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Gau-Algesheim ist eine Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz (Deutschland). GeographieGeographische LageGau-Algesheim liegt 1,5 km vom Rhein entfernt am Rande der Ingelheimer Rheinebene auf den Terrassen zum Rheinhessischen Westplateau, in dessen vielgestaltige Bodenstruktur der "Geo-Ökologische Lehrpfad" am Hang des Westerbergs einen Einblick ermöglicht. NachbargemeindenFolgende Städte und Gemeinden grenzen an Gau-Algesheim, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
StadtgliederungGau-Algesheim zerfällt in die Stadtteile
GeschichteIn der Römerzeit noch Grenzland hat sich die Region bereits im Mittelalter zu einem Kernland des "Heiligen Römischen Reiches" entwickelt. Vor seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 766 mag es das fränkisch-merowingische Alagastesheim schon über zwei Jahrhunderte gegeben haben. Die Zeugnisse über Alagastesheim und Bergen (Laurenziberg) in den Güterlisten der Klöster Lorsch und Fulda seit 766/67 erlauben Rückschlüsse auf Ackerbau, Viehzucht, Wein- und Obstbau sowie den Wohlstand einzelner Bewohner. Sichtbar in die Geschichte tritt Gau-Algesheim mit den anderen Orten des Binger Landes am 14. Juni 983, als Kaiser Otto II. in Verona seinem Mainzer Erzkanzler Willigis die Stadt Bingen und die Landschaft schenkt, die sich diesseits des Rheines von der Brücke über die Selzbach erstreckt bis nach Heimbach, jenseits des Rheines aber von der Stelle, wo das Elzbächlein in denselben fließt, bis zu dem Dörflein Caub. MittelalterBis 1797 steht Gau-Algesheim unter der Herrschaft der Mainzer Erzbischöfe. Dass es sich "unter dem Krummstab gut leben" lässt, hat nicht für alle Zeiten gegolten: mal wird Gau-Algesheim anderen Herren als Pfand gegeben, so dem badischen Markgrafen (1461-1484), mal überziehen die eigenen und fremden Heere die Stadt mit den Lasten und Verwüstungen des Krieges, z.B. 1248 während der Kämpfe zwischen den Truppen Kaiser Friedrichs II. und König Wilhelms von Holland, 1553 im Krieg der protestantischen Fürstenopposition gegen Kaiser Karl V., 1631, als die Truppen des schwedischen Königs Gustav Adolf die Stadt zu einem großen Teil niederbrennen, oder 1690, 1733 und 1792, als französische Soldaten Gau-Algesheim anzünden oder in Besitz nehmen. Auch die beiden Stadtrechtsverleihungen, 1332 auf Bitten des Mainzer Kurfürsten Balduin von Luxemburg durch Kaiser Ludwig den Bayern sowie 1355 durch König Karl IV. zu Gunsten des Mainzer Erzbischofs Gerlach von Nassau, sind primär politisch-militärisch motiviert und sollen erst in zweiter Linie die Sicherheit und den Wohlstand der Stadtbewohner befördern. Dennoch lassen gerade die Entstehung eines Wochenmarktes und eines Weinmarktes sowie die Existenz einer stattlichen Zahl von Handwerkern und Kaufleuten erkennen, dass städtisches Leben Angebot und Nachfrage für regelmäßige Märkte schafft. Zugleich weisen die zahlreichen Gültverschreibungen und die Erwähnung einer Judensteuer auf einen recht großen Bargeldbedarf und Geschäftsverkehr hin. Schließlich steht über 400 Jahre, von der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts bis zum Ende des Alten Reiches, das Amt Algesheim unter dem Regiment von Amtmännern, Landschreibern, Amtskellern und Schultheißen des Mainzer Territorialherrn. Den Gestaltungswillen der landesherrlichen Macht, schon in der Gemeindeordnung vom 15. Juli 1417 herausgestellt, bekommt Gau-Algesheim schmerzlich zu spüren, als Kurfürst Albrecht von Brandenburg beginnen stets als Kontakte Einzelner oder von Gruppen, ehe die offiziellen Verbindungen geknüpft werden. Für die engagierte Pflege der Partnerschaftspflege wurde Gau-Algesheim 1994 durch den Europarat mit dem Europadiplom und 1995 mit der europäischen Ehrenfahne ausgezeichnet. Im Jahre 2002 erfahren die vielfältigen Anstrengungen der Stadt und ihrer Bürger durch die staatliche Anerkennung als Fremdenverkehrsgemeinde eine wichtige Unterstützung. Wirtschaft und InfrastrukturVerkehrsgünstig an den Bahnstrecken in Richtung Frankfurt-Koblenz und Mainz-Saarbrücken und der Autobahn A 60 gelegen. Die Wahrzeichen der Stadt sind noch immer das Ensemble von Katholischer Pfarrkirche, Rathaus, Bürgerhäusern und Marktplatz, das Schloss Ardeck, der Graulturm und die Evangelische Kirche. Seit Ende 2005 ist das neue regionale Erlebnisbad "Rheinwelle" an der Bundesstraße B9 auf Gau-Algesheimer Gebiet geöffnet. Es wird gemeinsam von Gau-Algesheim, Ingelheim und Bingen betrieben. PersönlichkeitenSöhne und Töchter der Stadt
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