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| Basisdaten |
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| Bundesland: |
Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: |
Freiburg |
| Landkreis: |
Ortenaukreis |
| Koordinaten: |
48° 24′ N, 8° 1′ O |
| Höhe: |
175 m ü. NN |
| Fläche: |
61,91 km² |
| Einwohner: |
11.114 |
| Bevölkerungsdichte: |
180 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
77723 |
| Vorwahl: |
07803 |
| Kfz-Kennzeichen: |
OG |
| Gemeindeschlüssel: |
08 3 17 034 |
Adresse der
Stadtverwaltung: |
Hauptstraße 17
77723 Gengenbach |
| Webpräsenz: |
www.stadt-gengenbach.de
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| Bürgermeister: |
Michael Roschach |
Gengenbach ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.
Geografie
Geografische Lage
Gengenbach liegt am Ausgang des Kinzigtales, am Rand des Schwarzwalds in 175 bis 875 Meter Höhe, wobei der höchste Punkt der Gemarkung der Mooskopf ist.
Geschichte
Im Umfeld des Benediktinerklosters Gengenbach bildete sich aus einer bäuerlichen Ansiedlung mit grundherrschaftlichem Markt im Verlauf des hohen Mittelalters die Stadt Gengenbach aus. Zu 1231 ist das opidum Gengenbach erstmals belegt, 1360 wurde Gengenbach Reichsstadt. Das reichsstädtische Territorium umfasste die Dörfer Reichenbach, Schwaibach, Ohlsbach und Bermersbach als „Landstäbe”. Pfarrkirche war bis 1803 die Martinskirche außerhalb des Mauerrings, von dem Schwedenturm, Obertor, Kinzigtor und Niggelturm (14.-16. Jahrhundert) erhalten geblieben sind. 1525 wurde Gengenbach protestantisch, kehrte aber 1547/48 zum katholischen Glauben zurück. Der Dreißigjährige Krieg brachte schwere Verwüstungen, der Pfälzische Erbfolgekrieg die fast völlige Zerstörung Gengenbachs. 1803 wurde die Stadt dem Großherzogtum Baden eingegliedert. Heute gehört sie zum Ortenaukreis.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Flößerei- und Verkehrsmuseum
- Museum Haus Löwenberg
- Narrenmuseum im Niggelturm
- Kunst- und Paramentenmuseum im Mutterhaus der Franziskanerinnen
- Wehrgeschichtliches Museum im Kinzigtor
Bauwerke
- Gengenbach hat sich ungewöhnlicherweise eine historische Türmesilhouette bewahrt, gebildet von zwei Kirchtürmen und fünf Türmen der einstigen Stadtbefestigung
- Die Jakobuskapelle auf einer Anhöhe über der Stadt - das im Kinzigtal weithin sichtbare Wahrzeichen Gengenbachs
- Historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern
- Reste der Stadtbefestigung: Schwedenturm, Prälatenturm, Obertor, Kinzigtor und Niggelturm (14.-16. Jahrhundert)
- Die Engelgasse, ein reizvolle, leicht geschwungene Fachwerkgasse, die in ihrer Art zu den schönsten in Deutschland zählt. Reste der Stadtmauer dienen den Häusern als Rückwand
- Stadtkirche mit bedeutenden Resten des ehemaligen Klosters Gengenbach
- Sankt Martinskirche, bis zur Aufhebung des Klosters die Pfarrkirche, im Stil ruhiger Landgotik, außerhalb der ehemaligen Befestigung gelegen
- Alte Kanzlei (1699)
- Löwenbergsches Haus
- Haus der Thurn und Taxisschen Post
- Das Rathaus, erbaut 1784 von Viktor Kretz, ein beeindruckendes Werk des Frühklassizismus in Baden (ein barocker "Nachhall" ist noch erkennbar)
- Kauf- und Kornhaus, erbaut 1699 im Stil der Renaissance.
- Scheffelhaus, Wohnhaus des Großvaters des Dichter Magnus Scheffel. Er war der letzte Oberschaffner der Benediktinerabtei.
- Färberhaus, Fachwerkhaus von 1747. Es zeigt ein offenes, hervorragendes Dachgeschoss indem die Stoffe getrocknet wurden. Ein Teil der Stadtmauer dient wie in der Engelgasse als Rückwand. Ebenfalls auch der Nachbarhäuser
- Stadtbrunnen mit Ritter
Regelmäßige Veranstaltungen
Gengenbach ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Alljährlich verwandelt sich das Gengenbacher Rathaus im Advent zum weltgrößten Adventskalenderhaus.
Alle zwei Jahre wird die Hermann-Maas-Medaille von der evangelischen Kirchengemeinde Gengenbach an Personen, Gruppen und Institutionen, die sich um die Völkerverständigung im ökomenischen Sinne verdient gemacht haben, verliehen.
Kulinarische Spezialitäten
In Gengenbach wird Wein angebaut. An Rebsorten werden u.a. angebaut:
- Spätburgunder
- Müller-Thurgau
- Riesling (Klingelberger)
- Ruländer (Grauer Burgunder)
Wirtschaft und Infrastruktur
Medien
Die historische Altstadt ist Drehort für viele Fernsehserien und Kinofilme:
- Die Powenzbande
- Charlie und die Schokoladenfabrik
- Die Schwarzwaldklinik
Gericht und Einrichtungen
Gengenbach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Offenburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe gehört.
Bildung
- Hochschule Offenburg, Außenstelle Gengenbach, mit Studienschwerpunkten Technische Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, International Business Consultant
- Vorbeck-Sprachschule
- Gymnasium Gengenbach, hervorgegangen aus der 1895 gegründeten "erweiterten Bürgerschule". Seit Oktober 2005 "Marta Schanzenbach Gymnasium". MSG-Gengenbach
- Forstliches Ausbildungszentrum Mattenhof
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Karl Joseph Beck (1794-1838), Chirurg und Augenarzt
- Hermann Maas (1877-1970), evangelischer Pastor
- Marta Schanzenbach (1907-1997), Politikerin
Andere Persönlichkeiten
- Hl. Pirminius, Gründer des Klosters Gengenbach
- Wolfgang Schäuble, CDU-Politiker und Bundesinnenminister, lebt in Gengenbach
- Sebastian Schmeisser, bekannter Psychologe aus Chile lebte und arbeitete in Gengenbach
Franz von Mercy, ca 1597 - 1645, bedeutender Heerführer des Dreißigjährigen Krieges (Tuttlingen, Mergentheim, Alerheim), besaß in Gengenbach ein Haus und heiratete dort M. von Schauenburg.
Literatur
- Christa Indruch: Gengenbach. Kleine Stadt mit großer Vergangenheit. Richter, Gengenbach 1999, ISBN 3-86134-652-4 (Bildband)
- Manfred Liewald u.a.: Liebenswerte, alte Stadt, Gengenbach. 2. Auflage. Schillinger, Freiburg i. Br. 1987, ISBN 3-921340-47-0 (Bildband)
- Berthold Schaaf: Gengenbach - ehemalige freie Reichsstadt. (= Die großen Kunstführer; 8). Schnell & Steiner, München 1971, ISBN 3-7954-0508-4
- Paul Schaaf (Hrsg.): Gengenbach. Vergangenheit und Gegenwart. Thorbecke, Konstanz 1960
- Stadt Gengenbach (Hrsg.): Heimatgeschichtliche Literatursammlung der Stadt Gengenbach : Verzeichnis der heimatkundlichen und stadtgeschichtlichen Literatur. Stadt Gengenbach, Gengenbach 1969 (49-seitige heimatkundliche Bibliographie)
- Stadt Gengenbach (Hrsg.), Reinhard End (Bearb.): Das Gengenbach-Buch. Ein Streifzug durch Geschichte und Gegenwart von Gengenbach und den Ortschaften Bermersbach, Reichenbach und Schwaibach. Stadt Gengenbach, Gengenbach 1990
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