Friedrichswerth in Thüringen


Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Gotha
Verwaltungsge-
meinschaft:
Mittleres Nessetal
Koordinaten: 51° 0′ N, 10° 33′ O
Höhe: 255 m ü. NN
Fläche: 4,90 km²
Einwohner: 587
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99869
Vorwahl: 036254
Kfz-Kennzeichen: GTH
Gemeindeschlüssel: 16 0 67 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 15
99869 Goldbach
Webpräsenz: / Friedrichswerth im Web
Bürgermeister: Fritz Baum (CDU)

Friedrichswerth ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Gotha. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Nessetal

Geschichte

Über 900 Jahre lang - bis 1685 – hieß das Dorf Erffa.

Zu Beginn des 9. Jahrhundert wird Erffa in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Erfa erwähnt.

Dieser Ort gab den Herren von Erffa ihren Namen. Das ehedem edelfreie Adelsgeschlecht war als Vasallenhaus den deutschen Kaisern verpflichtet und trieb für die Klöster den Zehnten ein. Da die Nesse von dieser Stelle an schiffbar war, bauten sie hier eine Wasserburg. Auf den Flüssen wurden die Naturalien in die Klöster bis nach Hersfeld gebracht.

1677 kam Herzog Friedrich I. aus Gotha auf einem Ausflug in den Ort. Er gefiel ihm so gut, dass er den Erffas die Wasserburg samt Grund und Boden abkaufte. Er ließ sie abreißen und an ihrer Stelle ein Sommerschloss errichten. "Weil ihm das so viel 'werth' war”, wie es damals geschrieben wurde, „hat er das Dorf auch gleich nach sich benannt: Friedrichswerth (Friedrich ist es werth)" Und so hat ein Ort mit heute etwa 550 Einwohnern ein Barockschloss, in das sie mühelos alle auf einmal hineinpassen würden.

Friedrichswerth befindet sich am rechten Ufer der Nesse in einer fruchtbaren Talniederung, die nach Süden und Westen von kleinen Anhöhen umgeben ist und sich nach Nordwesten allmählich erweitert. Den größten Teil des Jahres weht der sogenannte Nessetalwind, der dem Laufe der Nesse folgend, von Ost nach West und umgekehrt, seine Richtung einschlägt. Lenkt man seine Schritte über das Oberdorf hinaus, so grüßt aus der Ferne der sagenumwobene Hörselberg (486 m) und in der weiteren Entfernung der Inselsberg (916 m), Thüringens dritthöchster Berg.

Der wohl bekannteste Sohn Friedrichswerths ist der Kartograph Hermann Haack, der am 29. Oktober 1872 in Friedrichswerth geboren wurde.

Literatur

  • Franz Brumme: Das Dorf und Kirchspiel Friedrichswerth (ehemals Erffa genannt). Mit besonderer Berücksichtigung der Freiherrlichen Familie von Erffa - das Schloss Erffa. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1. Reprint-Auflage 2004, ISBN 3-937135-28-6



Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Friedrichswerth in Thüringen - 24.5.2012