Freiburg in Baden-Württemberg


Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Region: Südlicher Oberrhein
Kreis: Stadtkreis
Geographische Lage: Koordinaten: 47° 59' N, 07° 51' O
Höhe: 278 m ü.  NN (Münsterplatz)
Waltershofen 196 m,
Schauinsland 1284 m
Fläche: 153,07 km²
Einwohner: 215.966
Bevölkerungsdichte: 1411 Einwohner / km²
Ausländeranteil: 14,1 %
Postleitzahlen: 79098 - 79117 (alte PLZ: 7800)
Vorwahl: 0761
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 11 000
Stadtgliederung: 41 Stadtbezirke
Anschrift der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg
Website: www.freiburg.de

Freiburg liegt an der Grenze zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben. Die Verwerfung verläuft mitten durch das Stadtgebiet. Die östlichen Stadtteile liegen in einem Verbindungstal zum Zartener Becken zwischen den Bergen Rosskopf im Norden und Brombergkopf im Süden beziehungsweise schon im Schwarzwald selbst (Kappel, Günterstal). Der Schlossberg, ein Ausläufer der Vorbergzone ragt wie eine Nase direkt ins Innenstadtgebiet. Mit dem südöstlich gelegenen Schauinsland gehört der Gipfel eines der höchsten Berge des Schwarzwaldes zum Freiburger Stadtgebiet. Damit ist Freiburg unter den deutschen Städten die mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets (mehr als 1000 Meter). Die westlichen Stadtteile liegen weitgehend auf einem Schwemmkegel, der während der letzten Eiszeit entstand. Im Süden liegt der Schönberg, der zur Vorbergzone zählt, einem Teil des alten Gebirges, der beim Einbrechen des Oberrheingrabens nur teilweise abgerutscht ist. Durch Freiburg fließt die Dreisam.

Die Ausdehnung der Stadt in nord-südlicher Richtung beträgt 18,6 km, in ost-westlicher Richtung 20 km. Von der Gemarkungsgrenze sind es bis zur Grenze nach Frankreich 3 km, bis zur Grenze mit der Schweiz 42 km.

Wirtschaft und Infrastruktur

Freiburg ist ein regionales Wirtschaftszentrum. Es dominiert der Dienstleistungssektor sowie der öffentliche Dienst. Größter Arbeitgeber der Stadt ist die Universität mit dem Universitätsklinikum, gefolgt von zahlreichen Landes- und untergeordneten Behörden. Durch die Nähe zur Universität haben sich kleinere Unternehmen aus den Bereichen Solartechnik, Informations- und Medientechnologie sowie Medizintechnik und Biotechnologie hier angesiedelt.

Freiburg ist für sein sonniges, warmes Klima, für die Forschung und Produktion im Bereich Solarenergie bekannt. Selbst das Stadion des SC Freiburg verfügt über solarthermische und fotovoltaische Anlagen. Die besondere Bedeutung der Solarenergie für Stadt und Region spiegelt sich auch in der Fachmesse Intersolar (jährlich) wieder, die für die recht kleine Messegesellschaft Messe Freiburg (Teil der städtischen Gesellschaft FWTM) eine ungewöhnlich hohe internationale Bedeutung hat. Eine weitere internationale Fachmesse ist die INTERbrossa-BRUSHexpo, die alle vier Jahre für ihre Branchen Weltleitmesse ist. Zahlreiche weitere Fach- und Publikumsmessen machen Freiburg zu einem wichtigen regionalen Messestandort. Dem wurde im Jahr 2000 Rechnung getragen, indem die Messe Freiburg auf ein neues Gelände mit moderner Hallen-Infrastruktur umzog. Im Sommer 2006 konnte als Erweiterung eine neue Mehrzweckhalle (dann 4 Messehallen), die auch für Großveranstaltungen wie Fernsehshows, Pop-Konzerte u.ä. geeignet ist, eingeweiht werden.

Mit den zwei Großverlagen Haufe und Herder, einer Vielzahl von kleineren Verlagen sowie dem Sitz der Badischen Zeitung ist Freiburg ein bedeutender Verlags- und Medienstandort.

Darüber hinaus spielt der Fremdenverkehr eine herausragende Rolle. Die Stadt gilt als Tor zum Schwarzwald und gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Südwestdeutschland. Die Stadt liegt an der Badischen Weinstraße und an der „Grünen Straße – Route verte”, einer touristischen Straßenverbindung von den Vogesen im Elsass in den Schwarzwald.

Etwa 43 % der Freiburger Gemarkung sind mit Wald unterschiedlicher Ausprägung (Mooswald, Mittelwald und Bergwald) bedeckt, rund ein Drittel davon ist Eigentum der Stadt, die damit zu den größten kommunalen Waldbesitzern in Deutschland gehört. Die wichtigsten Baumarten, die auch wirtschaftlich genutzt werden, sind Buche, Stieleiche, Fichte, Tanne und Douglasie. Über die wirtschaftliche Nutzung hinaus hat der Wald aber auch ökologische Bedeutung und ist ein wichtiger Bestandteil des Erholungs- und Freizeitangebots. Eine der beiden Forstdirektionen des Landes Baden-Württemberg sowie die hier ansässige Forstliche Versuchsanstalt des Landes zeugen von der Bedeutung des Waldes für die Stadt.

Auch der Weinbau spielt in Freiburg eine nicht unbedeutende wirtschaftliche Rolle. Die Stadt grenzt an drei badische Weinbaubereiche: Markgräfler Land, Tuniberg und Kaiserstuhl mit jeweils unterschiedlichen typischen Rebsorten. Mit rund 650 ha Rebfläche ist Freiburg die größte Weinbaustadt und eine der größten Weinbaugemeinden in Deutschland – dies vor allem durch die Eingemeindung mehrer Weinbaugemeinden im Westen der Stadt in den 1970er Jahren. Aber auch auf kleinen Flächen der Innenstadt wird noch heute Wein angebaut. Die Bedeutung des Weinbaus für die Stadt wird unterstrichen durch das hier ansässige Staatliche Weinbauinstitut und den Sitz des Badischen Weinbauverbandes. Auch die Universität baut seit 1985 wieder eigenen Wein an, nachdem diese Tradition seit 1806 unterbrochen war. Davor hing das Gehalt der Professoren direkt vom Ertrag des Weinbaus ab.

Verkehr

Straßenverkehr

Freiburg liegt verkehrsgeographisch günstig an der großen europäischen Verkehrsmagistrale Rhein-Saone-Rhone-Mittelmeer. Die Bundesautobahn A 5 (Alsfeld – Weil am Rhein) verbindet Freiburg Richtung Norden mit Straßburg (–Paris), Karlsruhe (–Stuttgart-München), Mannheim, Frankfurt am Main (–Köln) und Richtung Süden mit Mülhausen (Mulhouse) (–Dijon-Lyon–Marseille), Basel (–Bern–Genf/ –Zürich–Mailand). Freiburg verfügt über drei Autobahnausfahrten: Nord, Mitte und Süd. Außerdem liegt Freiburg an den Bundesstraßen B 3 (Buxtehude – Weil am Rhein), B 31 (Breisach – Lindau) und B 294 (nach Freudenstadt).

Freiburg war in den 1970er Jahren eine der ersten Städte, die durch die Sperrung der Innenstadt für den KFZ-Verkehr eine Fußgängerzone schufen. Heute verfügt die Stadt über ein dynamisches Parkleitsystem, das auf die Anzahl der verfügbaren freien Parkplätze in den zahlreichen Parkhäusern am Rande der autofreien Innenstadt hinweist.

Schienenverkehr

Die Rheintalbahn Karlsruhe—Freiburg—Basel befindet sich zur Zeit im viergleisigen Ausbau, da sie zukünftig als Zubringer zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) dienen soll.

Die Höllentalbahn verbindet Freiburg mit Donaueschingen. Kleinere Eisenbahnlinien, die das Umland erschließen, führen ins Elztal und nach Breisach (mit Anschluss an die rund um den Kaiserstuhl führenden Kaiserstuhlbahn, beide bedient durch die Breisgau-S-Bahn, und ins Münstertal (Betreiber: SWEG).

Im Eisenbahngüterverkehr ist Freiburg kein Eisenbahnknoten mehr, der Güterbahnhof dient jedoch als Terminal für die Rollende Landstraße nach Novara (Italien).

Die Stadt und teilweise das nahe Umland wird von vier Stadtbahnlinien (erste Inbetriebnahme: 1901) und durch 21 Busverbindungen der Freiburger Verkehrs AG erschlossen. Extra für die Stadt Freiburg wurde von der Waggonfabrik Düwag der Düwag GT8 Typ Freiburg konstruiert, der bis heute fährt. Die Stadt gehört dem Regio-Verkehrsverbund Freiburg an.

Ebenfalls von der Freiburger Verkehrs AG betrieben wird die Schauinslandbahn, Deutschlands längste (3,6 km) Kabinen-Umlauf-Seilbahn, mit der die Höhen des Schauinslands, Freiburgs Hausberg (1.284 m), gut zu erreichen sind.

Luftverkehr

Der seit 1907 bestehende Flugplatz in Freiburg ist als Verkehrslandeplatz für Flugzeuge bis 10.000 t zugelassen. Er befindet sich im Westen der Stadt, nahe dem neuen Messegelände. Der meiste Flugverkehr wird jedoch über den EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg im benachbarten Oberelsass abgewickelt. Zum EuroAirport besteht vom Freiburger Busbahnhof aus eine Shuttle-Busverbindung (Fahrzeit 55 Minuten). Eine Alternative dazu ist der ähnlich weit entfernte, aber weniger gut erreichbare Flughafen Straßburg. Hervorragende Bahn-Direktverbindungen bestehen zu den Flughäfen Zürich (150 km) und Frankfurt am Main (ca. 270 km).

Ansässige Unternehmen

Gegenwart

Zu den größeren privaten Arbeitgebern zählen der Halbleiterhersteller Micronas, die zum amerikanischen Northrop Grumman-Konzern gehörende LITEF GmbH sowie ein Werk des französischen Rhodia-Konzerns, das Materialien für Zigarettenfilter herstellt. Daneben haben in Freiburg mehrere kleine und mittlere Verlage wie der Herder Verlag oder das Badische Verlagshaus, Herausgeber der regionalen Badischen Zeitung ihren Sitz. Größte ansässige Brauerei ist die Brauerei Ganter. Bedeutend ist auch das Milchverarbeitungsunternehmen Breisgaumilch. Seit 12. Januar 1996 ist Freiburg im Breisgau auch Sitz des Briefzentrums 79 der Deutschen Post AG. Die Fortschritt Büromöbel GmbH ist seit 1901 in Freiburg ansässig. Seit 1962 ist Freiburg Standort des Arzneimittelherstellers Gödecke. Im Jahr 1863 wurde die Firma Raimann gegründet, um Maschinen für die Holzbearbeitung herzustellen.

Geschichte

In Freiburg hatte achtzig Jahre lang die Firma Michael Welte & Söhne ihren Firmensitz (gegründet 1832 in Vöhrenbach im Schwarzwald, verlegt nach Freiburg 1872, zerstört beim Fliegerangriff 1944, erloschen 1952). Sie stellte pneumatisch gesteuerte Musikautomaten, vor allem Orchestrien her, seit 1905 auch das Welte-Mignon-Reproduktions-Klavier.

Öffentliche Einrichtungen

Kommunalverwaltung

Die Stadtverwaltung Freiburg ist (seit 15. Januar 2007) eingeteilt in vier Dezernate, denen jeweils eine Reihe von städtischen Ämtern unterstehen. Dezernat I wird von Oberbürgermeister Dr. Salomon (GRÜNE) geleitet und ist zuständig für die Haupt- und Personalverwaltung und für Organisation, Recht, Regionales und Öffentlichkeitsarbeit. Ihm untersteht auch das Referat für Stadtentwicklung. Dezernat II wird geleitet von Bürgermeisterin Gerda Stuchlik (GRÜNE) und ist das Dezernat für Umwelt, Schule und Bildung. Hier ist auch das Gebäudemanagement angesiedelt. Beim Dezernat III unter Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) geht es um Kultur, Jugend und Soziales. Erster Bürgermeister Otto Neideck (CDU), der auch Stellvertreter des Oberbürgernmeisters ist, leitet das Dezernat IV für Finanz-, Wirtschafts- und Wohnungswesen, zentrale IT, öffentliche Ordnung, Bürgerservice, Tiefbau, Feuerwehr und Sport.

Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat zwar seinen Sitz in der kreisfreien Stadt Freiburg, verwaltet aber nur den die Stadt umgebenden Landkreis.

Landesbehörden

  • Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg
  • Finanzämter: Freiburg-Stadt und Freiburg-Land
  • Forstdirektion Freiburg
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
  • Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg
  • Akademie der Polizei Baden-Württemberg
  • Oberschulamt Freiburg
  • Regierungspräsidium im Basler Hof
  • Staatliches Weinbauinstitut
  • Das Staatsarchiv Freiburg bewahrt seit 1806 die schriftliche Überlieferung der staatlichen Behörden im Gebiet des Regierungsbezirks Freiburg auf. Seit 2005 ist es eine Abteilung des Landesarchivs Baden-Württemberg.

Bundesbehörden

  • Agentur für Arbeit
  • Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung der Oberfinanzdirektion Karlsruhe
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg
  • Eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) des Bundespolizeiamtes Weil am Rhein, das dem Bundespolizeipräsidium Süd (München) untersteht.

Körperschaften des öffentlichen Rechts

  • Handwerkskammer Freiburg K. d. ö. R.
  • IHK Südlicher Oberrhein K. d. ö. R.
  • Regionalverband Südlicher Oberrhein K. d. ö. R.

Gerichte

Freiburg verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die jeweils zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören. Einige Zivilsenate des OLG Karlsruhe haben ebenfalls ihren Sitz in Freiburg.

Außer den Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit gibt es in Freiburg auch je ein

  • Arbeitsgericht (sowie eine Kammer des Landesarbeitsgerichtes),
  • Finanzgericht,
  • Sozialgericht (zuständig für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Ortenaukreis, Emmendingen, Lörrach und Waldshut)
  • und Verwaltungsgericht (zuständig für den Regierungsbezirk Freiburg).

Medien

Printmedien

In Freiburg gibt es nur eine einzige regionale Tageszeitung, nämlich die kostenpflichtige Badische Zeitung, deren Verbreitungsgebiet sich von Offenburg im Norden bis zum Hochrhein im Süden und in den Hochschwarzwald hinein erstreckt. Sie erscheint Montag bis Samstag außer an Feiertagen. Am Sonntag kommt aus dem gleichen Verlagshaus kostenlos „Der Sonntag in Freiburg” beziehungsweise in Lörrach und Basel „Der Sonntag im Dreiland”, sodass der Badische Verlag als Herausgeber ein Monopol an den Tageszeitungen hält.

Des weiteren gibt es das offizielle „Amtsblatt der Stadt Freiburg”, das zweiwöchentlich erscheint und in dem sowohl Bekanntmachungen der Stadt Freiburg als auch normale Zeitungsartikel abgedruckt sind.

Jeweils mittwochs erscheint mit einer Auflage von derzeit (Juni 2006) 113.500 Exemplaren der „Freiburger Wochenbericht”, das älteste noch bestehende deutsche Anzeigenblatt. Es wird kostenlos an alle Haushalte verteilt und enthält ebenfalls normale Zeitungsartikel. Donnerstags erscheint in ähnlicher Aufmachung seit 1983 der „Freiburger Stadtkurier”. Er hat derzeit (Juni 2006) eine Auflage von 113.300 Exemplaren, die ebenfalls an alle Haushalte kostenlos verteilt werden.

Außer diesen fünf größeren Zeitungen gibt es noch einige weitere kleinere Zeitungen und Zeitschriften aus und für Freiburg.

Die jeweils mittwochs und samstags erscheinende „Zypresse” ist ein Blatt für private Kleinanzeigen, ebenso die donnerstags erscheinende und auch der Badischen Zeitung beiliegende „schnapp”.

Außer diesen Anzeigenblättern gibt es noch weitere Kultur- und Veranstaltungsmagazine, darunter die beiden Stadtmagazine „FRIZZ Freiburg Das Magazin – das Eventmagazin für Freiburg und Region” und „Plan 14” und die zwei Kulturmagazine „Freiburg aktuell” und „Chilli – das freiburger stadtmagazin”.

Im Internet gibt es aktuelle Neuigkeiten über Freiburg auf fudder.de

Audiovisuelle Medien

In Freiburg gibt es ein Funkhaus des öffentlich-rechntlichen Südwestrundfunks, das SWR Studio Freiburg, in dem unter anderem Sendungen für SWR4 Baden-Württemberg und das Südwest Fernsehen produziert werden. Des weiteren ist das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg im Konzerthaus Freiburg ansässig.

Als Privatsender werbefinanziert sind: das Regionalradio 106.0 Antenne Südbaden sowie das Regionalfernsehen TV Südbaden. Das dritte Freiburger Radio ist das Radio Dreyeckland, das in der Nähe der Innenstadt produziert wird.

Außer diesen speziell auf Freiburg konzentrierten Medien gibt es noch unter anderem das Radio Regenbogen für die gesamte Region Baden.

Im Ortsteil Lehen betreibt der SWR eine Sendeanlage für Mittelwelle (Frequenz 828 kHz, Sendeleistung 10 kW, Geographische Koordinaten des Senderstandorts: 48° 00' 48" n. Br., 07° 47' 38" ö. L) und UKW-Hörfunk, welche als Antennenträger einen 92 Meter hohen, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmast mit viereckigem Querschnitt verwendet. Der Senderstandort Freiburg-Lehen ist einer der ältesten in Deutschland.

Bildung und Forschung

Schulen

Ein breites Angebot an Schulen in Freiburg kann sehr vielfältigen Ausbildungsansprüchen gerecht werden:

  • 34 Grund- und Hauptschulen flächendeckend, von denen einige in privater Trägerschaft sind
  • 10 Sonderschulen, darunter 4 Förderschulen (für lernbehinderte Kinder und Jugendliche), 4 Schulen für geistig oder mehrfach behinderte Kinder, darunter 2 private, eine Schule für Erziehungshilfe und eine Sprachheilschule
  • 10 berufliche Schulen für den kaufmännischen und gewerblichen Bereich sowie die Jazz- und Rockschule für eine Ausbildung in Musik
  • 8 Realschulen, darunter 2 private,
  • 11 allgemeinbildende Gymnasien unterschiedlicher Ausprägung, darunter auch einige in privater Trägerschaft, sowie seit 1972 das Deutsch-Französische Gymnasium, eine von zwei solcher Schulen in Deutschland mit binationalem Abschluss (die andere ist in Saarbrücken)
  • 4 berufliche Gymnasien
  • 5 Gesamtschulen, von denen eine die öffentliche Staudinger-Gesamtschule ist, die vier anderen der Waldorf-Pädagogik zuzurechnen sind.

Darüber hinaus ergänzen das breite Bildungsangebot eine Reihe weiterer Schulen in privater Trägerschaft, etwa in den Bereichen Elementarbildung, Familienpflege, Grafik/Design, Schauspiel u. a.

Im Bereich der Erwachsenen- und Weiterbildung bieten die Volkshochschule Freiburg und das Katholische Bildungswerk ein breites Spektrum von Fortbildungsmöglichkeiten. Mehrere Sprachschulen, zu denen auch das Goethe-Institut zu rechnen ist, ergänzen dieses Angebot.

Hochschulen
  • Die 1457 gegründete Albert-Ludwigs-Universität ist eine der ältesten und renommiertesten Hochschulen Deutschlands mit etwa 20.000 Studenten (alle Hochschulen zusammen: knapp 30.000). Sie prägt nachhaltig das Leben der Stadt: So finden sich rund um die Universität viele gut besuchte Cafes und Kneipen. Die Universität ist aber nicht nur wegen der Studenten relevant, sie ist mit ihren circa 13.000 Arbeitsplätzen (einschließlich Klinikum) auch einer der wichtigsten Arbeitgeber in Südbaden.
  • Die Pädagogische Hochschule Freiburg (PH) wurde 1962 aus den früheren Akademien für Lehrerbildung I und II gebildet und hat seit 1971 den Status einer wissenschaftliche Hochschule.
  • Die Hochschule für Musik Freiburg wurde 1946 von der Stadt Freiburg gegründet und später vom Land Baden-Württemberg als staatliche Hochschule weitergeführt.
  • Evangelische Fachhochschule Freiburg – Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik
  • Katholische Fachhochschule Freiburg – Hochschule für Sozialwesen, Heilpädagogik, Religionspädagogik und Pflege
  • Die Freie Hochschule für Grafik, Design & Bildende Kunst bildet Studenten in den drei Studiengängen Grafik-Design, Screen- und Webdesign und Bildende Kunst aus.

Ferner gibt es drei Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, und zwar je eines für Berufliche Schulen, für Gymnasien und für Realschulen.

Forschungseinrichtungen

In Freiburg befinden sich auch mehrere Forschungsinstitute:

  • Zwei Institute der Max-Planck-Gesellschaft (MPI):
    • Max-Planck-Institut für Immunbiologie;
    • Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht.
  • Institute der Fraunhofer-Gesellschaft:
    • Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF);
    • Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik (Ernst-Mach-Institut, EMI);
    • Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM);
    • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE, mit Labor und Servicecenter in Gelsenkirchen);
    • Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM, mit Institutsteil in Halle (Saale)).
  • weitere Forschungseinrichtungen:
    • Das Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik betreibt ein Sonnenobservatorium auf dem Schauinsland.
    • Das Öko-Institut e. V. – Institut für angewandte Ökologie ist aus der in Freiburg starken Umweltbewegung hervorgegangen.
    • Das Walter Eucken Institut ist eine 1954 gegründete sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungseinrichtung im Umfeld der Albert-Ludwigs-Universität.
    • Das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene widmet sich der Erforschung parapsychologischer Phänomene.
    • Das Arnold-Bergstraesser-Institut befasst sich mit kulturwissenschaftlichen und entwicklungspolitischen Fragen.
    • Das Alemannische Institut Freiburg will die fächer- und grenzüberschreitende landeskundliche Erforschung des alemannisch-schwäbischen Sprach- und Siedlungsraumes fördern.
    • Das Deutsche Volksliedarchiv ist ein selbständiges wissenschaftliches Forschungsinstitut des Landes Baden-Württemberg. Es beschäftigt sich mit der Sammlung, Erforschung und Edition populärer und traditioneller Lieder aus dem deutschsprachigen Raum.
    • Das Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde (JKI) erforscht die Volkskunde der Heimatvertriebenen. Seit 1964 untersteht es dem Innenministerium von Baden-Württemberg.
    • Das Corpus Vitrearum Medii Aevi (CVMA) ist ein kunstgeschichtliches Forschungsinstitut für mittelalterliche Glasmalerei.

Sonstige Institutionen

  • Architekturforum Freiburg
  • badenova: der Energieversorger für Freiburg und die Region – Strom, Gas, Wasser

Kultur und Freizeit

Theater

Zahlreiche Bühnen machen Freiburg zu einer Theaterstadt.

  • Die Städtischen Bühnen spielen in den Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett auf drei Bühnen. Sein Philharmonisches Orchester spielt auch im Konzerthaus.

Weiter gibt es eine Vielzahl kleinerer Theater:

  • Die Alemannische Bühne Freiburg führt Stücke in alemannischer Mundart auf.
  • Das Theater im Marienbad Freiburg ist das Freiburger Kinder- und Jugendtheater und spielt in der ehemaligen kleinen Schwimmhale eines aufgegebenen Bades.
  • Das Wallgraben-Theater Freiburg, einstmals ein studentisches Kellertheater, ist vor allem bekannt für seine Loriot-Aufführungen mit Heinz Meier. Heute spielt es im Keller des Neuen Rathauses.
  • Das „Vorderhaus Freiburg – Kultur in der Fabrik” ist hauptsächlich eine Kabarettbühne.
  • Galli-Theater Freiburg
  • KIEW – Kammerspiele im E-Werk Freiburg
  • Theater am Martinstor Freiburg
  • Das Hans-Dürr-Theater: Dieses Laientheater ist bekannt durch die Shakespeare Company und Inszenierungen im schwarzen Kloster.

In Freiburg gibt es auch eine lebendige Improvisationstheater-Szene mit ca. 10 Freiburger professionellen und Laiengruppen, die an unterschiedlichen Orten auftreten.

Festivals

Im Lauf des Jahres finden in Freiburg viele Kulturfestivals statt, z. B. im Winter das Diavortrag-Festival Mundologia, ein Open Air Theatersport Festival, im Sommer seit 1983 das Internationale Zelt-Musik-Festival, das Fest der Innenhöfe mit einem breiten Spektrum von Alter Musik, klassischer Musik bis zu Weltmusik sowie viele weitere besondere Freiburger Veranstaltungen. Alle zwei Jahre im Mai findet mit dem freiburger film forum ein renommiertes Festival des ethnografischen Films statt.

Musik

Freiburg hat ein äußerst reges Musikleben aufzuweisen, was sich in der Existenz zahlreicher Orchester und Chöre, darunter einige mit internationalem Ruf, niederschlägt. Wichtige Impulsgeber sind – in unterschiedlicher Richtung – die seit 1946 bestehende Musikhochschule mit Studenten und Meisterschülern aus der ganzen Welt und die Freiburger Jazz & Rockschule. Darüber hinaus gibt es das Experimentalstudio für akustische Kunst e.V. im Funkhaus des Südwestrundfunks, das seit seiner Gründung 1969 einer der wichtigsten Impulsgeber für Neueste Musik ist.

Orchester
  • Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg hat seinen Sitz seit 1996 im Konzerthaus Freiburg. Das Orchester wurde 1946 gegründet und gilt als eines der führenden europäischen (Rundfunk-)Sinfonieorchester.
  • Das Freiburger Barockorchester (FBO) unter der Leitung von Gottfried von der Goltz gilt als einer der besten Klangkörper für Alte Musik weltweit.
  • Das Balthasar-Neumann-Ensemble wird von Thomas Hengelbrock geleitet.
  • Das Philharmonisches Orchester der Stadt Freiburg ist das Hausorchester der Städtischen Bühnen.
  • Akademisches Orchester Freiburg e. V., gegründet 1963
  • Das Consortium Classicum wurde 1966 von den Klarinettisten Dieter Klöcker gegründet und widmet sich vor allem der Musik des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhundert.
  • Holst-Sinfonietta e. V. Freiburg
  • ORSO - The Rock Symphony Orchestra
Chöre
  • Anton-Webern-Chor
  • Balthasar-Neumann-Chor, Leitung: Thomas Hengelbrock
  • Camerata Vocale Freiburg, gegründet 1977; Leitung: Winfried Toll
  • Deutsch-Französischer Chor
  • Freiburger Bach-Chor
  • Freiburger Domchor
  • Freiburger Domsingknaben
  • Freiburg Gospel Choir, Leitung: Carsten Schulz
  • Freiburger Kammerchor
  • Freiburger Oratorienchor
  • Heinrich-Schütz-Kantorei Freiburg
  • Jazzchor Freiburg
  • John Sheppard Ensemble, Leitung: Johannes Tolle
  • Kantorei der Christuskirche
  • Madrigalchor der KHG
  • QueerFlöten e. V. – Freiburgs lesbisch-schwuler Chor
  • Romanischer Chor
  • Russischer Chor der Universität (seit 1930)
  • Studentenkantorei Freiburg
  • Voice Event – Auswahlchor der Freiburger Schulen
Jazz
  • Dieter Ilg ist einer der führenden akustischen Jazzbassisten Europas.
  • Cécile Verny Quartet mit Bernd Heitzler (Bass), Andreas Erchinger (Piano), Torsten Krill (Drums), Cécile Verny (Gesang)
  • tok tok tok ist eine Soul-Formation mit Tokunbo Akinro & Morten Klein.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Musikvereinen, Blaskapellen, Laienchören und Bands verschiedenster Stilrichtungen, die eher lokale Bedeutung haben.

Film und Kino

Freiburg hat ein besonders kinobegeistertes Publikum. Bezogen auf die Einwohnerzahl gibt es hier die meisten Kinogänger in Deutschland. Im CinemaxX eines bundesweit vertretenen Kinobetreibers als Multiplex-Kino und in der Harmonie, die zum gleichen Unternehmen gehört, werden überwiegend Hollywood-Mainstream-Filme gezeigt. Daneben hat Freiburg mit den Friedrichsbau/Apollo-Kinos und dem Kandelhof fünf Säle eines ortsansässigen Betreibers, die als Programmkino bespielt werden. Diese Kinos sind in den letzten Jahren durchgängig für ihr anspruchsvolles Programm ausgezeichnet worden.

Das nicht-kommerzielle Kommunale Kino Freiburg ist in den letzten Jahren ebenfalls mehrfach für seine Programmarbeit ausgezeichnet worden. Alle zwei Jahre veranstaltet das Kommunale Kino das Freiburger Film Forum mit Schwerpunkt auf dem ethnographischen Film. Es gilt als eines der wichtigsten Filmfestivals dieses Schwerpunkts in Deutschland.

Als einer der ältesten studentischen Filmclubs Deutschlands zeigt der 1957 gegründete Akademischer Filmclub Freiburg ein eigenes Programm. Dieses wird während des Semesters bis zu viermal pro Woche mit einem 35mm-Projektor in einem großen Hörsaal des Kollegiengebäudes II der Universität vorgeführt.

Im Juli und August findet in Freiburg auch ein tägliches Open-Air-Kino statt.

Museen

Freiburg beherbergt mehrere städtische Museen, die sich größtenteils aus den früheren „Städtischen Sammlungen” entwickelt haben. Das größte Museum der Stadt ist das Augustinermuseum (Museum für Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein) am Augustinerplatz, eines der bedeutendsten Museen in Südbaden. Seit geraumer Zeit befinden sich Teile des Museumsgebäudes (ehem. Kirchenschiff) in einer umfassenden Sanierungsphase, so dass große Teile des Museums und wichtige Exponate bis auf weiteres nicht oder nur mit größeren Einschränkungen zu besichtigen sind. Weitere Teile des Museums sind wegen Kontaminierung durch Holzschutzmittel seit Jahren geschlossen.

Eine Abteilung des Augustinermuseums ist das seit 1994 im Wentzingerhaus am Münsterplatz untergebrachte Museum für Stadtgeschichte, das sich vornehmlich mit der Entwicklung Freiburgs und dem Bau des Freiburger Münsters beschäftigt.

Ebenfalls am Augustinerplatz liegt das Adelhausermuseum – Natur- und Völkerkunde, in dem ein Überblick zur Geologie und Mineralogie sowie zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt gegeben wird. Nicht nur bei Kindern äußerst beliebt ist die Schau "Vom Ei zum Küken", die jährlich in den Wochen vor Ostern präsentiert wird. Dieses im Jahre 1895 gegründete und auf zwei historische Gebäudekomplexe verteilte Museum musste aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes am 30. Dezember 2006 teilweise schließen. Eine Neukonzeption für das Museumsgebäude an der Gerberau ist in Arbeit, der Termin für eine Neueröffnung in Form eines modernen, familienorientierten Museums ist derzeit jedoch noch unbekannt.

Ein weiteres städtisches Museum ist das eigentlich als Abteilung des Augustinermuseums 1985 eröffnete Museum für Neue Kunst in der Marienstraße, in dem moderne und zeitgenössische Kunst, angefangen vom Expressionismus Anfang des 20. Jahrhunderts bis hin zu den aktuellen Entwicklungen der letzten Jahre, ausgestellt werden.

Das Archäologische Museum Colombischlössle (ehem. Museum für Ur- und Frühgeschichte) befindet sich seit 1983 im Colombipark am Rotteckring. Schwerpunkte der Dauerausstellung liegen auf der frühgeschichtlichen bis mittelalterlichen Entwicklung an Ober- und Hochrhein. Im Museum werden auch mehrmals im Jahr Aktionen für Kinder angeboten, bei denen sie selbst ausprobieren können, wie in der Steinzeit zum Beispiel Feuer gemacht oder Tongefäße gebrannt wurden.

Das neugeschaffene „Uniseum” im Gebäude der „Alten Universität” zeigt Exponate aus der Geschichte der Universität und stellt die Entwicklung der Hochschule bis heute dar.

Seit Oktober 2004 betreibt die Stadt das Kunsthaus L6 im Stadtteil Zähringen. Dort gibt es Ateliers für bildende Künstler, Proberäume für Bands, ein Wohnatelier für Gastkünstler, eine Künstlerwerkstatt und eine Halle für Ausstellungen aktueller Kunst aus der Region Freiburg.

Der Kunstverein Freiburg e. V., gegründet 1827 und damit einer der ältesten Kunstvereine in Deutschland, präsentiert aktuelle Kunst in seiner Ausstellungshalle, der ehemaligen Schwimmhalle eines aufgegebenen Schwimmbads.

Des Weiteren gibt es noch einige privat betriebene Museen in Freiburg: Im „Kunstraum Alexander Bürkle” wird seit 2004 internationale zeitgenössische Kunst ausgestellt. Dort ist in einer Dauerausstellung auch die „Sammlung Rosskopf” zeitgenössischer bildender Kunst zu sehen. – Die „Stiftung für konkrete Kunst Roland Phleps” zeigt in ihrer Skulpturenhalle im Stadtteil Zähringen insbesondere Stahlskulpturen des Namensgebers und in wechselnden Ausstellungen Arbeiten verwandter Künstler. – In der Turmstrasse befindet sich das Freiburger Fasnetmuseum, in dem Masken und Kostüme (alemannisch „Häs”) und die Geschichte der „Freiburger Fasnet” ausgestellt werden. – Im Schwabentor befindet sich die Zinnfiguren-Klause, in der man historische Dioramen (z. B. zu Martin Luther oder den Bauernkriegen) aus Zinnfiguren besichtigen kann.

Im „Freiburger Hausberg”, dem Schauinsland, befindet sich das Museums-Bergwerk Schauinsland. Es handelt sich dabei um ein stadtgeschichtlich wichtiges Bergwerk, in dem Silber-, Blei- und Zinkerze abgebaut wurden. Es liegt am „Erzkasten” oberhalb von Hofsgrund. Heute wird es von einer privaten Forschergruppe betrieben. In den Wintermonaten bleibt es geschlossen.

Dialekt

Durch die südlichen Stadtteile von Freiburg verläuft die Mundartgrenze zwischen nieder- und hochalemannisch. Freiburgs alemannischer Name lautet – wie zur Zeit der Stadtgründung – Friburg.

Sport

Die Stadt ist Heimat des Fußball-Clubs SC Freiburg. Der Sport-Club stieg 2003 zum dritten Mal aus der 2. Liga auf, musste aber 2005 erneut in die 2. Bundesliga absteigen. Langjähriger Trainer ist Volker Finke, auf dessen Initiative auch die Fußballschule des Clubs zurückgeht. 2004 feierte der SC Freiburg sein 100-jähriges Bestehen. Die Frauenmannschaft spielt in der ersten Bundesliga und schloss die Saison 2004/05 mit einem 8. Platz ab.

Neben dem SC Freiburg gibt es auch den Freiburger Fußball-Club, welcher 1907 Deutscher Meister wurde.

Im Eishockey spielte der EHC Freiburg (die Wölfe) in der Saison 2003/2004 in der höchsten Liga (DEL), stieg aber am Saisonende wieder in die 2. Eishockey-Bundesliga und darauf folgend sogar in die Oberliga ab.

Durch die Eisvögel USC Freiburg ist Freiburg auch in der ersten Basketballliga der Frauen repräsentiert. In der Saison 2005/2006 belegten die Eisvögel den 2. Platz nach dem Ende der Rückrunde.

Ebenfalls ist American Football in Freiburg zu finden. Die Freiburg Sacristans spielen in der Oberliga Baden-Württemberg des AFV-BaWü.

Jenische aus Freiburg gewannen in einer gemischten Mannschaft das weltweit erste Bootsch-Turnier 2005 in Singen.

Eine weitere bedeutende Sportart ist der Radsport. Im Jahr 2000 war Freiburg zum vierten Mal Etappenort der Tour de France. Im Juni 2004 wurde hier die Deutsche Radsportmeisterschaft ausgetragen, im November 2005 wurde mit den Hallenradsport Weltmeisterschaften ein internationaler Wettbewerb ausgerichtet.

Freiburg ist Sitz des Olympia-Stützpunkts Freiburg-Schwarzwald, der verschiedene Leistungszentren in der Region unterhält: Ski Nordisch, Radsport, Leichtathletik u. a. In Freiburg selbst ist das Leistungszentrum für Ringen und ein Sportinternat ansässig. Es besteht eine enge Kooperation zur Sportmedizin und zur Sportwissenschaft an der Universität.

Im März 2004 fand erstmals der Freiburg-Marathonlauf als Breitensportveranstaltung statt.

Mit der Freiburger Turnerschaft von 1844 e. V. hat der größte Sportverein Südbadens seine Heimat in Freiburg.

Bäder

In Freiburg gibt es insgesamt 9 städtisch betriebene Schwimmbäder, davon 3 Freibäder.

Das größte Freiburger Bad ist das Eugen-Keidel-Bad, ein Mineral-Thermalbad mit einer großen Bade- und Saunalandschaft. Über eine Buslinie ist es an den ÖPNV angeschlossen, dennoch ist die Lage weit vor den Toren der Stadt im Wald gelegen eher autogerecht (aber idyllisch).

Im Westen Freiburgs in unmittelbarer Nachbarschaft des Seeparks befindet sich das Westbad, das vor allem als Sportbad ausgelegt ist. Es besitzt ein durch eine bewegliche Trennwand teilbares 50 m-Becken, ein Nichtschwimmer- und ein Babybecken sowie ein 5 m tiefes Sprungbecken mit zugehöriger Sprunganlage (bis 10 m). Im Außenbereich befinden sich Liegewiesen, Spielbereiche, Kinderbecken und ein seit längerem und auf längere Zeit nicht in Betrieb befindliches Außenschwimmbecken (Finanznot der Stadt).

In Innenstadtnähe befindet sich das Faulerbad, das als Freizeitbad mit 25 m-Schwimmerbecken, Liegewiese und 2 Saunakabinen, aber ohne Rutsche konzipiert ist und im Winterhalbjahr am ersten Samstag im Monat große Mitternachtspartys mit Lichtshow, Barbetrieb und DJs anbietet. Im Sommer geschlossen.

Im Stadtteil Haslach befindet sich das Gartenhallenbad Haslach mit mehreren Becken, darunter einem Nichtschwimmer- und einem Sprungbecken bis 5 m und einer Liegewiese. Sehr beliebt bei der jüngeren Bevölkerung.

Weitere Sportbäder befinden sich in Lehen mit einem 17 m-Becken und Hochdorf.

Unter den Freibädern das größte ist das Strandbad in direkter Nachbarschaft des Badenova-Stadions auf der Grenze der östlichen Stadtteile Waldsee und Ebnet. Es hat ein unbeheiztes Nichtschwimmerbecken mit einer 91 m-Rutsche, ein Plantschbecken und ein beheiztes 50 m-Becken sowie großzügige Liegeflächen, Umkleiden und Verpflegungseinrichtungen. Hüpfburg und Beachvolleyballfelder runden das breite Angebot ab.

Im Stadtteil Wiehre befindet sich das älteste deutsche Schwimmbad mit separatem Frauenteil, das Lorettobad. Die ganze Anlage mit den historischen Umkleideräumen, dicht umbauten Schwimmerbecken und einem schönen Baumbestand hat ihren ganz eigenen Charme.

Das dritte Freibad ist schließlich das Freibad St. Georgen mit einem 25 m-Becken in Verbindung mit einem Nichtschwimmerbereich mit Breitrutsche. Die reizvolle, teilweise in Hügeln geschwungene Anlage (rund um das Kleinkinderbecken) und der ausgedehnte Sportbereich (inklusive Hüpfburg) machen das Bad besonders für den entspannten Familienausflug empfehlenswert.

Die Freibäder sind nur während der Sommersaison geöffnet, im Jahr 2006 öffnete das Strandbad am 11. Mai, die beiden anderen Freibäder am 25. Mai. Die übrigen 6 Schwimmbäder sind mit unterschiedlichen Pausen ganzjährig geöffnet.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar: Internationale Kulturbörse Freiburg (seit 1989)
  • Januar: freiburger-grenzenlos-festival (seit 2002)
  • Februar: Automobil (Neuwagen-Messe, seit 1985)
  • Februar/ März: Die Freiburger Fasnet beschreiben Volkskundler als Mischung der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und des rheinischen Vereinskarneval.
  • März: Camping Freizeit Touristik mit bike aktiv und Ferienmesse (Verbraucherausstellung mit Schwerpunktthema Freizeit, seit 1972)
  • April: Freiburg-Marathon (seit 2004)
  • Mai: Freiburger Frühjahrsmess′ (Kirmes, Jahrmarkt)
  • Mai: Freiburger Film Forum ethnologie (Filmfestival zu Ethnologie, Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien, zweijährlich seit 1985)
  • Juni: Intersolar (Europas größte Fachmesse und Kongress für Photovoltaik und Solarthermie)
  • Sommer: Open-Air-Kinos (Innenhof Schwarzes Kloster sowie Freigelände im Industriegebiet Nord)
  • Juli: Freiburger Weinfest (seit 2001)
  • Juli: Zelt-Musik-Festival
  • Juli: Münstersommer (seit 2000, mit Fest der Innenhöfe, Museumsnächten, Le Gipfel du Jazz u. v. m.)
  • Juli / August: Rathaushofspiele des Wallgraben Theater
  • Juli / August: Seenachtsfest (Freiburgs größtes Volksfest im Seepark-Gelände)
  • September: Baden Messe (Freiburgs größte Verbraucherausstellung)
  • September: Freiburger Herbstmess′ (Kirmes, Jahrmarkt)
  • Oktober: Internationale Mineralien- und Fossilientage Freiburg im Breisgau (seit 1978, Neue Messe)
  • November: Plaza Culinaria (kulinarische Messe)
  • November: Brettlemarkt (Messe für Wintersport)
  • November: Freiburger Spielzeug- und Modellbahnbörse
  • November: Freiburger Literaturgespräch (seit 1986)
  • November/Dezember: Freiburger Weihnachtsmarkt (seit 1972)
  • Dezember/Januar: Weihnachtszirkusfestival

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

In Freiburg gibt es bemerkenswerte Gebäude aus allen Epochen der Stadtgeschichte. Ein großer Teil der historischen Altstadt wurde beim Bombenangriff am 27. November 1944 zerstört. Erstaunlicherweise blieben das Münster, die Südostecke des Münsterplatzes mit Historischem Kaufhaus, Wentzingerhaus und Alter Wache sowie die beiden noch erhaltenen mittelalterlichen Stadttore nahezu unversehrt. Nach dem Krieg wurde die Altstadt weitgehend in den historischen Proportionen (Grundstücksgröße, Traufhöhe) wieder aufgebaut. Zu den beachtensweten Gebäuden gehören:

  • Das Freiburger Münster ist das Wahrzeichen der Stadt und sicher ihr bedeutendstes Gebäude. Es wurde als Bürgerkirche errichtet und hat deshalb nur einen Hauptturm. Unter den zahlreichen Kunstwerken sind unter anderem der Hochaltar und der Schnewlin-Altar von Hans Baldung Grien, der sogenannte Oberriedaltar von Hans Holbein d.J. sowie einige sehr schöne mittelalterliche Glasfenster, die zum Teil Stiftungen der Handwerkerzünfte waren, besonders hervorzuheben. Der 116 Meter hohe gotische Turm des Münsters wurde schon von dem Kunsthistoriker Jacob Burckhardt als „schönster Turm der Christenheit” bezeichnet und überragt alle Gebäude der Stadt. Er wurde als einziger Turm einer größeren Kathedrale in Deutschland schon im Mittelalter fertig gestellt. Besucher sollten auch den Markt rund um das Freiburger Münster genießen.
  • Am Münsterplatz: Das Historische Kaufhaus von 1532 mit prächtigen Skulpturen habsburgischer Kaiser aus dem 16. Jahrhundert fällt auf durch seine ochsenblutrote Farbe, die mit farbigen Ziegel gedeckten Ecktürmchen und seine Treppengiebel. Das Haus zum „Zum Schönen Eck” von 1761 (Wentzingerhaus) wurde von Johann Christian Wentzinger als eigenes Wohn- und Atelierhaus im spätbarocken Stil errichtet. Seit 1994 beherbergt es das Museum für Stadtgeschichte. Die Alte Wache, als Hauptwache der Österreichischen Wachgarnison im Jahre 1733 erichtet, dient nach unterschiedlichsten Nutzungen heute als „Haus der Badischen Weine”.
  • In der näheren Umgebung des Münsters stehen vier sehr unterschiedliche Gebäude, die mit der katholischen Kirche zu tun haben. Die Alte Münsterbauhütte ist das einzige aus dem Mittelalter erhaltene Gebäude der Altstadt mit Sichtfachwerk. Es wurde als Gebäude der „Münsterfabrik” errichtet, die seit dem 13. Jahrhundert für den Bau der Freiburger Pfarrkirche zuständig war. Später wurde das Gebäude um das Fachwerkgeschoss aufgestockt, das dann eine Wohnung für den Turmwächter bot. Heute unterhält der Münsterbauverein hier einen kleinen Laden sowie die Münsterpfarrei eine Begegnungs- und Beratungsstätte. – In Sichtweite liegt das Erzbischöfliche Ordinariat, der Verwaltungsbau des katholischen Bistums Freiburg. Der 1903-1906 in historisierender Form errichtete Bau hat eine im spätromanischen Stil reich ornamentierte Natursteinfassade und wirkt dadurch – und auch wegen seiner Größe – eher als Fremdkörper in dieser Altstadt-Umgebung. Das Innere weist neben byzantinisch anmutenden Stilelementen auch auf den Jugendstil. – Gegenüber steht das von Christoph Arnold, einem Schüler von Friedrich Weinbrenner, geplante „Collegium Borromäum” mit der Konviktskirche aus den Jahren 1823-1826, das heute Priesterseminar für die Erzdiözese Freiburg ist. – Nicht weit davon entfernt steht das 2002 erbaute Erzbischöfliche Archiv, ein kubischer, mit dunklem Sandstein verkleideter, fast fensterloser Zweckbau, der etwas über die Baugesinnung des beginnenden 21. Jahrhunderts aussagen kann.
  • Zwei Kirchen der historischen Altstadt verdienen Beachtung. Die gotische Kirche St. Martin (Franziskanerkirche) am Rathausplatz ist im Innern von betonter Schlichtheit und hatte ursprünglich als Bettelsordenskirche keinen Turm. Die barocke Universitätskirche (Jesuitenkirche) neben der Alten Universität wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört und wurde nach dem Wiederaufbau nicht wieder farbig gefasst.
  • Im Kloster der Augustinereremiten, dessen älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen, ist das Augustinermuseum untergebracht.
  • Die beiden noch von der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhaltenen Tortürme prägen das Bild der Innenstadt. Das ältere Martinstor wurde 1901 um fast das Dreifache auf 60 Meter erhöht und erhielt einen Dachaufbau im Stil des 15. Jahrhunderts. Das Schwabentor wurde ebenfalls 1901 auf fast doppelte Höhe aufgestockt und mit durchbrochenen Treppengiebeln im Stil norddeutscher Stadttürme versehen. Diese wurden 1954 wieder abgebaut und der Torturm erhielt ein Pyramidendach nebst Glockentürmchen mit Zwiebelhaube.
  • Das 1515 fertiggestellte „Haus zum Walfisch” wurde durch Jakob Villinger von Schönenberg, Großschatzmeister des römischen Königs und Kaisers Maximilian I., deutscher Kaiser ab 1493 und Landesherr Freiburgs (1490-1519) erbaut. Darüberhinaus wohnte der bekannte Humanist und Philosoph Erasmus von Rotterdam in den Jahren 1529-1531, nach seiner durch die protestantische Reformation begründeten Flucht aus Basel in diesem Haus. Nach zahlreichen Umbauten brannte das Haus 1944 ab. Nach seinem Wiederaufbau diente es Dario Argento für seinen Film Suspiria als Szenerie und gehört heute zum Hauptsitz der Sparkasse Freiburg.
  • Das Hotel/Restaurant Zum Roten Bären in Freiburg gilt als ältester Gasthof Deutschlands. Die Fundamente stammen aus der Zeit vor 1120. – Nicht weit davon, in der Kaiser-Joseph-Straße, steht einer der bedeutendsten Profanbauten Freiburgs, der „Basler Hof”. Er entstand Ende des 15. Jahrhunderts durch den Umbau mehrerer älterer Häuser durch Konrad Stürtzel, Hofkanzler Kaiser Maximilians. Von 1587 bis1677 diente das Gebäude als Exilresidenz für das Basler Domkapitel, das sich wegen der Reformation in Basel nicht mehr halten konnte. 1698-1802 war es Amtssitz der Vorderösterreichischen Regierung. Eine ähnliche Funktion übt es heute aus: hier ist der repräsentative Dienstsitz des Regierungspräsidenten. Der größte Teil seiner Ämter ist allerdings in einem Neubau im Westen der Stadt untergebracht.
  • Zwischen dem westlichen Rand der Altstadt und dem Hauptbahnhof befinden sich ebenfalls interessante Gebäude aus verschiedenen Epochen: Das so genannte Colombischlößle am Rotteckring, 1869-71 auf der Bastion „St. Louis” der einstigen Vaubanschen Befestigung als herrschaftliche Villa in neugotischen Stil erbaut, liegt in einem kleinen Park, in dem zu Schauzwecken Weinstöcke mitten in der Stadt zu finden sind. 1947-1951 war hier der Sitz der (süd-)badischen Landesregierung. Seit 1983 ist das Museum für Ur- und Frühgeschichte hier untergebracht. – Das Stadttheater wurde 1905-1910 auf der Bastion „Dauphin” der schon erwähnten Befestigung mit Jugendstilelementen errichtet. Es wurde 1944 fast völlig zertört und nach dem Zweiten Weltkrieg relativ rasch wieder aufgebaut. Am Platz der Alten Synagoge bildet es mit den Kollegiengebäuden I und II der Universität ein eindrucksvolles Enemble. – Daneben liegt die Universitätsbibliothek Freiburg, die 1978 an der Stelle eines Gymnasiumsgebäudes aus der Zeit des Historismus als klotziges Betongebäude errichtet wurde. Nach 30 Jahren muss das Bauwerk grundlegend saniert werden und wird dann eine völlig veränderte Fassade nach Plänen der Architekten Herzog & de Meuron erhalten. – Das Konzerthaus Freiburg liegt nahe dem Hauptbahnhof. Seine Reailisierung war in der Bürgerschaft heftig umstritten.
  • Aussichtsturm Schlossberg
  • Der Bahnhofsturm Freiburg ist mit 19 Stockwerken und einer Höhe von 60 Metern nach dem Freiburger Münster das höchste Gebäude der Stadt. Es wurde 1999 errichtet. Im Inneren befinden sich Büros sowie im 19. Stockwerk die Disco KAGAN. Das Hochhaus wird auch Solar Tower genannt, da ein Teil der Fassade mit Solarzellen bestückt ist. Zusammen mit dem Inter City Hotel und dem Planetarium bildet der Bahnhofsturm eine kleine Skyline.

Bedeutende Plätze der Stadt

  • Der Münsterplatz ist der größte gepflasterte Platz in Freiburg. Hier ist jeden Vormittag außer Sonntag Markt, auf der Nordseite der Bauernmarkt, auf dem nur Selbsterzeuger anbieten dürfen, und auf der Südseite der Händlermarkt. Im Mittelalter befand sich um das Münster herum der Friedhof. Im Pflaster auf der Nordseite sind die Umrisse der ehemaligen Beinhauskapelle zu sehen. An der Westseite des Platzes stehen zwei Brunnen, nördlich der Fischbrunnen, der 1483 vom Meister Hans von Basel geschaffen wurrde und ehemals auf der Marktgass (der heutigen Kaiser-Joseph-Straße) stand, und im Süden der Münsterbrunnen aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts mit einer vergoldeten St. Georgs-Statue. Vor dem Hauptportal des Münsters stehen drei Säulen, die mit Figuren von Maria und den Freiburger Schutzheiligen Alexander und Lambertus gekrönt sind.
  • Der Augustinerplatz ist einer der zentralen Plätze der Freiburger Altstadt. Umgeben vom ehemaligen Augustinerkloster - dem heutigen Augustinermuseum - und den Resten der ehemaligen Stadtmauer, ist der Platz ein beliebter Treffpunkt der Freiburger Bevölkerung. An der unterschiedlichen Bodenpflasterung kann man den Verlauf der alten Stadtmauer erkennen. Nach dem Abbruch der ehemals benachbarten Feierling-Brauerei und der Neugestaltung des Platzes hat sich ein Freiburger Phänomen entwickelt, das scherzhaft mit den römischen Verhältnissen an der Spanischen Treppe verglichen wird. Auf der Treppenanlage des Augustinerplatzes genießen in den Sommernächten viele junge und junggebliebene Menschen das städtische Leben mit mediterranem Flair.
  • Der Holzmarkt, schon nicht mehr zur Altstadt gehörend, ist heute Schulhof des angrenzenden Goethe-Gymnasiums.
  • Den Platz der Alten Synagoge (frühere Bezeichnungen: Theaterplatz, Europaplatz) entlang der westlichen Seite der ehemaligen Stadtbefestigung begrenzen jetzt die Kollegiengebäude I und II der Albert-Ludwigs-Universität, die Universtitätsbibliothek und das Freiburger Stadttheater. Auf einem Teil des jetzt freien Rasenplatzes vor dem Kollegiengebäude II stand bis zur Pogromnacht im November 1938 die Synagoge; der Name des Platzes und eine Gedenkplatte erinnern daran, ebenso ein Wegschild nach Gurs, den Ort, an den 1940 die meisten Juden aus Freiburg verschleppt wurden. Der Platz soll im Zusammenhang mit einem neuen Verkehrskonzeption der Stadt Freiburg eine besondere Bedeutung zur westlichen Erweiterung der Innenstadt übernehmen. – Durch eine Lücke zwischen den Kollegiengebäuden I und II betritt man den ganz von Universitätsgebäuden umgebenen „Platz der Weißen Rose” zur Erinnerung an den studentischen Widerstand während des Nationalsozialismus. Verbindungen der Geschwister Scholl gab es auch nach Freiburg.
  • Der Rathausplatz hieß früher Franziskanerplatz nach dem ehemaligen Kloster dort, von dem nur noch die gotische Martinskirche und ein Teil des Kreuzgangs erhalten ist. Auf der anderen Seite begrenzen den Platz das Alte und Neue Rathaus. Zur Zeit der Universitätsgründung im Jahr 1457 waren hier ihre ersten Räumlichkeiten. Auf dem Platz steht ein Brunnen mit dem Denkmal für den Mönch Berthold Schwarz aus dem ehemals benachbarten Kloster, der angeblich das Schießpulver (Schwarzpulver) erfunden hat.
  • Oberlinden und Unterlinden sind beschauliche Plätze in unterschiedlichen Vierteln der Altstadt mit je einer namengebenden alten Linde. Die „Obere Linde” steht seit 1729, den Brunnen von 1861 krönt eine Barockmadonna von Franz Hauser (1651-1717).
  • Auch der Kartoffelmarkt ist ein beliebter Altstadt-Platz, der nach Abbau eines Behelfsgebäudes der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen soll. In seiner Mitte steht ein 1911 von dem Kaufmann Ludwig 'Rau gestifteter Brunnen.
  • Der Adelhauser-Platz gilt vielen Freiburgern als der schönste Platz, klein, verträumt, abseits von größeren Fußgängerströmen. Er trägt seinen Namen nach dem dort ansässig gewesenen Kloster Adelhausen, von dem die Kirche noch erhalten ist. Auf dem Klosterareal sind, nach zahlreichen Umbauten der vergangenen Jahrhunderte, die das Kloster kaum mehr erkennen lassen, einige Museen untergebracht.
  • Die Sternwaldwiese liegt im Stadtteil Wiehre und ist vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt zum Grillen für Familien, Jugendliche und Studenten. Bei gutem Wetter sind dort an mehreren Dutzend Feuern bis zu mehrere hundert Menschen beim Gitarrespielen, Grillen, Feiern und Biertrinken anzutreffen.

Sonstige Sehenswürdigkeiten

  • Der Arlesheimer See, ehemaliger Baggersee, ist heute ein Naturschutzgebiet im Mooswald am westlichen Stadtrand.
  • Den Schlossberg krönt ein 2002 fertiggestellter Aussichtsturm. Die 1968 gebaute Schlossbergseilbahn führt auf halbe Höhe zum Schlossbergrestautant Dattler.
  • Der Schauinsland ist der "Hausberg" der Stadt. Sein Gipfel (1284 m) liegt noch auf städtischer Gemarkung. Die Schauinslandbahn wurde 1930 eröffnet und war die erste Seilbahn nach dem Umlaufprinzip; der Aussichtsturm trägt den Namen des ehemaligen Oberbürgermeisters Dr. Eugen Keidel. Das Schaubergwerk gibt einen Einblick in den Erzbergbau, der hier seit dem Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts betrieben wurde.
  • Die Freiburger Bächle, kleine Wasserinnen am Straßenrand findet man in den meisten Gassen und Straßen der Altstadt. Sie sind ein Wahrzeichen der Stadt.
  • Viele Gehwege (Bürgersteige) der Innenstadt sind mit Rheinkieselmosaiken gepflastert. An vielen Stellen sind Ornamente oder, z.B. vor Geschäften, symbolische Darstellungen eingearbeitet. Vor dem Rathaus sind die Wappen aller Partnerstädte auf diese Weise eingelassen.
  • Im Badenova-Stadion (Dreisamstadion) ist der Sportclub Freiburg, ein Verein der 2. Fußball-Bundeliga (2006/07) zu Hause.
  • Das Planetarium in der Nähe des Hauptbahnhofs zeigt in wechselnden Programmen kosmische Zusammenhänge.
  • Das Tiergehege Mundenhof ist als Kleinzoo ein beliebtes Ziel von Familien mit Kindern. Auf dem benachbarten Gelände des Stadtgutes findet jährlich im Frühsommer das Zelt-Musik-Festival (ZMF) mit bekannten Solisten aus unterschiedlichen Musiksparten (von Klassik bis Pop) statt (Stand Nov. 2006).
  • Der Botanische Garten ist Teil der Biologischen Fakultät an der Universität, ein Forschungs- und Lehrgarten sowie ein Schau-Platz der Botanik; er ist auch der Öffentlichkeit zugänglich.
  • Auf dem Alten Friedhof steht eine Kapelle mit Totentanz aus dem achtzehnten Jahrhundert (nach Kriegs- und Wetterschäden erneuert); hier befinden sich einige schöne Gräber historisch bemerkenswerter Personen.
  • Der Seepark ist das ehemaliges Gelände der Landesgartenschau von 1986 im Westen der Stadt.
  • Auch der jüdische Friedhof liegt in einem der westlichen Stadtteile (Mooswald).
  • Zwei alte Linden (1729 gepflanzt), jede mit einem verzierten Brunnen, geben zwei kleinen Plätzen ihren Namen: „Oberlinden” und „Unterlinden”.
  • Das Holbeinpferdle, eigentlich „Stehendes Fohlen”, ist eine Skulptur in Betonguss des Bildhauers Werner Gürtner, das auf einem kleinen Rasenstück an der Straßenbahnstation „Holbeinstraße” steht. Es wird seit 1980 in unregelmäßigen Abständen heimlich von Unbekannten mit immer neuen Farbanstrichen, oft recht phantasievoll, dekoriert.
  • Das Jesuitenschloss liegt am Hang des Schönbergs und bietet eine gute Aussicht über Freiburg, die Vogesen, den Kaiserstuhl, die Rheinebene und den südlichen Schwarzwald.

Panorama von Freiburg

Persönlichkeiten

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Freiburg im Breisgau

Ehrenbürger

Die Ehrenbürger der Stadt Freiburg im Breisgau, aufgelistet nach dem Jahr der Verleihung der Ehrenbürgerwürde:

  • 1812: Johann Baptist Lingg von Linggenfeld, Stadtkommandant
  • 1923: Fritz Geiges, Künstler und Lokalhistoriker
  • 1947: Conrad Gröber, Erzbischof von Freiburg
  • 1947: Robert Grumbach, Stadtrat, Rechtsanwalt
  • 1947: Benedikt Kreutz, Prälat
  • 1949: Martha Walz-Birrer
  • 1949: Franz Christian Blum, Pfarrer
  • 1949: Harry Pfund, Professor
  • 1950: Paul Uhlenhuth, Professor der Medizin
  • 1951: Karl Noeggerath, Professor der Kinderheilkunde
  • 1954: Hermann Staudinger, Professor der Chemie, Nobelpreisträger
  • 1957: Karl Bender, Oberbürgermeister a. D.
  • 1957: Alois Eckert, Caritaspräsident
  • 1959: Heinrich Brenzinger, Fabrikant
  • 1971: Anton Dichtel, Regierungspräsident
  • 1979: Gertrud Luckner
  • 1982: Eugen Keidel, Oberbürgermeister a. D.
  • 1985: Philomene Steiger
  • 1985: Franz Büchner, Professor
  • 1991: Georg Hüssler, Prälat
  • 2002: Rolf Böhme, Oberbürgermeister a. D.
  • 2006: Eugen Martin, Unternehmer

Söhne und Töchter der Stadt

In Freiburg sind bedeutende Persönlichkeiten geboren worden. Manche sind nach ihrer Geburt oder später weggezogen und haben ihren Wirkungskreis andernorts gefunden und sind erst dort bekannt geworden. Es sind Künstler wie Johann Christian Wentzinger, Julius Bissier oder Edith Picht-Axenfeld, Politiker wie Karl von Rotteck, Joseph Wirth, Leo Wohleb oder Wolfgang Schäuble, Wissenschaftler wie Carl Christian Mez oder Karl Rahner, Schauspieler wie Til Schweiger. Diese und viele andere findet man unter

Liste von Persönlichkeiten der Stadt Freiburg im Breisgau

Mit Freiburg verbundene Persönlichkeiten

Mit Freiburg sind viele bekannte und berühmte Persönlichkeiten verbunden, die entweder hier zeitweise gelebt haben oder gar ihren Wirkungskreis hier gefunden haben und bekannt geworden sind. Dazu gehören Wissenschaftler wie Edmund Husserl, Walter Eucken oder Arnold Bergstraesser, Schriftsteller wie Reinhold Schneider und Christoph Meckel, Künstler wie Hans Baldung Grien, Nobelpreisträger wie Georges Köhler, Heilige wie Edith Stein, Fußballtrainer wie Joachim Löw... Diese Persönlichkeiten findet man unter

Liste von Persönlichkeiten der Stadt Freiburg im Breisgau

Literatur

  • Walter Vetter, Freiburg - Ein Führer zu Kunst und Geschichte, Freiburg (Rombach) 1986
  • Peter Kalchthaler, Freiburg im Breisgau. Ein Rundgang zur Stadtgeschichte mit 20 meist farbigen Abb., March-Neuershausen 1986
  • Peter Kalchthaler, Freiburg und seine Bauten. Ein kunsthistorischer Stadtrundgang, 264 S., 187 hist. Fotos, Freiburg (Promo-V.) 1991
  • Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band VI: Regierungsbezirk Freiburg; Stuttgart, 1982, ISBN 3-17-007174-2
  • Geschichte der Stadt Freiburg, Herausgegeben im Auftrag der Stadt Freiburg i. Br. von Heiko Haumann und Hans Schadek (ISBN 3-8062-1635-5)
  • Handbuch der historischen Stätten Deutschlands - Bd.6: Baden-Württemberg Stuttgart 1965
  • Bomben und Legenden. Die schrittweise Aufklärung des Luftangriffs auf Freiburg am 10. Mai 1940. - Ueberschär, Gerd R./ Wette, Wolfram (1981),Rombach, Freiburg i. Brsg. (Sig. Stadtarchiv Freiburg: HB Dwc 3902).
  • Freiburg im Luftkrieg 1939 - 1945., Ueberschär, Gerd R. (1990), Freiburg i. Brsg., Würzburg.
  • Die Akte im Stadtarchiv Freiburg: C 4/ XI/ 31/ 3, der städt. Hauptverwaltung Freiburg i. Br., Rubrik: Militärwesen, Betreff: Luftangriff am 10.5.1940, Heft 1 Jahr 40/43.
  • Hoch, Anton (1956): Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte 4, S. 115 - 144.
  • Hoch, Anton (1956): Aus Parlament und Zeitgeschichte, Nr. B XXI/ 56 vom 23.4.1956, S. 321 - 332.
  • Geschichte der Stadt Freiburg im Breisgau, Haumann, Heiko; Schadek, Hans, Bd. 3, S. 359 ff. (Sig. Stadtarchiv Freiburg: Dwc 555 Bd. 3 Ex. 4 Hb Dr. Sch.).
  • Freiburg im Breisgau 1504 - 1803, Holzschnitte und Kupferstiche, Wehrens, H. G., Freiburg 2004, ISBN 3-451-20633-1.
  • Jugendstil in Freiburg: Begleitbuch zur Ausstellung „Jugendstil in Freiburg”. Ausstellung im Augustinermuseum Freiburg. Freiburg i. Br.: 2001. ISBN 3-7930-9287-9
  • Kleine Freiburger Stadtgeschichte, Kalchthaler, Peter, Regensburg 2006, ISBN 978-3-7917-2009-8
  • Wolf Hart, Das Freiburger Münster. Mit einem Beitr. v. Ernst Adam, Freiburg 1978
  • Bachabschlag. Von Bächen und Kanälen in Freiburg i. Br., Himmelsbach, Iso, Freiburg 2005, ISBN 3-00-017055-3
  • Freiburger Münzblätter.Die Münzen der Stadt Freiburg,Rommel,Klaus,Lingen 2000, ISBN 3-9807091-1-6



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Informationsportal über Freiburg in Baden-Württemberg - 24.5.2012