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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Hessen |
| Regierungsbezirk: |
Darmstadt |
| Landkreis: |
Rheingau-Taunus-Kreis |
| Koordinaten: |
49° 59′ N, 7° 58′ O |
| Höhe: |
95 m ü. NN |
| Fläche: |
40,34 km² |
| Einwohner: |
11.811 |
| Bevölkerungsdichte: |
293 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
65366 |
| Vorwahl: |
06722 |
| Kfz-Kennzeichen: |
RÜD |
| Gemeindeschlüssel: |
06 4 39 004 |
| Stadtgliederung: |
4 Stadtteile |
Adresse der
Stadtverwaltung: |
Rüdesheimer Str. 48
65366 Geisenheim |
| Webpräsenz: |
www.geisenheim.de
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| Bürgermeister: |
Manfred Federhen |
Geisenheim liegt am Rhein zwischen Wiesbaden und Rüdesheim und ist als Weinstadt, Schulstadt, Domstadt und Lindenstadt bekannt.
Geografie
Nachbargemeinden
Geisenheim grenzt im Norden an die Stadt Lorch, im Osten an die Stadt Oestrich-Winkel, im Süden an die Städte Ingelheim und Bingen (beide Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz), sowie im Westen an die Stadt Rüdesheim.
Stadtgliederung
Johannisberg, ein Stadtteil von Geisenheim, ist die Geburtsstätte der Spätlese, genauer: der systematischen Erzeugung von Auslesen. Im Schloss Johannisberg erinnert heute noch eine Statue an den unbekannten Spätlesereiter. Durch einen Weinberg wenige Meter südlich des Schlosses verläuft der 50. nördliche Breitengrad.
Fürst von Metternich erhielt die Schlossdomäne 1816 nach dem Wiener Kongress aus den Händen Kaiser Franz I. zum Geschenk.
Das Schloss Hansenberg, ebenfalls im Stadtteil Johannisberg, ist seit 2003 ein Oberstufengymnasium für besonders leistungsstarke Schüler.
Weitere Stadtteile sind Marienthal und Stephanshausen.
Marienthal erhielt seinen Namen nach dem nahegelegenen Kloster Marienthal. Das Kloster ist bekannt wegen seiner Marienwallfahrt und hier gab es die erste Klosterdruckerei der Welt.
Klima
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Geschichte
Geisenheim wurde 772 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte seit dem Mittelalter zum Erzbistum Mainz und später zum Herzogtum Nassau, zum Königreich Preußen und zum Land Hessen. Seit 1864 besitzt Geisenheim Stadtrechte.
Politik
Wappen
Seit der Gebietsreform von 1977 wurde eines der beiden Räder durch den Stephanshäuser Drachen ersetzt.
Städtepartnerschaften
Die Stadt Geisenheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
- Szerencs in Ungarn,
- Puligny-Montrachet in Frankreich,
- Chauvigny in Frankreich und
- Trino in Italien.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Direkt vor dem Rathaus befindet sich die große Linde, die ein Symbol der Stadt darstellt. Diese Linde ist vermutlich 700 Jahre alt. Sie wurde in den 70er Jahren durch Krankheit ihrer Spitze beraubt. Jedes Jahr in der zweiten Juliwoche findet das Lindenfest mit der Stunde der Heimat in den Straßen zwischen Dom und Rathaus statt.
Am Pfefferzoll wurde von vorbeifahrenden Schiffern Zoll in Form des damals wertvollen Gewürzes verlangt. Das kleine Haus mit dem schönen Erker steht heute über 200m vom Rhein entfernt im Südosten der Altstadt.
Des Weiteren gibt es die Evangelische Kirche, erbaut in romanischer Form um 1897.
Bauwerke
- Rheingauer Dom, neugotische Doppelturmfassade aus dem 19. Jahrhundert, Langhaus und Chor aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts, bedeutende Grabmäler und reiche Innenausstattung, bekannte Stumm-Orgel aus dem 19. Jahrhundert
Schlösser
Im Westen und Osten der Stadt stehen alte Schlösser und Palais:
Schloss Schönborn von 1550: dieses Gebäude steht am Bahnhof inmitten eines Weinbergs und ist ein beliebtes Fotomotiv. Dieses Schloss gehört heute noch den Grafen von Schönborn-Wiesenheidt, die das Erdgeschoss gerne für Feierlichkeiten zur Verfügung stellen. Weite Teile der Schlossanlage befinden sich aber in schlechtem Zustand.
Weitere Schlösser und Palais:
- Palais Ostein, hufeisenförmige Anlage aus dem 18. Jahrhundert, um 1815 wurde der prachtvolle Mittelbau wegen Gütertrennung niedergelegt. Heute im Eigentum der St. Ursula-Schule.
- Schloss Monrepos, repräsentatives Gebäude in einem großen Park, Erbauer E.von Lade ( Gründer der Forschungsanstalt ), errichtet im 19. Jahrhundert.
- Schloss Kosakenberg (früher Ingelheim), Anlage oberhalb des Bahnhofes, aus dem 17.Jahrhundert, heute Weingut, Restaurant und Musikschule
- Zwierleinsches Palais, oberhalb von Schloss Kosakenberg gelegen, durch mehrfache Umbauten dient es heute als Mehrfamilienhaus, der barocke Park ist einem Wohnviertel gewichen.
Sport
- Rheingaustadion mit Rasenplatz und Kunststoffleichtathletikanlagen
- Rheingaubad (Hallenbad, zusammen mit Rüdesheim und dem Kreis)
Regelmäßige Veranstaltungen
- Rheingau-Musik-Festival im Schloss Johannisberg (und im gesamten Rheingau)
- Zweites Wochenende im Juli: Geisenheimer Lindenfest mit der Stunde der Heimat
- Erstes Wochenende im September: Tage der offenen Tür der Forschungsanstalt Geisenheim
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
An Geisenheim vorbei führt die B 42, die Wiesbaden mit Koblenz verbindet. Durch die rechtsrheinische Bahnstrecke kann Wiesbaden innerhalb von 20 Minuten per Bahn erreicht werden.
Zusätzlich gibt es noch Buslinien nach Marienthal und Johannisberg/ Stephanshausen/ Presberg, sowie die ORN-Line Wiesbaden-Lorchhausen.
Als Service gibt es noch ein Anruf-Sammel-Taxi (AST), das Geisenheim, Marienthal, Stephanshausen sowie das Krankenhaus Rüdesheim miteinander verbindet(günstiger als ein Taxi).
Auch eine Schiffsanlegestelle für kleine Personenschiffe ohne festen Fahrplan ist vorhanden.
Bildung
Geisenheim verdankt seinen Ruf als Schulstadt der Konzentration von verschiedenen Schulen:
- Grund- und Hauptschule Geisenheim
- St. Ursula-Schule (privates, katholisches Gymnasium)
- Internatsschule Schloss Hansenberg, Schule für leistungsstarke und leistungsbereite SchülerInnen
- Rheingauschule (Gymnasium)
- Berufsschule Geisenheim
- Leopold-Bausinger-Schule (Sonderschule)
In Geisenheim befindet sich seit 1872 die Forschungsanstalt Geisenheim für Wein- und Gartenbau. Die Forschungsanstalt kooperiert im Bildungsbereich mit der Fachhochschule Wiesbaden. Der Schwerpunkt der Forschungsanstalt liegt im Garten- und Weinbau.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- 1554, November, Jakob Christmann, † 16. Juni 1613, Orientalist, geboren im heutigen Stadtteil Johannisberg
- 1806, 23. November, Philipp Hoffmann, † 4. Januar 1889, Architekt und Baumeister
- 1808, 18. April, Peter Josef Blum, † 30. Dezember 1884, Bischof der Diözese Limburg
- 1817, 24. Februar, Heinrich Eduard von Lade, † 7. August 1904 in Geisenheim, Bankier, Diplomat, Gärtner und Pflanzenzüchter sowie Amateur-Astronom. Gründer der Forschungsanstalt Geisenheim, erster Ehrenbürger der Stadt Geisenheim
- 1818, 26. Januar, Gustav Dresel, † 14. September 1848, Schriftsteller
- 1858, 10. Oktober, Lorenz Werthmann, † 10. April 1921 in Freiburg im Breisgau, Gründer der Caritas
- 1882, 6. August, Peter Spring, Gärtner, studierter Obstbautechniker, Sozialdemokrat und Pazifist, † 10. April 1945 im KZ Dachau
- 1883, 19. April, Hans Burgeff, † 27. September 1976, Botaniker
- 1892, 3. April, Gustav Gundlach, † 23. Juni 1963 in Mönchengladbach, katholischer Sozialethiker, Sozialphilosoph und Sozialwissenschaftler
- 1927, 8. März, Prof. Dr. Helmut Becker, † 19. Juli 1990 in Geisenheim, Rebenzüchter und Dozent.
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Heinrich Birk (1898-1973), Weinbauexperte, ist in Geisenheim gestorben
- Dr. Franz Schramm (1887-1966), Hessischer Kulturminister 1946-1947
Literatur
- Struck, Wolf-Heino: Geschichte der Stadt Geisenheim, Frankfurt 1972
Siehe auch
- Forschungsanstalt Geisenheim für Wein- und Gartenbau
- Schloss Johannisberg
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