
|
Freudenberg ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach, ca. 12 km nordöstlich von Amberg rund um den Johannisberg (605 m Meereshöhe), einem der westlichsten Ausläufer des Oberpfälzer Waldes. OrtsteileDie Gemeinde Freudenberg besteht aus sieben bis 1972 selbständigen Gemeinden:
(Einwohnerstand vom Stichtag 31. Dezember 2004.) Die Gesamtzahl der Einwohner lag bei 4.249. Zur Großgemeinde gehören außerdem die Ortschaften und Weiler Altenricht, Bärnmühle, Baumgarten, Berghof, Bühl, Ellersdorf, Geiselhof, Greßmühle, Hainstetten, Hammermühle, Holzhaus, Hötzelsdorf, Immenstetten, Kohlmühle, Lintacher Mühle, Mühllohe, Oberpennading, Paulsdorf, Rannahof, Schlauderhof, Schleißdorf, Schwand, Ströhlhof, Thann, Traglhof, Unterpennading und Witzlricht. GeschichteFreudenberg wurde urkundlich erstmals 1250 erwähnt. Der Name stammt vermutlich vom altgermanischen Namen "Fruido" ab. Bereits um 1500 v. Chr. siedelten Kelten auf dem Johannisberg (605 m Meereshöhe) und errichteten eine Ringwallanlage (1500 - 500 v. Chr.). Um 800 n. Chr. wurde die Gegend durch die Bajuwaren besiedelt. Von 1250 bis 1594 existierte die reichsfreie Adelsherrschaft der Freudenberger, die vom letzten Freudenberger Hans II.an die pfälzischen Fürsten in Amberg verkauft wurde. Seit 1628 ist Freudenberg katholisch. Vom Schloss der Freudenberger existieren heute nur noch kleine Reste. Die Wallfahrtskirche auf dem Johannisberg stammt in ihrer heutigen Form aus dem Jahre 1711. Freudenberg war später Sitz eines Pflegamtes und gehörte zum Rentamt Amberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern schlossen sich die Gemeinden Aschach, Etsdorf, Freudenberg, Hiltersdorf, Lintach, Pursruck und Wutschdorf 1972 zur Großgemeinde Freudenberg zusammen. WappenDie Gemeinde führt ihr Wappen seit 1975. Amtliche Wappenbeschreibung"Geteilt; oben schräg geviert von Rot und Silber; unten in Gold ein unterhalbes rotes Mühlrad. " Bedeutung der SymboleDurch das Mühlrad wird auf das örtliche Hammerwerk und die Papiermühle hingewiesen, die früher eine große wirtschaftliche Bedeutung für den Ort hatten. Aus dem Wappen der Herren von Paulsdorf, einem bedeutendes Oberpfälzer Adelsgeschlecht, deren Stammsitz in Paulsdorf bei Hiltersdorf liegt, ist die Schrägvierung im oberen Schildteil entnommen. Die Paulsdorfer hatten die Herrschaft in Freudenberg bis zum Jahr 1622 inne. WirtschaftWährend Freudenberg bis in die 1960/1970er Jahre überwiegend ein Bauern- und Handwerkerdorf war, gibt es heute nur noch wenige Nebenerwerbs- und einige Haupterwerbslandwirte. Der Großteil der Bevölkerung pendelt heute in die umliegenden größeren Gemeinden und Städte (wie Amberg), so dass - wie in vielen Dörfern - der Charakter als Bauerndorf der Vergangenheit angehört. Daneben existiert noch Bau-, Brau- und Kleingewerbe. Tourismus ist eine weitere kleine Einnahmequelle, wie auch die Holzwirtschaft. Freizeit und KulturDie Gemeinde Freudenberg zeichnet sich durch ein reges altbairisch geprägtes Vereins- und Brauchtumsleben aus. Der angrenzende Johannisberg und das Waldgebiet des Buchberges erlauben naturnahe Sport- und Freizeitgestaltung. In den 1960er Jahren erbaute die Gemeinde ein Freibad sowie einen Skilift (mit Flutlichtanlage). Regionale Bekanntheit erwirbt Freudenberg durch seine Bauernbühne sowie das Bier der kleinen Traditionsbrauerei der Familie Märkl, die seit 1784 im Besitz des Freudenberger Brauhauses (1466 erstmals urkundlich erwähnt) ist. Höhepunkte des dörflichen Lebens in der Gemeinde Freudenberg sind die traditionellen Kirchweihen (siehe: Kirchweih). Im Gemeindegebiet finden im Jahresverlauf vier größere Brauchtums-Kirchweihen statt: in Aschach, Freudenberg, Lintach und Schleißdorf. Darüberhinaus gibt es alle zwei Jahre am Skiliftgelände am Fuße des Johannisbergs ein Open-Air-Festival. Dabei spielen ausschließlich Musikgruppen aus der Region. In der Vergangenheit lockte die Veranstaltung bis zu 13.000 Besucher an. Große Tradition genießt das Johannisbergfest am Namenstag Johannes des Täufers (24. Juni). Mehrere Pilgergruppen aus der Region brechen am nächstgelegenen Sonntag zu einer Fußwallfahrt zur Johannisbergkirche auf. Bedeutende Persönlichkeiten
Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
