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Freiberg am Neckar ist eine Stadt in Baden-Württemberg im Landkreis Ludwigsburg. Nachbarstädte sind Ludwigsburg im Süden, Bietigheim-Bissingen im Westen und Marbach am Neckar im Osten, alle jeweils rund 5 km entfernt gelegen. GeschichteFreiberg am Neckar entstand am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der drei ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Orte Beihingen am Neckar, Geisingen am Neckar und Heutingsheim. Am 1. Januar 1982 erhielt Freiberg die Stadtrechte. 1980 bekam die Stadt einen S-Bahn-Anschluss an der S4 Stuttgart–Marbach. ReligionenSeit der Reformation ist das Gebiet der heutigen Stadt Freiberg überwiegend evangelisch geprägt. So gibt es auch heute noch in allen drei Stadtteilen jeweils eine evangelische Kirchengemeinde. Aber auch eine römisch-katholische Gemeinde gibt es wieder. Daneben sind auch die evangelisch-methodistische Kirche, die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage) und die neuapostolische Kirche in der Stadt vertreten. BevölkerungsentwicklungDie Bevölkerung wuchs von 4.500 Personen 1950 und 11.000 Personen 1970 auf mehr als 15.000 im Jahr 2004. PolitikDie Stadtratswahl am 13. Juni 2004 führte zu folgendem Ergebnis:
¹ Freie Wähler; ² Unabhängige Liste Freiberg; ² Offene Grüne Liste Wappen und FlaggeDas Stadtwappen Freibergs zeigt in Blau drei (2:1) goldene Kugeln. Die Stadtflagge ist gelb-blau. Wappen und Flagge wurden Freiberg am 3. September 1973 verliehen. Das Freiberger Stadtwappen ist identisch mit dem ehemaligen Gemeindewappen von Beihingen. Es entstammt dem Wappen der ehemaligen Herren von Freyberg, die ehemals über Beihingen herrschten und von denen nach der Vereinigung der drei Ortsteile der Stadtname abgeleitet wurde. Die drei Kugeln symbolisieren in der heutigen Deutung auch die drei Ortsteile. Die Wappen der beiden anderen Ortsteile waren wie folgt:
Städtepartnerschaften
Darüber hinaus bestehen Freundschaften mit
Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrIn Folge der verkehrsgünstigen Lage in unmittelbarer Nachbarschaft von Ludwigsburg und der S-Bahn-Verbindung der S-Bahnlinie 4 (Marbach–Stuttgart Schwabstraße) nach Ludwigsburg und Stuttgart ist Freiberg eine begehrte Wohnlage, insbesondere für Pendler, geworden. Ansässige UnternehmenEine ganze Reihe von kleinen und mittelständischen Gewerbebetrieben siedelten sich in Freiberg am Neckar an, darunter
WeinbauFreiberg ist ein Weinbauort, dessen Lagen zur Großlage Schalkstein im Bereich Württembergisch Unterland im Weinbaugebiet Württemberg gehören. Öffentliche EinrichtungenEs gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime. BildungseinrichtungenIn der Oscar Paret-Schule sind ein Gymnasium, eine Realschule und eine Hauptschule vereint. Die Oscar-Paret-Schule war die zweite Gesamtschule Baden-Württembergs. Daneben gibt es mit der Flattichschule, der Grünlandschule und der Kasteneckschule drei reine Grundschulen, außerdem sechs Kindergärten. Kultur und SehenswürdigkeitenFreizeit- und SportDer Sport- und Gesangverein Freiberg ist 1973 als Fusion aus dem SGV Heutigsheim und dem TSV Beihingen entstanden. Erfolgreichste Sparte ist die Fußball-Abteilung, deren erste Herren-Mannschaft seit 2001 in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg spielt. MuseenDer Unternehmer Arthur Benseler begeisterte und engagierte sich zeitlebens für afrikanische Kunst und Kultur. Sein Privathaus legte er von vornherein als Heimstätte für afrikanische Kunst, Musik und Literatur an: das Afrika-Haus. Für die Zeit nach seinem Tod überließ er es als Museum der Stadt Freiberg am Neckar. In und um dieses Museum befinden sich ca. 150 Skulpturen und Bilder, die zum Teil von Arthur Benseler während seiner Reisen in 30 Jahren zusammengetragen wurden, zum Teil aber auch durch die Stadt Freiberg ergänzt wurden. Das Museum im Schlössle im Geisinger Gutsschlösschen dokumentiert die historische Entwicklung Freibergs. Dargestellt wird die Frühgeschichte ab den ersten Nachweisen menschlicher Besiedlung, die Geschichte der adeligen Grundherren, die Entwicklung von Handwerk, Landwirtschaft und Industrie sowie die Geschichte der Kriegs- und Notzeiten am Ort. Außerdem findet zur Weihnachtszeit eine sehenswerte Ausstellung über Springerle statt. BauwerkeIm Stadtteil Beihingen liegt die innen sehr verwinkelte Amanduskirche aus dem 16. Jahrhundert. Sie liegt auf einer Anhöhe über dem alten Ortskern und besitzt sowohl Elemente der Spätgotik (Maßwerkfenster) als auch der Renaissance. Die Orgel aus dem 18. Jahrhundert wurde in den 1980er Jahren restauriert, dabei blieb der gesamte Orgelprospekt erhalten. Beim Neubau des Orgelwerks orientierte man sich weitest gehend am alten Vorbild. Unweit der Amanduskirche befindet sich auch das alte und neue Schloss Beihingen, erbaut durch die Herren von Gemmingen bzw. Breitenbach. Im alten Schloss (errichtet seit dem 13. Jahrhundert) befinden sich heute Archive und Vereinsräume; das neue Schloss (16. Jahrhundert) ist in Privatbesitz. Im Stadtteil Geisingen befindet sich die spätgotische Nikolauskirche. Zunächst wurde 1474 eine Kapelle gebaut, die heute als Chor dient. Hauptschiff und Turm wurden 1521 und 1522 angebaut. 1900 erhielt der Turm sein heutiges Spitzdach anstelle eines früheren Haubendachs. Im Inneren der Kirchen befinden sich etliche Grabmäler der früheren Ortsherren. Am Ortsausgang Richtung Ludwigsburg-Eglosheim liegt das größte original chinesische Haus Europas. Es ist umgeben von einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Garten, der nach taoistischen Prinzipien gestaltet ist. Haus und Garten wurden 1994 durch die chinesische Dashi-Unternehmensgruppe von chinesischen Bauarbeitern und Handwerkern errichtet. Sämtliche Baumaterialien wurden eigens aus China antransportiert. NaturschutzDas Naturschutzgebiet Altneckar mit seinem Auwald und dem Wiesental ist ein idyllisches Naherholungsgebiet und eine ökologische Oase zwischen den Gemeinden Freiberg, Pleidelsheim und Ingersheim. Diesseits der A 81 werden der hohe Bahndamm der ehemaligen Murrtalbahn von Bissingen–Backnang von der Stadt und dem Ortsverband des BUND als Trockenbiotop geschützt und gepflegt. Jenseits der A 81 schnitt die Bahnlinie eine tiefe Furche ins Gelände. Durch die Bemühungen der Stadt und des BUND entstand dort ebenfalls eine Schutzzone, ein dunkles, feuchtes Waldbiotop. Die Brücke der Murrtalbahn über die A 81 war am 20. April 1945 durch abziehende deutsche Militäreinheiten zerstört worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke nicht wieder aufgebaut und die Bahnstrecke still gelegt. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
Sonstige
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