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Gemmrigheim ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. GeografieGeografische LageGemmrigheim liegt in 174 bis 275 Meter Höhe direkt am Neckar zwischen den Kreisstädten Ludwigsburg und Heilbronn. NachbargemeindenDie Gemeinde grenzt im Nordosten an Neckarwestheim im Landkreis Heilbronn, im Osten und Süden an die Stadt Besigheim, im Südwesten an Walheim und im Westen und Norden an Kirchheim am Neckar. GeschichteGemmrigheim wurde in einer Urkunde des Klosters Reichenbach vom 22. September 1085 erstmals erwähnt. In der folgenden Zeit beherrschten verschiedene geistliche und weltliche Herrschaften den Ort, der zur Grafschaft Calw gehörte. Der Weinbau in der Gemeinde ist seit dem 12. Jahrhundert verbürgt und prägte Gemmrigheim wesentlich. Wohl Ende des 13. Jahrhunderts kam der Ort zur Grafschaft Württemberg, wo er zum Amt Lauffen gehörte. Ein erster württembergischer Schultheiß ist 1410 belegt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam Gemmrigheim zum Oberamt Besigheim. Die Industrialisierung begann in Gemmrigheim 1865, als eine alte Neckarmühle zuerst zur Holzstofffabrik und dann zur Papierfabrik ausgebaut wurde. 1938 wurde Gemmrigheim bei Auflösung des Oberamtes Besigheim dem Landkreis Ludwigsburg zugeordnet. ReligionenSeit der Reformation ist Gemmrigheim vorwiegend evangelisch geprägt. Heute gibt es neben der evangelischen Gemeinde jedoch auch wieder eine römisch-katholische Kirchengemeinde, und auch die Zeugen Jehovas sind im Ort vertreten. PolitikGemeinderatDie Gemeinderatswahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Bürgermeister
Wappen und FlaggeDas Gemeindewappen zeigt in Silber auf grünem Dreiberg an schwarzem Pfahl einen grünen Weinstock mit fünf (3:2) blauen Trauben. Die Gemeindeflagge ist Blau-Weiß und wurde am 20. Februar 1980 verliehen. PartnerschaftenGemmrigheim unterhält seit 2004 partnerschaftliche Beziehungen zu Trigono in Griechenland. Kultur und SehenswürdigkeitenBauwerkeDie evangelische St.-Johannes-Kirche wurde erstmals 1231 urkundlich erwähnt. Der heutige Kirchturm enthält den Chor dieser alten Kirche. In seinem Inneren befindet sich eine Turmkapelle mit Fresken aus der Zeit um 1400. Das Langhaus der heutigen Kirche befindet sich neben dem Turm und wurde 1515 - 1526 errichtet.
Sehenswert sind auch die beiden mittelalterlichen Stadttore und der Ortskern mit einigen hübsch renovierten alten Fachwerkhäusern. Wirtschaft und InfrastrukturIn dem in den 1960er Jahren angelegten Industriegebiet haben sich neben einer Vielzahl kleinerer Unternehmen auch einige Industriebetriebe angesiedelt. Auch die Landwirtschaft spielt noch eine Rolle. 2003 wurden 16 Haupterwerbsbetriebe und 27 Nebenerwerbsbetriebe gezählt. Von den 400 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche sind mehr als 60 ha Rebfläche, das sind fast 8 % der Gemeindefläche. Bevorzugt angebaute Rebsorten sind Trollinger und Schwarzriesling. Die Gemmrigheimer Lagen gehören zur Großlage Schalkstein im Gebiet Württembergisch Unterland des Weinbaugebietes Württemberg. Öffentliche EinrichtungenEs gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime. BildungDie Gemeinde verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Das Schulzentrum ist eine sehenswerte Anlage, die Mitte der 1960er Jahre aus einem Architekturwettbewerb hervorging. Darüberhinaus gibt es noch vier Kindergärten. Ehrenbürgerseit 29. Juni 1990 Altbürgermeister Helmut Klass SonstigesEin kleiner Teil des Kernkraftwerks Neckarwestheim liegt auch auf Gemmrigheimer Gebiet. Dadurch fließt auch ein kleiner Teil der Gewerbesteuer des Betreibers EnBW in die Gemmrigheimer Gemeindekasse. Das kann man der Gemeinde durchaus ansehen, denn mit der Sanierung des Ortskerns wurde bereits in den 1980ern begonnen und auch das Rathaus wurde saniert. Neben dem bereits erwähnten Schulzentrum, welches Ende der 1990er generalüberholt, erweitert und neu ausgestattet wurde, verfügt der Ort über ein Bürgerhaus mit gut bestückter Bücherei, Turnhalle, die Mehrzweckhalle Wasenhalle, und hat im Dezember 2002 im Neubaugebiet Neusatz einen neuen Kindergarten in Passivhaus-Bauweise eingeweiht. Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
