit 1975 aus den folgenden Stadtteilen (Einwohnerzahlen mit Stand 31. Dezember 2005):

Ortsteil Einwohnerzahlen
Innenstadt / Grube Carl 22.383
Bachem / Neuhemmerich 5.583
Benzelrath 797
Buschbell 3.019
Grefrath 1.434
Habbelrath 3.661
Hücheln 1.449
Königsdorf / Neufreimersdorf / Neubuschbell 9.515
GESAMT 48.965

Geschichte

  • 877 - Erste urkundliche Erwähnung mit dem Namen Frekena in einer Urkunde Kaiser Karls des Kahlen
  • 1230 - Die Vogtei zu Frechen wird Graf Wilhelm von Jülich als Lehen übergeben
  • 1500 - In Frechen entsteht das Töpferhandwerk
  • 1700 - Beginn des Braunkohlenabbaus
  • 1815 - Frechen wird preußische Bürgermeisterei
  • 1852 - Erste Steinzeugröhrenfabrik
  • 1891 - Erste Brikettfabrik (Sybilla)
  • 1884 - Beginn des Quarzsandabbaus
  • 1900 - Einführung der Straßennamen
  • 1920 - Gründungsjahr des erfolgreichsten Fußballvereins der Stadt, die Spielvereinigung Frechen 1920 e.V.
  • 1927 - Zusammenschluss von Bachem, Buschbell und Frechen
  • 1951 - Frechen erhält die Stadtrechte
  • 1958 - Städtepartnerschaft mit der Stadt Kapfenberg im österreichischen Bundesland Steiermark
  • 1972 - Frechen wird zum regelmäßigen Start- und Zielort des Radsportklassikers Köln-Schuld-Frechen
  • 1975 - Grefrath, Habbelrath, Königsdorf und Neufreimersdorf werden eingemeindet
  • 1982 - Verleihung der Europafahne an die Stadt Frechen
  • 1998 - Gründung der Stadtmarketing Gesellschaft
  • 2005 - Abschlussveranstaltung des Weltjugendtags auf dem Marienfeld (Gelände des ehemaligen Tagebaus Frechen).

Wirtschaft

Geprägt von den Bodenschätzen Braunkohle (letzte Brikettfabrik Wachtberg , heute Kohleveredlungsbetrieb Frechen der RWE Power) , Quarzsand und Ton hat sich Frechen zu einer Stadt des Handels, des Verkehrs-, des Nachrichtenwesens und der Dienstleistungen weiterentwickelt. Wegen der verkehrstechnisch guten Lage direkt am Autobahnkreuz Köln-West siedelten sich Logistik-Unternehmen in Frechen an. Porta (Zentrallager), Lekkerland und diverse Speditionen, wie z. B. der Deutsche Paketdienst (DPD), nicht weit vom Kölner Briefverteilzentrum der Deutschen Post. Es gibt dort eine sehr gute Anbindung der zumeist im neueren Industrie-Park an der Europa-Allee gelegenen Firmen und eine siedlungsgeographisch optimale Umlandstruktur sowie die Nähe zum Flughafen und Container-Bahnhof Köln-Eifeltor.

In Frechen werden, weltweit derzeitig einzigartig, Steinzeugrohre mit einer lichten Weite von bis zu 1.400 mm hergestellt. Die Töpferstadt Frechen, mit einen Bartmannkrug im Wappen, wird durch ständig wechselnde Ausstellungen in einer avantgardistisch konstruierten Halle, der Stiftung KERAMION, in der die handwerkliche Töpferkunst der Region in voller Bandbreite vorgestellt wird, überregional beworben.

Verkehr

Frechen ist an die Autobahn A1 über eine eigene Anschlussstelle südlich Autobahnkreuz Köln-West angebunden. Eine weitere Teilanschlussstelle (AS Frechen Nord) wurde an der Bonnstraße für die A4 errichtet, ist jedoch lediglich einseitig, d.h. für den Verkehr von und nach Aachen benutzbar.

Nach Frechen fährt die Linie 7 der Stadtbahn Köln auf der ehemaligen Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE). In Frechen-Königsdorf hält die S-Bahn Linie 12 und zur Hauptverkehrszeit auch die S13.

In Frechen-Bachem endet die Buslinie 145 der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), die Frechen mit Köln verbindet. Ansonsten wird der Busverkehr in Frechen und zu den Nachbarstädten durch acht Linien der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) betrieben. Diese Linien werden spätabends und am Sonntag durch ein Anrufsammeltaxisystem ergänzt.

Ehrenbürger

  • Käthe († 4. April 2006) und Paul Kraemer (seit 1972); Begründer der Juwelierfilialkette Gold Kraemer GmbH und Stifter der Gold Kraemer Stiftung; Gründungsmitglieder und Finanziers des Regionalverbandes Nordrhein Westfalen der Stiftung Lebenshilfe und des Lazarus Hilfswerks
  • Gottfried Cremer, * 3. Oktober 1906, † 2005 (seit 7. Mai 1988); Geschäftsführender Gesellschafter vieler Keramikbetriebe in Frechen, Bayern und Baden-Württemberg, Gründer des Keramions in Frechen.

Städtepartnerschaft

Seit Juni 1956 ist die Stadt Frechen mit der Stadt Kapfenberg in Österreich befreundet. Es finden jährlich Fahrten von beiden Seiten statt. Besonders engagieren sich unter anderem die Feuerwehren beider Städte. So konnte zum Weltjugendtag 2005 auch eine Abordnung der Feuerwehr Kapfenberg begrüßt werden. Sie unterstützten den Einsatz der Feuerwehr auf dem Marienfeld. Im Jahr 2006 wurde das 50 jährige Bestehen der Partnerschaft mit Festen in beiden Städten gefeiert, wo man sich auch gegenseitig besuchte.

Siehe auch

  • Marienfeld

Weblinks

Commons: Frechen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
  • Website der Stadt Frechen
Städte und Gemeinden im Rhein-Erft-Kreis

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Informationsportal über Frechen in Nordrhein-Westfalen - 24.5.2012