Gestratz in Bayern


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungsge-
meinschaft:
Röthenbach (Allgäu)
Koordinaten: 47° 39′ N, 9° 59′ O
Höhe: 629 m ü. NN
Fläche: 15,07 km²
Einwohner: 1221
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88167
Vorwahl: 08384
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 112
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlenstr. 1
88167 Röthenbach (Allgäu)
Webpräsenz: www.gestratz.de
Bürgermeister: Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft)

Gestratz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Röthenbach.

Geografie

Gestratz liegt in der Region Allgäu. Dazu gehören kleinere Weiler wie Brugg, Thalendorf, Altensberg, Horben, Kenners, Zwirkenberg, Altenburg, Rutzen, Rauen, Ried, Schweineburg, Ackers sowie Erhafts.

Geschichte

Gestratz gehörte, bevor der Ort zu Bayern kam, zu Österreich. Es handelt sich um einen Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.043, 1987 dann 1.028 und im Jahr 2000 1.160 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Johannes Buhmann (Freie Wählerschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Kimpfler (Freie Wählerschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 441.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 72.000 €.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik weder im produzierenden Gewerbe im Bereich Handel und Verkehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 398. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.072 ha.

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 9 Lehrern und 210 Schülern

Persönlichkeiten

  • Anna Maria Wehinger (* 2. Juni 1853, Tochter des Augustin Kirchmann „Bei Franzebube im Ried”; gestorben am 4. Mai 1922 in Dornbirn). Wehinger leitete eine der ersten Koch-und Haushaltungsschulen im deutschsprachigen Raum (ab 1889) und gab das legendäre "Dornbirner Kochbuch" heraus. In den 25 Jahren ihres Wirkens in Dornbirn führte sie 82 mehrwöchige Tageskurse und 70 Abendkurse durch. 1924, zwei Jahre nach Ihrem Tod, wurde von ihrem Sohn Josef Wehinger die letzte Ausgabe ihres dann schon über 1000 Rezepte beinhaltenden Bestsellers, des "Dornbirner Kochbuchs" herausgegeben. Ihre Kochkunst, ihre Kochbücher haben bis heute mehr als einen historischen Wert. Die Rezepte sind nicht nur Zeugen der Zeit, in dem diese das Leben in der Region um die Jahrhundertwende widerspiegeln, sondern auch in der Mehrzahl Köstlichkeiten für die moderne Küche. Eine Neuauflage des Kochbuchs erscheint 2007.
  • Michael Kitzelmann (* 1916 im Ortsteil Horben; hingerichtet 11. Juni 1942 durch ein Erschießungskommando in Russland), Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.



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Informationsportal über Gestratz in Bayern - 24.5.2012