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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Brandenburg |
| Landkreis: |
Oberhavel |
| Koordinaten: |
53° 11′ N, 13° 9′ O |
| Höhe: |
53 m ü. NN |
| Fläche: |
212,53 km² |
| Einwohner: |
6740 |
| Bevölkerungsdichte: |
32 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
16798 |
| Vorwahl: |
033093 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OHV |
| Gemeindeschlüssel: |
12 0 65 084 |
| Stadtgliederung: |
9 Ortsteile |
Adresse der
Stadtverwaltung: |
Markt 1
16798 Fürstenberg/Havel |
| Webpräsenz: |
www.fuerstenberg-havel.de
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| Bürgermeister: |
Robert Philipp (parteilos) |
Fürstenberg/Havel ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Norden des Landes Brandenburg. 1958 stationierte die Sowjetunion hier für kurze Zeit zwei Abschussrampen mit sechs nuklearen Mittelstreckenraketen des Typs R-5. Seit der Neubildung der Länder in der DDR 1990 gehört Fürstenberg wieder zum Land Brandenburg und ist seit 1993 Teil des neugebildeten Landkreises Oberhavel. Die nunmehr russischen Militäreinheiten wurden 1994 in ihre Heimat abgezogen. 2003 wurde das Amt Fürstenberg aufgelöst und die acht umliegenden Gemeinden Altthymen, Barsdorf, Blumenow, Bredereiche, Himmelpfort, Steinförde, Tornow und Zootzen in die Stadt eingemeindet.
Politik
Die Stadtverordnetenversammlung hat 18 Mitglieder (Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003):
- CDU 4 Sitze
- SPD 3 Sitze
- FDP 1 Sitz
- RB 6 Sitze
- Einzelbewerber 3 Sitze
- Linkspartei 1 Sitz
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ Ravensbrück
- Ruine des Klosters Himmelpfort mit Dorfkirche und Brauhaus
- Evangelische Stadtkirche am Marktplatz, 1845 von Friedrich Wilhelm Buttel erbaut
- Schloss Fürstenberg, ein dreiflügeliger Barockbau mit Rokokodekor, wurde von 1741 bis 1752 nach Plänen des Baumeisters Christoph Julius Löwe erbaut und diente der mecklenburgischen Herzogin Dorothea Sophia als Witwensitz. Gebäude und Grundstück wurden 2006 an einen privaten Investor verkauft und sind Baustelle. Das Schloss soll zu einem Hotel um- und ausgebaut werden.
- Wasserburg Fürstenberg, ältestes Bauwerk der Stadt. Ursprünglich an allen Seiten von Wasser umgeben war. Von den alten Gebäuden sind nur noch der Ostflügel, der Südflügel und teilweise der Westflügel erhalten. Das derzeit leerstehende Gebäude ist baulich in einem schlechten Zustand und nicht zu besichtigen.
- Brandenburgisches Forstmuseum Fürstenberg
- Sowjetisches Ehrenmal im Park am Bahnhof
Regelmäßige Veranstaltungen
- Großes Schützenfest der Schützenzunft zu Fürstenberg (zwei Wochen nach Pfingsten)
- Brandenburgisches Wasserfest (Juli)
- Martinsfest (November)
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch Fürstenberg führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 96. Der Bau einer Ortsumfahrung wird vom Bund zum vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan gezählt. Bisher hat das Land Brandenburg dafür aber nicht die Planungsmittel freigegeben.
Die Stadt liegt an der Oberen-Havel-Wasserstraße. Als "Tor zur Mecklenburger Seenplatte" bietet sie zahlreiche Ausflugmöglichkeiten auf der Havelwasserstraße durch zahlreiche Seen.
Fürstenberg ist Haltebahnhof an der Hauptstrecke Berlin–Stralsund und Rostock (Preußische Nordbahn). Der Regionalexpress der Linie RE 5 verkehrt hier im Stundentakt ganztägig von und nach Berlin. Die Fahrzeit wurde seit Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes der Hauptstadt Berlin 2006 auf etwa eine Stunde verkürzt.
Die 1996 von der Deutschen Bahn AG stillgelegte Nebenbahn nach Templin wird als Fahrraddraisinenstrecke genutzt.
Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen durchquert die Stadt auf der Strecke Bredereiche–Himmelpfort–Ravensbrück–Fürstenberg–Steinförde.
Tourismus
In Fürstenberg und seiner seen- und waldreichen Umgebung spielt der Tourismus seit über 100 Jahren eine wichtige Rolle. Seine Entwicklung setzte vor allem durch den Bau der Preußischen Nordbahn Ende des 19. Jahrhunderts ein, wodurch viele Berliner Sommerfrischler den Weg in die Gegend fanden.
Von erheblicher Bedeutung für den Besucherverkehr ist die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. In den während des NS-Regimes von den KZ-Aufseherinnen bewohnten Gebäuden wurden eine Jugendbegegnungsstätte und eine Jugendherberge eingerichtet.
Vereine
- Schützenzunft zu Fürstenberg von 1765 e.V.
- Fürstenberger Yachtclub e.V.
- RSV 94 Fürstenberg/Havel e.V. (Radsportverein)
- Tourismusverein Fürstenberger Seenland e.V.
- Gewerbeverein Fürstenberg e.V.
Persönlichkeiten
- Der spätere Archäologe Heinrich Schliemann begann 1836 in Fürstenberg eine Lehre als Kaufmannslehrling in einem Krämerladen, die er jedoch auf Grund einer Lungenentzündung abbrechen musste.
- Die Landschafts- und Blumenmalerin Louise Pagenkopf (1856–1922), eine Schülerin von R. Warthmüller, Walter Leistikow und Walter Moras, wurde in Fürstenberg geboren.
Literatur
- Wolfgang Jacobeit, Wolfgang Stegemann: Fürstenberg/Havel, Ravensbrück. Hentrich & Hentrich. 2004. ISBN 3933471427
- Birgit Haupt, Waltraut Meinow (Hrsg.): Fürstenberg an der Havel – Wasserstadt mit Geschichte(n): Von der besetzten Garnisonstadt zur Touristenidylle. Regia, o.J. ISBN 3937899510
- Kurt Neis: Fürstenberg/Havel. Eine Perle ohne Glanz? - Erinnerungen und Betrachtungen aus der Zeit von 1946 bis zur Gegenwart 2007, Text- und Bildband, 776 Seiten, 4. Auflage 2007. Selbstverlag:
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