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Gardelegen ist eine Hansestadt im Altmarkkreis Salzwedel im Norden von Sachsen-Anhalt. GeografieDie Stadt liegt in der südwestlichen Altmark zwischen Berlin und Hannover, nördlich von Magdeburg. StadtgliederungZu Gardelegen gehören die Ortsteile:
Geschichte
PolitikWappenBlasonierung: Gespalten in Silber, rechts am Spalt ein roter Adler, links auf grünem Boden wachsend drei an Stangen emporrankende grüne Hopfenpflanzen mit Blättern und Blüten. Die ältesten bekannten Siegel stammen aus den Jahren 1309 und 1327 und zeigen bereits neben dem halben brandenburgischen Adler fünf Gerten, die offensichtlich schon Hopfenstangen darstellen sollten, da das Gewerbe der Bierbrauer schon zu Beginn des 14.Jahrhunderts in Gardelegen verbreitet war. Alle späteren Siegel und Wappen zeigen deutlich Hopfenstangen mit Blättern und Blüten, wobei es bald vier, bald drei Stangen sind. Heute sind es drei, was auch der Darstellung des am Stendaler Tor angebrachten, in Stein gehauenen Wappens von 1553 entspricht. StädtepartnerschaftenGardelegen unterhält Partnerschaften zu folgenden Städten:
Kultur und SehenswürdigkeitenSehenswürdigkeiten
Veranstaltungen
Berühmte Persönlichkeiten
Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibber Feldscheune bei GardelegenAm 13. April 1945 wurden in der etwas außerhalb der Stadt gelegegenen Isenschnibber Feldscheune 1016 KZ-Häftlinge ermordet. Mehrere so genannte Todesmärsche von KZ-Häftlingen (u.a. aus Mittelbau-Dora) und Transporte waren an den Tagen zuvor in Gardelegen zusammen getroffen und konnten wegen der nahen Front nicht fortgesetzt werden. Daraufhin wurde durch die Verantwortlichen unter dem NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele das Verbrechen vorbereitet und durchgeführt. Die Gefangenen wurden in eine steinerne Scheune eingepfercht. Das darin befindliche Stroh war vorher mit Benzin übergossen worden und wurde anschließend angezündet. Bei einem ersten Löschversuch konnten die Gefangenen das Feuer austreten. Bei der folgenden Brandlegung wurden die Häftlinge durch Waffeneinsatz am Löschen sowie an der Flucht gehindert. Zusätzlich wurden zunächst Überlebende durch Handgranaten und den Einsatz von Signalraketen getötet. Ungefähr 24 Stunden nach dem Massaker erreichte die US-Armee den Ort. An der Bewachung und Ermordung waren KZ-Wachmannschaften, Luftwaffensoldaten, Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes und Häftlinge (meist deutsche Kapos) beteiligt. Der Hauptverantwortliche für das Massaker von Gardelegen war der NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele. Trotz Verurteilung in der SBZ wurde er nie für diese Tat bestraft. Bis zu seinem Tod lebte er in der Bundesrepublik Deutschland. Solche Verbrechen geschahen in den letzten Kriegsjahren in vielen deutschen Orten in großem oder kleinem Ausmaß. Sie werden als Kriegsendphasenverbrechen bezeichnet, ähnlich der so genannten Politik der verbrannten Erde beim Rückzug der Wehrmacht. Bildergalerie
SportDie Stadt war einer der Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung. Des Weiteren bieten die Vereine der Stadt verschiedene Sportmöglichkeiten, zum Beispiel Basketball, Tennis, Fußball, Radball, Leichtathletik, Tischtennis, Volleyball und Schach. Geplant sind eine Driving Range (Golf) sowie eine Ganzjahres-Eisstockbahn. Literatur
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