Gilzem in Rheinland-Pfalz


Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Irrel
Koordinaten: 49° 52′ N, 6° 31′ O
Höhe: 320–410 m ü. NN
Fläche: 4,98 km²
Einwohner: 451
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54298
Vorwahl: 06506
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 225
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Auf Omesen 2
54666 Irrel
Ortsbürgermeister: Jakob Schmitt

Gilzem in der Eifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Irrel im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Geografie

Gilzem befindet sich in der Südeifel, rund 12 km südlich von Bitburg und rund 17 km nördlich von Trier.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung fand 1212 statt, als Erzbischof Johann I. dem Stift zu Pfalzel zu dessen Anniversarium eine Rente aus den Einnahmen von "Gelime" bei Ittel vermachte. Doch schon weit früher befanden sich fränkische, römische und sogar keltische Siedlungen auf der heutigen Gemarkung Gilzem. Dies ist durch diverse Fundstücke wie Steinbeile, römische Münzen und Keramik nachgewiesen.
Der ehemalige Ortsname Gelime (1212) ist vermutlich eine mittellateinische Umformung des Wortes Gelima, was soviel bedeutet wie 5. oder 7. Getreidegarbe bei der Zehntabgabe, evtl. eine Anspielung auf den dortigen Getreideanbau im fruchtbaren Muschelkalkgebiet.
Seit dem 14. Jahrhundert wurde der Ort Gelisheim oder auch in der Kurzform Geeltzem genannt. Aus einer weiteren Kürzung entwickelte sich seit dem 15. Jahrhundert der heutige Ortsname. Gilzem besaß nachweislich seit dem Jahre 1376 ein eigendes Grundgericht als Hauptsitz. Der Ort gehörte vor der französischen Revolution mehr als fünfhundert Jahre zum Kurfürstentum Trier, im Amtsbezirk Welschbillig. Das rote kurtrierische Kreuz wurde wegen des langjährigen Besitztums im Wappen festgehalten. Der Trierer Kurfürst Balduin, aus dem Luxemburger Grafenhaus, der von 1307 bis 1354 regierte, schuf das kurtrierische Amt Welschbillig mit dem Hochgericht und der Zehnderei des Ortsbürgermeisters von Gilzem. Das Kurfürstentum Trier war als Kurstaat verfasungsrechtlich „eine geistliche Wahlmonarchie”. Unmittelbar an der westlichen und nördlichen Gemarkungsgrenze begann das Großherzogtum Luxemburg, dies bis zum Wienerkonkress 1815, wo nach rund 20 Jahren französischem Einfluss, die Eingliederung in das Königreich Preußen erfolgte.

Auf Anregung des damaligen Ortbürgermeisters Nikolaus Görgen und des Kreisbrandmeisters Karl Steil aus Welschbillig wurde am 29. Juni 1928 die Freiwillige Feuerwehr Gilzem gegründet.

Durch das "Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz" vom 28. Juli 1970 wurde die Gemeinde Gilzem aus der Amtsbürgermeisterei Welschbillig in die Verbandsgemeinde Irrel eingegliedert. In 1987 wurde beim Pflügen ein 436g schwerer Meteorit gefunden, der sich im Mineralogisch-Petrographischen Instituts in Freiburg befindet.




Texte und Bilder stammen ganz oder teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Text steht somit ganz oder teilweise unter der GNU Lizenz. Eine Liste der Autoren und Fotografen, sowie den Originaltext finden Sie hier.

Informationsportal über Gilzem in Rheinland-Pfalz - 24.5.2012